TDrochtersen startet konkrete Planung für neue Grundschule
Die Grundschule Drochtersen soll ersetzt werden. Foto: Knappe
Jetzt hat auch der Gemeinderat Drochtersen den Weg für den Neubau der Grundschule freigemacht - trotz Streits um die Schülerzahl.
Drochtersen. Der Gemeinderat Drochtersen hat den Neubau der Grundschule auf die nächste Stufe gehoben: Die konkrete Planung kann beginnen, wie Bürgermeister Mike Eckhoff erklärte. Es folgen unter anderem eine funktionale Leistungsbeschreibung und ein Raumprogramm.
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Vor der Entscheidung entzündete sich eine emotionale Debatte über Größe und Kosten des Projekts. Die CDU unterstützt das Projekt, kritisierte aber die bisherige Planung. Der zuständige Arbeitskreis habe Anmerkungen der Fraktion ignoriert und „schlechte Arbeit“ geleistet, sagte Hannes Hatecke.
Widerspruch kam vor allem von der FWG: Cornelius van Lessen und Yvonne Neumann nannten die Bildung der Kinder das höchste Gut. Kai Schild (SPD): „Jeder in die Schule investierte Euro ist ein gut investierter Euro.“
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Obergrenze und nicht Planungshorizont
Kern des Streits war die für die Schulgröße genutzte Schülerzahl. Die CDU monierte, die Verwaltung plane mit 312 Schülern, obwohl Drochtersen bislang nie mehr als 220 Grundschüler gezählt habe.
Würde sich an der Gebäudegröße etwas ändern, wenn man etwa mit 216 statt 312 plant? Laut Verwaltung nein, da die Zahl der Klassenräume von der geplanten Dreizügigkeit abhängt, nicht von der Schülerzahl pro Klasse.
Stefan Knütel (SPD) warb dafür, die weitere Planung gemeinsam und demokratisch anzugehen. Am Ende stimmte der Rat viermal einstimmig:
Die Schule soll mit einem Totalunternehmer realisiert werden, wie es der Verwaltungsausschuss empfohlen hatte. Bei diesem Modell übernimmt ein einziges Unternehmen Planung und Bau aus einer Hand, was für die Gemeinde weniger Koordinationsaufwand bedeutet.

So könnte der Zeitstrahl von bis zur Fertigstellung aussehen. Die Angaben beruhen auf Annahmen von Drees & Sommer. Foto: TAGEBLATT/Notebook.lm
Bieterentschädigung: Eckhoff sorgt für Klarheit
Ein externer Partner begleitet die Vorbereitung und die Vergabe bis zum Vertragsabschluss, inklusive der Leistungsbeschreibung. Dafür stellt die Gemeinde außerplanmäßig 300.000 Euro bereit, darin enthalten sind die Kosten einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung.
Die Mittel für die eigentliche Baumaßnahme sollen in den Haushalt 2027 und die mittelfristige Finanzplanung einfließen.
Im Bau-Ausschuss war die Frage der Bieterentschädigung offen geblieben. Eckhoff stellte klar, dass eine gesetzliche Pflicht besteht: Unterlegene Bieter, die Lösungsvorschläge eingereicht haben, müssen angemessen vergütet werden. Die Abstimmung von Details vertagte der Rat.
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