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Faustball

TDas sind die Ziele und Chancen der Faustball-Teams aus dem Kreis Stade

Der MTV Wangersen rechnet sich gute Chancen auf den Klassenerhalt in der ersten Liga aus.

Der MTV Wangersen rechnet sich gute Chancen auf den Klassenerhalt in der ersten Liga aus. Foto: Bartsch

Der Landkreis Stade ist in den 1. und 2. Faustball-Bundesligen mit sieben Teams vertreten. Allerdings werden zwei der drei Erstligisten bereits als Abstiegskandidaten gehandelt.

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Von Wolfgang Bartsch
Samstag, 04.05.2024, 05:00 Uhr

Landkreis. Der TSV Essel (Frauen) und der MTV Wangersen (Männer) werden als Abstiegskandidaten gehandelt. „Uns ist die prekäre Lage durchaus bekannt“, sagt Michael Heuckeroth. Der Trainer der Esselerinnen hofft auf ein großes Wunder. „Auch wir werden bis zum Saisonende alles geben, wollen die Erstklassigkeit am Leben erhalten“, sagt Wangersens Trainer Stephan Werner. Zwei Trainer, ein Ziel.

Wie sieht es bei den anderen Erst- und Zweitligisten aus dem Kreis Stade aus? Welche Chancen haben sie in der neuen Saison? Wie haben sie sich aufgestellt?

1. Bundesliga Männer

Nach dem Abstieg aus der Hallen-Bundesliga will sich der MTV Wangersen in der Feldsaison besser verkaufen. „Wir werden alles geben, auch wenn es nicht immer reichen wird“, sagt Stephan Werner. Von seiner Mannschaft verlangt der neue Trainer absoluten Ehrgeiz. Und das fängt schon mit den beiden wöchentlichen Trainingseinheiten an. „Die Jungs sprühen nur so vor Spiellaune“, sagt Werner. Ob es zum Klassenerhalt reichen wird, darüber macht er sich noch keine Gedanken. Als Konkurrenten im Abstiegskampf gelten Empelde, Kellinghusen und der Berliner TS, der am 4. Mai Auftaktgegner sein wird.

2. Bundesliga Männer

Der SV Ruschwedel geht in seine zweite Saison in der zweiten Liga. Im vergangenen Jahr verbuchte der Aufsteiger noch einen passablen sechsten Platz - und den peilt man auch in der neuen Saison an. „Alles andere als der Klassenerhalt wird wohl nicht möglich sein“, sagt Spielertrainer Alexander Nock, der Nachfolger von Dirk Ropers. Der SV Ruschwedel beginnt am 4. Mai um 15 Uhr mit einem Heimspieltag gegen Ahlhorn und Solingen-Ohligs.

1. Bundesliga Frauen

Der TSV Essel hat mit personellen Problemen zu kämpfen. So wird Service-Spielerin Hanna Steffens der Mannschaft berufsbedingt nicht immer zur Verfügung stehen. Auch Mittelspielerin Mette Wohlers steht wegen eines Auslandsaufenthalts nicht im Kader. Und: Die ehemalige Nationalspielerin Seike Dieckmann hat ihren Rücktritt erklärt. Also keine guten Prognosen für die Mannschaft von Trainer Michael Heuckeroth. Essel bestreitet seinen Auftakt am 5. Mai in Wuppertal gegen Solingen-Ohligs und Ahlhorn.

Der Lokalrivale MTV Wangersen kann sich gute Chancen auf den Klassenerhalt ausrechnen. In der vergangenen Saison belegte die Mannschaft von Trainer Bernd Schnackenberg den grandiosen sechsten Tabellenplatz. Und das dürfte auch jetzt realistisch sein. Denn die Mannschaft ist eingespielt, auf allen Positionen doppelt besetzt und kann zusammen mit seiner zweiten Mannschaft trainieren, die immerhin in der zweiten Liga spielt. „Ein gewisser Vorteil für uns“, sagt Schnackenberg. Der MTV Wangersen trifft am 5. Mai auswärts gegen Kellinghusen und Schneverdingen an.

2. Bundesliga Frauen

Der SV Düdenbüttel hat ein klares Ziel: Die Qualifikation zur neuen 2. Bundesliga Nord-Ost. Dafür muss die Mannschaft von Trainerin Karen Mügge am Ende der Saison zu den ersten Vier gehören. „Das muss einfach für uns möglich sein“, sagt Mügge. Der fünfte Platz berechtigt noch zur Teilnahme an der Relegation. Allerdings kann der SV Düdenbüttel nur freitags trainieren, da die Spielerinnen unter der Woche an ihren Studienorten sind und sich bei anderen Vereinen fit halten. Fraglich ist, wie sich der Abgang von U21-Nationalspielerin Melissa Leopold zum Ahlhorner SV auswirkt. „Das werden wir ganz einfach kompensieren“, sagt Mügge.

Der MTV Hammah ist bereits länger in der Vorbereitung. Trainer Maik Bammann ruft an zwei Tagen zum Training. Mit Diana Hürst aus Schwerin konnte der MTV eine exzellente Angreiferin gewinnen. „Im Angriff waren wir zuletzt nicht stark genug, was in der Halle auch für den Abstieg sorgte“, sagt Bammann. Das Ziel ist Platz vier. Mit seiner erfahrenen Mannschaft dürfte das realistisch sein.

Vor einer schweren Saison steht Aufsteiger MTV Wangersen II, der mit einer blutjungen Truppe in die Saison geht. Zwar peilt man Rang fünf an, was aber ein schwieriges Unterfangen werden dürfte. Das ist auch Trainerin Vivien Werner bewusst. Positiv könnte sich auswirken, dass die Mannschaft im Training mit der Ersten viel lernen kann. Am 5. Mai um 11 Uhr kommt es in Hammah zu den Derbys mit den anderen Teams aus dem Kreis Stade.

„Die Jungs sprühen nur so vor Spiellaune“, sagt Stephan Werner, Trainer des Erstligisten Wangersen.

„Die Jungs sprühen nur so vor Spiellaune“, sagt Stephan Werner, Trainer des Erstligisten Wangersen. Foto: Bartsch

Der Erstligist TSV Essel kämpft mit personellen Problemen.

Der Erstligist TSV Essel kämpft mit personellen Problemen. Foto: Bartsch

Michael Heuckeroth (links) und Stephan Werner kämpfen mit ihren Teams wohl um den Klassenerhalt.

Michael Heuckeroth (links) und Stephan Werner kämpfen mit ihren Teams wohl um den Klassenerhalt. Foto: Bartsch

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