TDas ist neu an Stades 1. Ballnacht im Stadeum - und das nicht
Stadeum-Chef Tobias Paulsen und die künstlerische Leiterin Lea Redlich gehen den neuen Stellplan für die 1. Stader Ballnacht durch. Foto: Strüning
Opernball war gestern. Jetzt fiebert die Stadeum-Crew der 1. Stader Ballnacht am 7. März entgegen. Einiges ist neu an dem Format, aber ein bisschen Opernball bleibt auch.
Stade. Die Garderobe. Stadeum-Geschäftsführer Tobias Paulsen hat sein elegantes Outfit für die Premiere schon vor Augen: schwarzer Anzug, schickes weißes Hemd und eine Fliege. Kollegin Lea Redlich, zuständig für die künstlerischen Elemente des Veranstaltungszentrums, überlegt noch. Ein neues Kleid soll her. Die Garderobenfrage ist für viele Gäste entscheidend.
Schick angerichtet: Tischdeko zum ehemaligen Stader Opernball. Foto: Martin Elsen
Das bleibt: Erlaubt ist, was gefällt, das Stadeum zeigte sich da schon immer liberal. „Jeder soll sich so anziehen, dass er oder sie sich wohlfühlt“, sagt Paulsen. Der Trend wird aber vorgegeben: Festlich-elegant soll es zugehen. Das heißt in der Regel: ein langes Abendkleid für die Frauen, dunkler Anzug oder auch Smoking für die Männer.
Alles Walzer: Mehr als 800 Gäste drehten sich während des letzten Stader Opernballs unter den Kronleuchtern des Stadeums.
Foto: MARTIN ELSEN
Bis 23 Uhr bestimmen Standardtänze das Bild
Das bleibt: Alles Walzer und auch andere Standardtänze stehen weiterhin im Mittelpunkt zumindest der ersten Stunden. Das Orchester „Die Studiker“ ist seit Jahren dabei, bringt ein großes Repertoire mit und kennt das Geschäft.
Das ist neu: Um 23 Uhr öffnet die Disco im Stadissimo. Die gab es in den ersten Jahren auch schon, dann aber nicht mehr. Hier spielen tanzbare Beats - dann wohl eher freestyle - die Hauptrolle. Passend zu diesem Angebot gibt es auch Einlass für Nachtschwärmer. Die Late-Night-Karte kostet 29 Euro.
Das Showprogramm. Der Ball ist das gesellschaftliche Ereignis in der Region Stade. Das liegt auch am Beifang. Tanzeinlagen, Spielcasino und professionelle Moderation spielen eine wichtige Rolle. Das bleibt auch, aber das Stadeum geht hier neue Wege.
Tänzer aus Stade bestreiten das Showprogramm
Das bleibt - und wird gleichzeitig neu: Während früher Tanzweltmeister aus Bremen oder Bremerhaven das Publikum mitrissen, setzt das Stadeum in der Neuauflage auf Lokalkolorit. Das A-Team der Lateinformation des VfL Stade mit 20 Tänzern und Tänzerinnen bringt lateinamerikanische Tänze wie Samba, Cha-Cha-Cha, Paso doble, Rumba und Jive aufs Parkett.
In der Moderation versucht das Stadeum etwas Neues. Nicht der große Name wie ein Yared Dibaba wird durch den Abend führen, sondern Yann Yuro, der als Mentalmagier angekündigt wird, am 14. Februar im Stadeum solo auftritt und in der Ballnacht Kostproben seines Könnens zeigen wird.
Auch das Spielcasino bleibt, es zieht aber um und nimmt mehr Platz ein. Die Organisatoren haben die Spielbank vom Foyer an den Rand des großen Ballsaals verlegt. Roulette, Black Jack, Texas Holdem und 7/11 wird mit professionellen Croupiers bespielt. Fürs schnelle Glück stehen Spielautomaten bereit. Nach wie vor gilt: Hier wird nicht um Geld gespielt, aber wertvolle Preise stehen parat, verspricht das Stadeum.
Dazu gehören fünf Gramm Gold von der Volksbank Stade-Cuxhaven, ein 500-Euro-Gutschein vom Modehaus Mohr in Dollern oder ein Auto für einen Monat vom Opelhaus Cordes in Stade. Ohne die Unterstützung der Sponsoren, so Geschäftsführer Paulsen, sei der Ball kaum finanzierbar.
Kein Rot, kein Gold, selbst der Teppich ist schwarz
Das ist neu: Beim Eintritt erhalten die Gäste ein Begrüßungsgetränk und eine Gewinnspielkarte. Die Tombola entfällt. Dann geht es über die rechte Treppe mit Blick auf den großen, festlich geschmückten Ballsaal. Die Anmutung wird sich dort verändern. Statt Rot und Gold dominieren die Farben Rosé, Schwarz und Weiß. Der einst rote Teppich ist in Schwarz gehalten.

Das Casino unter anderem mit Blackjack bleibt der Ballnacht erhalten. Gespielt wird zum Spaß, ohne Geldgewinne. Foto: Martin Elsen
Neu ist auch die Eröffnungsformation zum Start des Balls. Bisher waren es - wie beim echten Opernball in Wien - Debütanten, die ihr Bestes gaben. Jetzt konnten sich Interessierte bewerben. Der Gruppe von Menschen im Alter zwischen 15 und 79 Jahren studiert ihren Auftritt bereits mit dem Tanzwerk Stade ein.
Wo einst im Foyer das Spielcasino aufgebaut war, wird jetzt eine Whiskey- und Champagner-Lounge installiert. Die Stadeum-Azubis versuchen sich mit einer Candy-Bar.
Die Kulinarik. Das Stadeum hat zusammen mit dem Stadissimo-Team ein neues Angebot ausgetüftelt.
Wer will, bestellt sich ein Drei-Gänge-Menü ab 31,50 Euro, das von 17.30 Uhr an im Stadissimo serviert wird, oder ein Ticket für ein Büfett für 26,50 Euro pro Person, das von 21 bis 24 Uhr im Obergeschoss aufgebaut ist. Neu sind auch buchbare Getränkepakete zum Festpreis. Alle Infos dazu online unter www.stadeum.de.
Die Fakten. Die Ballnacht findet wie gewohnt am ersten Sonnabend im März statt. Der Zauber beginnt um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Tischkarten im Ballsaal kosten zwischen 79 und 89 Euro, Wandelkarten ohne festen Platz 59 Euro, ab 23 Uhr gibt es Late-Night-Eintritt für 29 Euro.
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