TDennis Dodt holt Medaille und zollt dann Tribut - War das die letzte DM?
Dennis Dodt hat sich eine weitere DM-Medaille geschnappt. Foto: privat (Archiv)
Dennis Dodt hat bei der norddeutschen und der Deutschen Meisterschaft seine Medaillensammlung erweitert. Die Freude hält sich bei dem Läufer des VfL Stade aber in Grenzen.
Stade. Bei der norddeutschen Meisterschaft in Cottbus war Dennis Dodt (M50) in seiner Altersklasse „ohne Konkurrenz“. Die 800 m lief er bei starkem Wind in 2:14,88 min. „Das war total in Ordnung“, sagt er. Über die 1500 m brauchte er am nächsten Tag 4:42,44 min. „Meine schlechteste Zeit ever.“
Er sei mental und körperlich extrem müde gewesen und hatte Motivationsprobleme. „Es passte eigentlich nichts, außer der Goldmedaillen“, so Dodt. Seit er 2022 auf die Bahn gewechselt ist, hat er nun zehn Titel bei norddeutschen Meisterschaften geholt.
Die jetzige DM sollte ein Höhepunkt werden
Dodt konnte zwei Wochen regenerieren. „Ich war im Vorfeld auf die DM sehr emotional, weil mir bewusst ist, dass es meine letzte DM sein könnte“, sagt er. Dodt hat sich in den vergangenen Jahren schon einigen komplizierten Operationen unterzogen. „Die Teilprothese fürs Knie scheint unausweichlich, ob es danach weitergeht, ist völlig offen.“
Über die 1500 m wollte Dodt noch einmal Deutscher Meister werden. Vor drei Jahren holte er sich die Titel über 800 und 1500 m am selben Ort, in Mönchengladbach.
Er ging mit der drittbesten Zeit dieses Jahres ins Rennen. Taktisch habe er dann „alles richtig gemacht“. Mit einer „bärenstarken Schlussrunde“ stürmte er noch auf Platz 2. Titelverteidiger Tim Gollisch war aber einfach zu stark.
T Clara Passauer schafft es in zwei Endkämpfe bei der DM
„Es war mein schnellster 1500m-Lauf bei einer DM“, sagt Dodt. Nach Bronze, Gold und noch zwei Mal Bronze hätte ihm Silber ja eh noch gefehlt, tröste er sich selbst mit ein wenig Ironie.
Weiterer Medaillengewinn bleibt aus
Über die 800 m wollte Dodt noch einmal nach Silber greifen. „Gold war eh klar an Daniel Brün vergeben, er war eine Woche zuvor deutschen M50-Rekord gelaufen“, sagt Dodt.
Seine Beine wurden dann immer schwerer und er schaffte es als Vierter über die Ziellinie. „Klar war ich enttäuscht.“ Sein ärgster Konkurrent Massimo Lupisella hatte die 1500 m ausgelassen und war frischer.
Über die abschließenden 400 m verfehlte Dodt sein Ziel „deutlich“.
Dodt freue sich aber über die Silbermedaille. Es war seine zehnte DM-Medaille in den letzten fünf Saisons. Jetzt muss er hoffen, dass noch eine weitere Wettkampfsaison auf diesem Niveau möglich ist.
Die WM in Südkorea „ist aber noch sehr verlockend“, sagt Dodt, er ist gemeldet über 800 m, 400 m und 8 km Crosslauf. Dem Knie zum Trotz.
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