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Fußball-Landesliga

T„Dynamisch und detailversessen“: So tickt der neue Harsefelder Trainer

Nabil Toumi hat hochklassige Teams trainiert. Jetzt geht er in die Landesliga.

Nabil Toumi hat hochklassige Teams trainiert. Jetzt geht er in die Landesliga. Foto: Vivian Pfaff/Lobeca.de

Der TuS Harsefeld hat einen Nachfolger für Nico Matern auf der Trainerposition gefunden. Ab Sommer übernimmt ein Mann, der zuletzt in der Regionalliga aktiv war.

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Von Daniel Berlin
Sonntag, 01.02.2026, 17:50 Uhr

Harsefeld. An der Seitenlinie des Fußball-Landesligisten steht ab Sommer Nabil Toumi. Alexander Martens, der Sportdirektor des TuS Harsefeld, charakterisiert den A-Lizenz-Inhaber, der Nico Matern beerben wird, so: „Jung, dynamisch, leistungsorientiert, detailversessen.“

Nico Matern wechselt im Sommer nach Heeslingen.

Nico Matern wechselt im Sommer nach Heeslingen. Foto: Berlin

Seit zwei Jahren besteht der Kontakt zwischen Toumi und Martens. Aus losen Gesprächen über die Lage des Fußballs und interessante Spieler im Allgemeinen entstand die Idee einer Zusammenarbeit. Toumi, so erzählt es Martens, habe sich sofort mit dem aktuellen Kader auseinandergesetzt. Der 43-Jährige analysierte die meisten Landesligaspiele des Tabellenfünften per Video und entwickelte längst erste Ansatzpunkte.

Als Co-Trainer von Timo Schultz bei St. Pauli

Nabil Toumi ist in der Szene kein unbeschriebenes Blatt. Fußballerisch wuchs Toumi beim Harburger TB auf. Der Trainer Toumi arbeitete am Nachwuchsleistungszentrum des FC St. Pauli und betreute die U17 und die U19 jeweils als Co des späteren Bundesligatrainers Timo Schultz. Er wechselte zum Oberligisten TSV Buchholz 08 und schließlich in die Regionalliga Nord. Von Juli 2024 bis Januar 2025 trainierte er Teutonia 05.

„Nabil weiß um die Stellschrauben, an denen er drehen muss. Er kann die Spieler abholen und weiterentwickeln“, sagt Alexander Martens. Der TuS bezieht seinen Neuen jetzt in die Kaderplanung für die nächste Saison ein. In den nächsten Tagen werde Toumi Kontakt zu seinen künftigen Spielern aufnehmen.

Toumis Fußballpause dauert jetzt etwa ein Jahr. Er lebt mit seiner Familie in Heimfeld und arbeitet als Maschinenbauingenieur in Hamburg. Bis zum Trainingsplatz nach Harsefeld ist Toumi nur eine halbe Stunde unterwegs. Was treibt ihn an? Und vor allem: Warum Landesliga bei der fußballerischen Vita?

Das Experiment Teutonia 05 ist gescheitert

„Ich schaue mir Projekte an“, sagt Toumi. Die Spielklasse ist dabei nicht entscheidend. Landesliga sei auch kein Rückschritt. Er hatte einfach wieder Lust auf Fußball. Bei Teutonia habe er „Bock“ gehabt, junge Spieler zu entwickeln, mit Hamburger Talenten zu arbeiten.

In den Hamburger Club hatten finanzkräftige Sponsoren jahrelang viel Geld gepumpt. Der Aufstieg in die 3. Liga blieb aus. Teutonia dachte um und setzte vermehrt auf junge Talente aus der Region. In dieser Phase trainierte auch Toumi die Mannschaft. Allerdings zog sich der Verein kurze Zeit später aus der Regionalliga zurück und spielt heute in der Hamburger Oberliga.

In Harsefeld reizen Nabil Toumi neben dem Sportlichen vor allem die Rahmenbedingungen. Bei Teutonia hatten die Fußballer trotz der Ambitionen diese Bedingungen nicht. Beim TuS sei die Infrastruktur top. Als „Luxussituation“ bezeichnet Toumi die Plätze. Fußballerisch steckt Toumi schon weit in der Materie.

Toumi legt sich nicht auf Philosophie fest

„Die Mannschaft hat viel Potenzial für ambitionierten Landesliga-Fußball“, sagt Toumi. In seiner Video-Analyse habe er „tolle Sachen“ gesehen, Materns gute Ideen. Toumi selbst legt sich auf eine Philosophie nicht fest. Die bestimmt zum Großteil der Kader. Er sei variabel.

Nabil Toumi will für den TuS Harsefeld unter ihm als Trainer „ein Gesicht finden“. Rennen, Kämpfen, Pressen, Ballbesitz. Am Ende macht es die Mischung. Der Neue bekommt zudem einen neuen Co-Trainer.

Marcel Jacobi wird ab Sommer Co-Trainer der ersten Mannschaft.

Marcel Jacobi wird ab Sommer Co-Trainer der ersten Mannschaft. Foto: FuPa (nomo)

Weil Maxim Depperschmidt das Trainerteam verlässt, benötigt der Verein Ersatz. Mit Marcel Jacobi steht ein Co-Trainer bereit, der den Verein genau kennt und viele Jahre die zweite Mannschaft betreute.

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