TDollerner Zahnarzt ärgert sich über Gemeinderat – jetzt kandidiert er selbst
Dr. Klaus-Peter Wilkens (66) will in den Dollerner Gemeinderat einziehen - ohne Partei, Fraktion oder Gruppe. Foto: Buchmann
Als Bürger fühlte Klaus-Peter Wilkens dem Dollerner Gemeinderat gerne auf den Zahn. Doch der Umgang nervte ihn. Jetzt hat er sich selbst zur Wahl aufgestellt - ohne Parteihilfe.
Dollern. Dr. Klaus-Peter Wilkens will in der kommenden Wahlperiode in den Dollerner Gemeinderat einziehen. Der 66-jährige Dollerner, der auf dem Wahlzettel als Einzelwahlvorschlag steht, ist kein Unbekannter: Mehr als 35 Jahre praktizierte Wilkens als Zahnarzt in Dollern, zuletzt in einem ehemaligen Gasthof an der B73.
Wilkens tritt bewusst als Einzelkandidat an, ohne Unterstützung einer Partei, Fraktion oder Gruppe. Als Bürger war er bereits regelmäßiger Gast in den Dollerner Gemeinderatssitzungen. Jetzt will er selbst mitentscheiden. „Es hat mich genervt, dass man als interessierter Bürger höchstens einmal Fragen stellen konnte, die teilweise auch nur unbefriedigend beantwortet wurden“, sagt Wilkens.
Mehr Transparenz bei Entscheidungen gegenüber Bürgern schaffen
Als Bürger habe er zudem den Eindruck gehabt, dass weitreichende Entscheidungen „offenbar im Vorwege“ bereits ausdiskutiert worden waren. „Der Öffentlichkeit blieb die Argumentation zur Entscheidungsfindung verborgen“, kritisiert Wilkens und ergänzt: „Das möchte ich ändern.“
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In seinem Wahlprogramm hat sich Wilkens einige Themen vorgenommen. So will er sich für einen sorgsameren Umgang mit den Gemeindefinanzen einsetzen und die Verkehrsberuhigung in Dollern, bei der „zum Teil gegen den ausdrücklichen Willen der Anwohner Maßnahmen durchgeführt wurden“, zusammen mit den Betroffenen sinnvoll korrigieren.
Fachwerk-Retter sollen finanziell unterstützt werden
Weiterhin möchte sich Wilkens um den Erhalt des historischen Dorfbildes bemühen. „Dollern besitzt noch mehr als zehn denkmalgeschützte Fachwerkhäuser mit Reeteindeckung“, sagt Wilkens, der durch die Sanierung des ehemaligen Gasthofes mit dem Thema bestens vertraut ist.
„Der Erhalt dieser Schätzchen fällt manch einem Eigentümer sicherlich noch deutlich schwerer als meiner Frau und mir“, sagt er. Er wolle sich dafür einsetzen, Wege zu finden, um Eigentümer finanziell beim Erhalt der Fachwerkhäuser zu unterstützen.
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