TDritter Sieg in Folge: D/A dominiert und lässt einige Großchancen liegen
Tom Sanne vergab gegen Delmenhorst eine 100-Prozentige, doch D/A holte den dritten Sieg in Folge. Foto: Struwe (Archiv)
Die SV Drochtersen/Assel verpasste dem Aufsteiger SV Atlas Delmenhorst die erste Heimspielniederlage. Der Sieg hätte torreicher sein können. Doch immerhin erfüllte sich ein Wunsch.
Drochtersen. Oliver Ioannou wollte eigentlich nicht rotieren. Die Mannschaft, die den überzeugenden 7:1-Sieg gegen den Eimsbütteler TV herausgeschossen hatte, soll sich einspielen, Automatismen erarbeiten, so der D/A-Trainer vor dem Auswärtsspiel.
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Doch Niclas Dühring musste angeschlagen zuschauen. Er hatte bekanntlich mit dem ebenso noch am letzten Transfertag verpflichteten Ole Wohlers sogleich auf der linken Seite harmoniert und gewirbelt gegen den ETV. Für ihn kam Jannes Elfers.
Ansonsten setzte Ioannou in der Startelf auf Torhüter Jesper Heim, Dominique Ndure, Luca Menke, Nico von der Reith, Ole Schulz, Jorik Wulff, Alla Aid Hamid, Tom Sanne, Christopher Schepp und eben Wohlers.
D/A kommt mit Wucht und Dominanz
D/A setzte den Gastgeber von der ersten Minute an mächtig unter Druck. Besonders Wulff und Hamid wirbelten laufstark und zweikampfstark. Schon in der zweiten Minute glänzte der Taktgeber Wulff mit einem Ballgewinn und Hamid schickte Schepp in die Tiefe, der Stürmer wurde aber unsanft ausgebremst. Das hätte eigentlich einen Freistoß an der Strafraumgrenze geben müssen.

Christopher Schepp wurde in Delmenhorst ausgewechselt. Foto: Struwe (Archiv)
In der sechsten Minute traf Hamid den Ball nach einer Wohlers Flanke nicht richtig, er stand in bester Position an der Fünfmeterlinie.
D/A entfachte Dauerdruck. Nach zehn Minuten war es dann soweit. Wieder einmal Hamid über die rechte Seite, seine Hereingabe konnte Altlas-Spieler Niklas Tepe nicht richtig klären. D/A bejubelte die 1:0-Führung nach einem Eigentor. Die Führung war verdient. Zuvor hatten Schepp, Wohlers und Sanne das Spiel schnell und das Spiel breit gemacht.
Der Gastgeber wird nur zwei Mal gefährlich
In der 13. Minute war es dann Innenverteidiger Menke, der den Ausgleich verhinderte, als er in letzter Sekunde den Ball vorm Abschluss blockte.
D/A kontrollierte das Spiel, erspielte sich in der Phase aber zu wenige Chancen. Hamid versuchte es in der 20. Minute dann aus der Distanz. Drei Minuten später dann wieder eine Großchance: Wohlers verwertete einen Pass von Wulff per Hacke, doch der Atlas-Keeper packte einen Super-Reflex aus.
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In der 28. Minute sah Ioannou die Gelbe Karte, weil er eine Fehlentscheidung monierte. Zuvor war D/A schon ein klarer Freistoß und ein Einwurf verweigert worden.
In der 30. Minute spielte Ndure Stürmer Sanne mit einem feinen Pass in die Tiefe frei, Sanne muss das 2:0 machen, das war eine 100-Prozentige - doch der Atlas-Torhüter pariert wieder ganz, ganz stark.
Das sich die Fahrlässigkeit dann nicht rächte, war D/A-Torhüter Heim zu verdanken. Erst machte er sich bei einem Distanzschuss vom Eigentor-Torschützen Tepe ganz lang. Bei der anschließenden Ecke verhinderte er den Ausgleich aus dem Gewusel heraus aufmerksam. Wohlers versuchte es dann noch einmal aus der Distanz, knapp vorbei. Die 1:0-Führung zur Pause war aus D/A-Sicht zu wenig.
Delmenhorst versucht am Spiel teilzunehmen
Nach dem Seitenwechsel spielte Delmenhorst dann durckvoller, wollte eindeutig mehr Eigeninitiative zeigen. D/A musste nun mehr verteidigen und fand in den ersten Minuten nicht zu der Dominanz aus der ersten Halbzeit.

Nico von der Reith erzielte ein Traumtor. Foto: Struwe (Archiv)
In der 57. Minute spielten Sanne und Wohlers dann eine Konterchance mangelhaft aus. Drei Minuten später machte es dafür Kapitän von der Reith sehenswert. Er schlenzte den Ball nach einer schnell ausgeführten Ecke aus gut 20 Metern gefühlvoll über den Torhüter hinweg ins lange Eck. 2:0.
Nur eine Minute später vergab Hamid eine Großchance. D/A hatte die Kontrolle zurück.
In der 71. Minute traf der eingewechselte Sean Busch nur den Pfosten.
In der Nachspielzeit erhöhte Philipp Aue noch auf 3:0. Dennoch: Die Drochterser mussten sich nur ankreiden lassen, dass sie zu wenig Ertrag aus ihrer Überlegenheit und dem Chancenplus schlugen.
Dafür erfüllte sich der Wunsch von Ioannou: D/A spielte erstmals in dieser Saison zu Null. Delmenhorst hatte in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren.
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