TD/A verstärkt sich mit „Straßenfußballer“ – Der kennt nur ein Ziel
Ali Wissam Abu Alfa wechselt vom VfB Lübeck zur SV D/A. Foto: FuPa (Archiv)
D/A arbeitet unter Hochdruck am Kader der kommenden Saison. Der Vizemeister hat nun schon den fünften Neuzugang bekanntgegeben. Das ist der Unterschiedsspieler.
Drochtersen. Mit dem 26-jährigen Ali Wissam Abu Alfa hat die SV Drochtersen/Assel einen Flügelstürmer verpflichtet, in den der amtierende und ambitionierte Vizemeister große Erwartungen hat. Der Neuzugang, der vom VfB Lübeck nach Kehdingen wechselt, hat ebenso große Ziele.
„Ali ist ein extrem schneller Spieler, der richtig gut in den Eins-gegen-eins-Situationen ist“, sagt Sören Behrmann. Der quirlige Flügelstürmer könne so den Unterschied in einem engen Spiel ausmachen, so der Sportdirektor. Der Neue werde dem Drochterser Offensivspiel sofort weiterhelfen.
Der Offensivmann benennt klar sein Ziel
Abu Alfa hat es beim VfB Lübeck gefallen. Das Drumherum, die Fans, das Stadion, wie er sagt. Nur die sportliche Perspektive beim Traditionsverein deckt sich nicht mit seinen Ansprüchen.
Als D/A bei ihm anklopfte, war er sofort überzeugt. „Bei D/A ist eigentlich schon alles drittligareif, es fehlt nur noch der Aufstieg“, sagt Abu Alfa. Das ist sein Ziel, er möchte so „hoch hinaus wie möglich“. „Wenn wir das schaffen, haben wir eine Win-win-Situation“, sagt Abu Alfa über die Herausforderung. Er hat einen Einjahresvertrag unterschrieben.
Der 26-Jährige ist schon rumgekommen. In der U19 spielte er für Energie Cottbus, Union Berlin und Borussia MG in der Bundesliga. In der Regionalliga Nordost lief Abu Alfa für Erfurt, Berliner AK, Hertha BSC II, Energie Cottbus, Greifswald und Altglienicke auf, bevor er in der vergangenen Saison zum VfB Lübeck wechselte.
Nach größtem Erfolg zieht es ihn zurück in die Heimat
In der Saison 2022/23 ist Abu Alfa mit dem FC Energie Cottbus Meister in der Regionalliga Nordost geworden und holte den Brandenburger Landespokal. Er hätte verlängern können, so Abu Alfa. Trainer Claus-Dieter Wollitz habe da schon gesagt, dass es zurück in die 2. Bundesliga gehen würde.
„Meine Frau war damals aber schwanger und wir wollten zurück nach Berlin“, erzählt Abu Alfa, der mittlerweile zweifacher Vater ist. Die Entscheidung gegen Cottbus bereue er heute „ein wenig“.
Abu Alfa ist in Berlin geboren und als Straßenfußballer aufgewachsen. „Darüber definiere ich mich, da lernt man fürs Leben“, sagt er. Man spiele an jeder Ecke gegen Ältere und Stärkere, man falle hin und müsse wieder aufstehen, man lerne sich durchzusetzen.
Schon als Straßenfußballer war er offensiv ausgeprägt und habe an seinen Tricks gefeilt, um sich im Eins-gegen-eins durchzusetzen.
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Der Großstadtmensch schätzt das Ländliche
Abu Alfa hat „den attraktiven Fußball von D/A“ in der abgelaufenen Saison verfolgt. Ohne ihn im Kader wurde der VfB Lübeck im Kehdinger Stadion mit 7:2 vermöbelt.
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„Dahinter steckt ein Trainer und ich bin von der Spielidee und Vereinsphilosophie überzeugt“, sagt Abu Alfa. Trainer Oliver Ioannou und Sören Behrmann hätten ihm D/A sofort schmackhaft gemacht. „Das passt.“
Passt der Großstadtmensch auch aufs Kehdinger Land?
Auf jeden Fall, sagt Abu Alfa, das komme ihm mittlerweile entgegen. „Ich bin reifer geworden und brauche meine Ruhe“, sagt er. Er könne sich so auch voll auf den Fußball konzentrieren. Zudem hat er sogar Familie in Stade, wie er erzählt. Seine Frau wird ihn natürlich begleiten, ab und zu aber nach Berlin pendeln.
„Ich hoffe, wir können den finalen Schritt schaffen“, sagt Abu Alfa, er glaubt an das D/A-Projekt.
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