TDas langersehnte Derby: Horneburger „Nähmaschinen“ erwarten Beckdorf
Die Horneburger empfangen Beckdorf zum ersten Derby seit 20 Jahren. Foto: Potreck (Archiv)
Nach 20 Jahren treffen der VfL Horneburg und SV Beckdorf wieder aufeinander. So ein Handball-Feiertag elektrisiert die Fans. Die Tage werden gezählt. So steigt die Derbystimmung.
Horneburg. In dieser Woche ist spielfrei. Umso mehr liegt der Fokus auf das anstehende Derby. Am nächsten Samstag, 24. Oktober (17 Uhr) empfängt der VfL Horneburg den SV Beckdorf.
T Horneburg und Beckdorf vor dem Derby: Ein Mutmacher - ein Einbruch
Gerade einmal 11,1 Kilometer Luftlinie liegen zwischen den Hallen beider Mannschaften. Zwei Vereine in so großer Nähe, das fördere die Rivalität, so Beckdorfs Coach Robert Frahm. Die Kämpen von einst erinnern sich an eine „geile hitzige Stimmung, vor allem auf der Tribüne“, so Ex-Spieler und Ex-Manager Sven Jonas vom SV Beckdorf. Klaus Meinke, Ex-Spieler und Vorsitzender des SV Beckdorf, ergänzt: „Auf dem Platz ging es sofort zur Sache. Kein Abtasten, keine Zärtlichkeiten.“
Aber Rivalität und Emotionen prägen vor allem damals wie heute die Fan-Lager. „Unter den Spielern war die Stimmung meist relativ entspannt und fair“, so Jonas. So sieht es auch Beckdorfs Markus Clever. Ein Derby sei immer etwas Besonderes. Einige Spieler hätten schon für beide Vereine gespielt. „Entscheidend wird sein, im Spiel die Ruhe zu bewahren und sein Spiel durchzubekommen.“
Gegner zollen sich gegenseitig Respekt
Eine nüchterne Beurteilung kommt auch von beiden Trainern, Robert Frahm (SV Beckdorf) und Stefan Hagedorn (VfL Horneburg). Schön für den Handballsport sei die besondere Aufmerksamkeit in der Region, die ein Derby hervorrufe. Aber Beide betonen, dass es für sie als Trainer ein Spiel wie jedes andere sei. „Es geht um zwei Punkte.“

VfL-Trainer Stefan Hagedorn. Foto: Scholz (Archiv)
Die Trainer sprechen mit Anerkennung vom jeweiligen Gegner. Hagedorn: „Dass der SV Beckdorf sich unter den gegebenen Bedingungen so in der Regionalliga etabliert hat, ist beachtlich.“ Frahm: „Das was Stefan Hagedorn in der Jugendarbeit und Maximilian Alpers - von der Landesliga in die Regionalliga - geschafft haben, das müsse man mit Hochachtung anerkennen.“

Beckdorfs Trainer Robert Frahm. Foto: Jan Iso Jürgens (Archiv)
Beide Trainer zollen ihrem Gegner Respekt, zeigen sich vom bisherigen Ablauf der Saison nicht überrascht. Stefan Hagedorn hebt den torgefährlichen Rückraum des SV Beckdorf hervor. Joscha Jolitz und Leon Petersen sind für ihn Schlüsselspieler. Generell sei der SV Beckdorf eine Mannschaft mit gutem Kampfgeist, „die stets weitermacht.“
Trainer experimentieren nicht wegen des besonderen Duells
Für Robert Frahm verfügt der VfL Horneburg über eine ganze Reihe herausragender Spieler. Neben den stets genannten Josua Schleßelmann und Morten Marienfeld hebt er besonders Theo Bode und das Torwart-Duo Prochaska/Klingebiel hervor. Auch die spielerische Entwicklung von Malte Mauel sei bemerkenswert.
Kennzeichnend für die Spielweise des Derbygegners sei ein herausragendes Umschaltspiel. „Die rennen wie die Nähmaschinen.“
T Experiment geht auf: Dieser taktische Kniff bringt D/A den Erfolg
Eine spezielle Vorbereitung auf das Derby gibt es bei beiden Vereinen nicht. Die Vorbereitungen laufen wie vor jedem Spiel. „Im Training passiert nichts anderes als sonst auch“, sagt Frahm. Auch die Trainingsumfänge würden nicht verändert. Auch beim VfL Horneburg steigt Hagedorn erst zwei Trainingstage vor dem Spiel in die spezielle Vorbereitung ein. Er betont: „Der größte Fehler wäre es, dass Derby in seiner Bedeutung zu überhöhen.“
In beiden Vereinen wird vor allem an den Fehlern der letzten Spiele gearbeitet. „Nur weil das nächste Spiel ein Derby ist, verändern wir nicht unsere Routinen“, sagt Leo Klein vom SV Beckdorf.
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