Zähl Pixel
Handball

T„Das geht gar nicht“: VfL Fredenbeck hat gegen Hamm keine Chance

Nach anderthalb Jahren in der Schweiz zurück im Fredenbecker Kader: Rückraumspieler Ole Richter.

Nach anderthalb Jahren in der Schweiz zurück im Fredenbecker Kader: Rückraumspieler Ole Richter. Foto: Struwe

20 Minuten kann der VfL Fredenbeck gegen den Favoriten aus Hamm in der 3. Liga mithalten. Coach Matthias Steinkamp kennt den Grund für die am Ende hohe Niederlage.

author
Von Wilhelm Thiele
Sonntag, 19.04.2026, 13:55 Uhr

Fredenbeck. Der VfL Fredenbeck unterlag in der 3. Liga dem Tabellenzweiten und Aufstiegskandidaten ASV Hamm-Westfalen klar mit 24:34 (11:17). Vor knapp 1000 Fans musste die erwünschte Standortbestimmung der Fredenbecker Handballer gegen das Spitzenteam angesichts zahlreicher Ausfälle ausfallen.

Ohne die verletzten Nils Schröder, Jesper Müller, Marten Franke, Daniel Polák und den wegen der Geburt seines zweiten Kindes pausierenden Torwart Justin Rundt fehlten den Fredenbeckern fünf zentrale Spieler, um den großen Favoriten ernsthaft herauszufordern.

Ole Richter zurück aus der Schweiz

Dabei begann alles vielversprechend. Mit ohrenbetäubendem Beifall feierten die Fans ihre Mannschaft stehend beim Einlauf. Erstmals nach einem anderthalbjährigem Gastspiel in der Schweiz wieder mit dabei war Ole Richter, der den Fredenbecks Angriff verstärken sollte und eine ordentliche Leistung ablieferte.

Lauro Strothmann war mit neun Treffern bester Fredenbecker Werfer.

Lauro Strothmann war mit neun Treffern bester Fredenbecker Werfer. Foto: Struwe

Schon nach 47 Sekunden überwand Lauro Strothmann Hamms Keeper zur 1:0-Führung. Mit ruhigem Aufbau zogen die Fredenbecker ihr Spiel auf. Wie schon zuletzt beim Auswärtssieg gegen den Handballnachwuchs des Erstligisten TBV Lemgo bestimmten Lauro Strothmann und Chris-Ole Brandt das Fredenbecker Angriffsspiel. Bis zur 20. Minute blieb die Partie gegen nervöse Hammer ausgeglichen (7:9).

Lesen Sie auch

Hamms Trainer Jamal Naji bekannte nach dem Abpfiff: „Wir sind mit großem Respekt nach Fredenbeck gekommen. Es war ein schwieriges Spiel für uns.“

Fredenbeck verwertet seine Chancen nicht

Doch wie schon so oft in der laufenden Saison brachten sich die Fredenbecker durch eine schwache Wurfausbeute, unter anderem durch drei vergebene Siebenmeter oder freie Würfe von den Außenpositionen, selbst in Rückstand.

Angriff für Angriff bekamen die Hammer, dirigiert von ihrem Spielmacher Benedikt Kühn, die Oberhand. Fredenbecks Keeper Niklas Itzen, der zum zweiten Mal Justin Rundt als Nummer Eins vertrat, konnte nicht an seine Leistungen aus dem Vorspiel anknüpfen.

Einzig von Lauro Strothmann und Chris-Ole Brandt ging im Fredenbecker Angriff Gefahr aus. Beide auf Abschiedstournee, sie werden den VfL Fredenbeck zum Saisonende verlassen, zeigten nicht nur wegen ihrer Qualitäten als Werfer ein überragendes Spiel.

Deutlicher Rückstand bereits zur Pause

Das allein reichte aber eben so wenig wie der zwischenzeitlich von Trainer Matthias Steinkamp eingesetzte siebte Feldspieler, um die Hammer von der Siegerstraße abzubringen. Mit einem deutlichen11:17-Rückstand für den VfL ging es in die Halbzeitpause.

„Mit der Abwehrarbeit meiner Mannschaft in den ersten 20 Minuten war ich zufrieden“, so Steinkamp nach dem Spiel. „Die Chancenverwertung, das geht gar nicht.“ Der Trainer ließ sich Zeit in der Kabine. Es gab Gesprächsbedarf.

Mit einem Zwischenspurt zu Beginn der zweiten Halbzeit zwischen der 35. und 38. Minute verkürzten die Fredenbecker von 13:22 auf 17:23 und weckten noch einmal Hoffnungen auf eine Wende im Spiel. Doch nach einer Auszeit dominierten wieder die Hammer, die jetzt auch körperlich präsenter und insgesamt frischer wirkten.

Jubelnde Fans machen den Spielern Mut

Beim VfL Fredenbeck schwanden die Kräfte. Auch wenn die Mannschaft bis zum Abpfiff kämpfte und sich nicht aufgab, gab es beim 21:31 (50. Min.) über den Ausgang des Spiels keine Zweifel mehr.

Als Jakob Ritscher als dritter Fredenbecker Siebenmeterschütze an diesem Abend den Ball zum 24:34-Endstand im Tor versenkte, jubelten die Fredenbecker Fans demonstrativ und belohnten eine bis zum Schlusspfiff kämpferische Leistung ihres durch zahlreiche Ausfälle geschwächten Teams. Sie machten Mut für die ausstehenden drei Spiele der Saison.

Tore: Brandt 7, Brassait 2, Strothmann 9, Wafdi 1, Ritscher 1, Reiners 1, Richter 3.

Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel