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TDB Regio übernimmt Start Unterelbe: Was bedeutet das für die Stader Pendler?

Pendler zwischen Stade und Cuxhaven müssen sich auf neue Zug-Farben einstellen. Die Regionalexpress fährt demnächst im Rot der DB Regio.

Pendler zwischen Stade und Cuxhaven müssen sich auf neue Zug-Farben einstellen. Die Regionalexpress fährt demnächst im Rot der DB Regio. Foto: Reese-Winne

Die Gesellschaft von Start Unterelbe wird aufgelöst, sie wird Teil der DB Regio. Welche Auswirkungen hat das auf die Fahrgäste im Landkreis Stade?

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Von Karsten Wisser
Samstag, 24.01.2026, 00:03 Uhr

Landkreis. Die Regionalverkehre Start Deutschland GmbH wird bis zum 1. August 2026 aufgelöst. Betroffen sind Strecken in Niedersachsen, darunter der Regionalexpress 5 (RE5), der die Strecke zwischen Hamburg-Hauptbahnhof und Cuxhaven bedient, wo auch der Sitz der Gesellschaft ist.

Ein Bahn-Sprecher bestätigte dem NDR die Informationen. Ziel der Auflösung ist, dass die Züge unter DB Regio wieder verlässlicher fahren sollen. Die Bahn-Tochter wird vollständig in die DB Regio AG integriert.

Alle Mitarbeiter und Verträge werden übernommen

Für Fahrgäste ändert sich vorerst nichts; die Fahrpläne bleiben gleich. Nur die Farbe der Züge und die Uniformen der Mitarbeiter werden bis zum 1. August angepasst. Die Fahrzeuge von DB Regio sind hauptsächlich rot. Die Integration soll den Betrieb auf den Start-Linien stabilisieren. Alle Mitarbeiter der Start GmbH werden laut Bahn übernommen.

Die Pünktlichkeit soll sich verbessern, da DB Regio auf mehr Personal und Züge zurückgreifen kann als das Tochterunternehmen Start. Auf der Strecke Hamburg-Cuxhaven kam es bei Start Unterelbe häufig zu Problemen.

Wir erwarten, dass die internen Prüfungen zügig und reibungslos erfolgen, damit die Fahrgäste schnell von spürbaren Verbesserungen profitieren.

Landesnahverkehrsgesellschaft

Der Qualitätsmonitor der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) Niedersachsen zeigt einen Pünktlichkeitswert von 80,54 Prozent für 2025. Zum Vergleich: Die EVB erreicht auf ihrer Strecke zwischen Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude 95,55 Prozent. Verspätungen und Zugausfälle wurden oft mit Personalmangel begründet.

Die LNVG begrüßt laut NDR die Übernahme. „Wir erwarten, dass die internen Prüfungen zügig und reibungslos erfolgen, damit die Fahrgäste schnell von spürbaren Verbesserungen profitieren“, sagte Melina Kunze, Sprecherin der LNVG. DB Regio übernimmt auch die bestehenden Verkehrsverträge.

HVV legt Pünktlichkeitsstatistik für S-Bahn offen

Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) hat seine Pünktlichkeitsstatistik für 2025 veröffentlicht. Wie im TAGEBLATT berichtet sind die Zahlen der S-Bahn schlechter geworden.

Die S-Bahn ist 2025 unzuverlässiger geworden. Diesen Eindruck bestätigen die offiziellen Zahlen des HVV.

Die S-Bahn ist 2025 unzuverlässiger geworden. Diesen Eindruck bestätigen die offiziellen Zahlen des HVV. Foto: Wisser

Die S-Bahn erreichte 2025 bei einer Zielvorgabe von 94 Prozent einen Wert von 93,6 Prozent. Die S-Bahnen im Hamburger Süden, die S3 und die S5, schnitten noch schlechter ab. Im Vorjahr lag die Pünktlichkeit nach Einführung des neuen S-Bahn-Liniennetzes bei 95,8 Prozent.

Der Rückgang hängt laut HVV mit folgenden Ereignissen zusammen: Sperrung der Eisenbahnbrücke Holstenstraße, vermehrte Störungen an der Infrastruktur und umfangreiche Baumaßnahmen im S-Bahnnetz, unter anderem am zentralen Knoten Hauptbahnhof.

Landrat: Bahnverbindung wichtiger Standortfaktor

„Die S-Bahn Hamburg, die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende und der HVV sind bereits in Gesprächen, um die Betriebslage zeitnah zu stabilisieren und zu verbessern“, heißt es in einer Pressemitteilung. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind die zentralen Kennzahlen bei der Bewertung der Qualität des öffentlichen Nahverkehrs durch Fahrgäste.

„Wir wissen um die schwierige Situation für die Pendlerinnen und Pendler“, reagiert der Stader Landrat Kai Seefried (CDU) auf die S-Bahn-Probleme. „Eine zuverlässige Bahnverbindung ist ein wichtiger Standortfaktor für unsere Region.“ Die Bürger würden zurecht eine fahrplangerechte Anbindung und eine seriöse Information bei etwaigen Störungen erwarten. „So, wie es derzeit läuft, darf es nicht weitergehen“, sagt Seefried.

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