TDr. Ivo van der Voort: Das hat der neue Chefarzt am Stader Elbe Klinikum vor
Der neue Chefarzt der Inneren Abteilung am Stader Elbe Klinikum: Dr. Ivo van der Voort. Foto: Strüning
Sein Auftritt wirkt bescheiden, zurückhaltend. Dabei hat er klare Vorstellungen über die Zukunft seiner Abteilung: Dr. Ivo van der Voort, Chefarzt der Inneren in Stade.
Stade. Sein bisheriges Büro sah nicht nach Chefarzt aus: Ein altes Patientenzimmer war provisorisch für den Leiter der Klinik für Innere Medizin eingerichtet worden. Der große Umbau am Elbe Klinikum Stade fordert seinen Tribut. Van der Voort nahm es, darauf angesprochen zu werden, mit einem Lächeln. Bald zieht die Klinik in die alten, sanierten Räume.
Station mit 54 Betten und 5000 Patienten im Jahr
Er ist der Nachfolger von Professor Konturek, der jahrelang die Station geleitet hatte. Konturek war es auch, der van der Voort nach Stade lotste. Beide kannten sich aus einer gemeinsamen Zeit in Münster. Van der Voort übernimmt eine Station mit 54 Betten.
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Pro Jahr werden hier 1800 Patienten ambulant und 3200 Patienten stationär behandelt. Offiziell heißt die Abteilung „Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie, Stoffwechsel- und Infektionskrankheiten“. Die Internisten sind die Generalisten unter den Medizinern. Dennoch will van der Voort sich spezialisieren.
Stader Chef will Angebot mit Buxtehude abstimmen
Der neue Chef war zuletzt an mehreren Kliniken in Berlin angestellt, wo immer Konkurrenz zu anderen Hospitälern bestand. Jetzt freut er sich über eine schöne Stadt, einen gut aufgestellten Standort und ein interessantes Einzugsgebiet. Apropos Konkurrenz: Das Angebot seiner Klinik will er eng abstimmen in der Schwerpunktsetzung mit dem Buxtehuder Haus, das auch zu den Elbe Kliniken gehört.
Hier will sich die neue Chefin Mariam Nassery auf die Versorgung älterer Patienten spezialisieren, also auf die Geriatrie. Van der Voort liebäugelt mit speziellen Verfahren in der Gastroenterologie für den Magen- und Darmbereich.
Die Pläne des neuen Chefarztes der Inneren
Magen- oder Darmblutungen, Gallensteine, diverse Krebserkrankungen, Veränderungen an der Bauchspeicheldrüse, all das gehört zum Spektrum. Van der Voort will ein Verfahren vorantreiben, mit dem endoskopische, also minimalinvasive Eingriffe in die Gallenwege auch ohne Kontrastmittel möglich sind, um Gewebeproben zu entnehmen. Auch will er größere Gallensteine per Laser zertrümmern können.
Neu wäre im Elbe Klinikum, Polypen mit einem besonderen Verfahren großflächig abzutragen und so komplett zu entfernen. Auch das erfolgt endoskopisch.
Chefarzt lobt Zusammenarbeit mit anderen Medizinern
Der neue Chefarzt setzt dabei auf eine enge Verzahnung mit den anderen Abteilungen des Hauses. Er schätzt die kurzen Wege und die gelebte Kollegialität. Lobende Worte hat er auch für die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten, die sei gut etabliert. Das helfe, Diagnosen und Weichen für die Behandlung frühzeitig zu stellen. Mit den so genannten Zuweisern aus den privaten Praxen will er verstärkt das Gespräch suchen.
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Wäre es nach seinen Eltern gegangen, hätte der aus den Niederlanden stammende van der Voort einen technischen Beruf ergriffen, erzählt er. Doch sein Interesse am menschlichen Körper, wie der funktioniert und wie ihm bei Erkrankungen geholfen werden kann, war größer.
Gastroenterologie: „Es gibt nichts Schöneres“
Intensivmedizin und Chirurgie hatten es ihm anfangs schwer angetan, aber die Zahl der Studienplätze sei begrenzt gewesen. Also entschied er sich für die Gastroenterologie. „Eine schöne Alternative“, wie er findet, da er auch hier mit den Händen arbeiten kann. Heute sagt er mit einem leisen Lachen: „Es gibt nichts Schöneres.“
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