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Winterbilanz

Schneereichster Winter seit Langem: Schleswig-Holstein und Hamburg ziehen Bilanz

Der Norden erlebte den schneereichsten Winter seit 2012. (Symbolbild)

Der Norden erlebte den schneereichsten Winter seit 2012. (Symbolbild) Foto: Birgitta von Gyldenfeldt/dpa

Eieskälte und schneereiche Tage: Die Menschen in Schleswig-Holstein und Hambuger erlebten einen Winter der Extreme. Hier kommen die beeindruckenden Zahlen.

Von dpa Freitag, 27.02.2026, 15:25 Uhr

Kiel. Mit rund 30 Schneedeckentagen erlebte Schleswig-Holstein den schneereichsten Winter seit 2012. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Am kältesten war es demnach am 11. Januar mit minus 18,6 Grad in Hattstedt (Kreis Nordfriesland). Zum Winterende nahm die Milderung spürbar an Fahrt auf; am 27. Februar konnten Höchstwerte um 16 Grad Celsius gemessen werden.

Temperaturen stiegen im Vergleich zu früher

Trotzdem war der Winter 2025/26 mit einer Temperatur von 1,9 Grad Celsius 1 Grad wärmer als der Mittelwert der internationalen Referenzperiode 1961 bis 1990 (0,9 Grad). Mit rund 120 Liter pro Quadratmeter fiel nur gut zwei Drittel der üblichen Niederschlagsmenge (180 l/m²). Der Vergleich mit dem Mittelwert der Referenzperiode 1961-1990 ermöglicht eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels. In die Durchschnittswerte fließen sowohl die Tages- als auch die Nachttemperaturen mit ein.

In puncto Sonnenscheindauer wurde mit 135 Stunden (138 Stunden) die klimatologische Zielsetzung erfüllt. Im Ländervergleich war Schleswig-Holstein jedoch sonnenscheinarm.

Ähnliche Zahlen für Hamburg

In Hamburg gilt der Jahreswechsel 2025/26 als schneereichster Winter seit 2010. „Insgesamt gab es rund 40 Schneedeckentage“, berichtete der DWD. Die Niederschlagssumme belief sich auf rund 150 Liter pro Quadratmeter, das sind 24 Liter weniger als im Vergleich zur international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Die Sonnenscheindauer erreichte 145 Stunden, das sind elf Stunden mehr als zur Referenzperiode.

Trotzdem war der vergangene Winter mit durchschnittlich 2,0 Grad 0,8 Grad wärmer als im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert zur Referenzperiode (1,2 Grad). Am kältesten war es laut Wetterdienst am 11. Januar mit minus 14,3 Grad. Am 26. Februar wurden Höchstwerte um 17 Grad gemessen; sie verliehen dem Winter einen milden Ausklang.

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