TEin Jahr in Stade: Das haben Fiori und Andrea als Austauschschüler erlebt
Andrea Politi und Fioravante Toscan Pedron waren ein Jahr in Stade. Organisiert wurde der Austausch von Pirka von der Wense und Matthias Bähre von den Rotary Clubs Stade und Stade-Elbmarschen. Foto: Haardt
Fiori und Andrea kommen aus Brasilien und Italien, nun kehren sie zurück. Was war in Stade der größte Schock? Wie lief es mit der Sprache, was werden sie vermissen?
Stade. Die Rotary Clubs Stade und Stade-Elbmarschen senden jährlich im Zuge ihres Schüleraustauschs junge Menschen aus Stade für mehrere Monate in alle Welt. Im Gegenzug dafür kommen internationale Schüler nach Stade und verbringen hier ein Schuljahr. Für Fioravante Toscan Pedron, genannt Fiori, aus Brasilien und Andrea Politi aus Italien, war das eine spannende Zeit.
Stade ist sehr schön aber klein
Was war der größte Kulturschock?
Fiori ist direkt aufgefallen, dass Deutsche sehr genau auf Ampelsignale achten. Das sei in Brasilien anders. „In Deutschland machen die Menschen alles sehr genau”, erzählt er. Dazu gehört für ihn auch die Pünktlichkeit, die in Deutschland wichtig sei.Städtepartnerschaft
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Andrea erklärt, dass es für ihn keine großen Schocks gab. Insgesamt seien sich Deutschland und Italien sehr ähnlich. Aber er findet die Straßen in Deutschland ordentlicher als in Italien.
Was waren eure ersten Gedanken in Stade?
„Als wir im August ankamen, war es noch bis 10 Uhr hell. Das war ungewohnt”, erzählt Fiori. Da Brasilien am Äquator liegt, sind dort Tage und Nächte in etwa gleichlang und die Sonne geht zu allen Jahreszeiten früh unter: am längsten Tag in Brasilien, dem 21. Dezember, zum Beispiel um 18.40 Uhr. Zusätzlich zu den langen Tagen in Deutschland war die Größe Stades eine Umstellung für Fiori: „Stade ist sehr schön, aber ein bisschen klein.”

Für Fiori waren die langen Tage in Deutschland eine Umstellung. Foto: Haardt
Andreas allererster Gedanke in Stade ging in eine andere Richtung: „Ich fand am Anfang die Vorstellung komisch, hier ein ganzes Jahr zu bleiben.”
Was ist euer Lieblingsort in Stade?Fiori und Andrea haben zwar in unterschiedlichen Gastfamilien gewohnt, haben aber viel gemeinsam unternommen. Mit ihren Mitschülern vom Athenaeum waren sie oft bei Planet Bowling zum Billardspielen und anschließend gegenüber beim Dönerladen. Diese Orte haben ihnen in Stade besonders gut gefallen.
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Wie lief es mit der Sprache?Andrea hatte keine Schwierigkeiten sich zu verständigen, weil er Deutsch bereits in der Schule gelernt hat. „Manchmal waren die Fachwörter in der Schule schwierig, aber jetzt habe ich keine Probleme mehr, auch Sachen in Physik oder Chemie zu verstehen”, erzählt er.

Andrea ist mit der Sprache direkt gut klargekommen und hat mittlerweile auch mit Fachwörtern keine Probleme mehr. Foto: Haardt
Bei Fiori war das anders. Er hat vor dem Austausch nur einen Monat lang Deutsch gelernt und hatte am Anfang einige Probleme mit der Sprache: „Am Anfang habe ich eigentlich gar nicht gesprochen. Aber das wurde dann etwa nach dem dritten Monat besser.” Besonders schwierig auszusprechen findet er das Wort „tatsächlich”. Ungewohnt sind für ihn auch die Umlaute ä, ö und ü.
Was werdet ihr vermissen, wenn ihr wieder zu Hause seid?
In einem Punkt sind sich die beiden Austauschschüler einig. Vermissen werden sie vor allem die Menschen, die sie in den letzten Monaten kennengelernt haben. Das sind einerseits ihre Mitschüler, aber auch diejenigen, die sie beim Sport kennengelernt haben. Fiori hat Fußball gespielt und Andrea hat Triathlon gemacht. Das habe beiden geholfen, in der neuen Stadt anzukommen.
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Außerdem haben sie durch das Austauschprogramm inklusive Europareise, andere Rotary-Austauschschüler aus aller Welt kennengelernt. Mit denen haben sie sich sehr gut verstanden. „Das war wie eine Familie”, sagt Andrea.

Auf einer Europareise haben Andrea und Fiori andere Austauschschüler kennengelernt. Foto: privat
Fiori und Andrea haben fleißig mit den anderen Austauschschülern Pins ausgetauscht und an ihre Rotary Blazer geheftet. Am Anfang waren die blauen Blazer ganz schlicht. Jetzt sind sie mit unzähligen Ansteckern verziert, die Fiori und Andrea an viele Erlebnisse und Begegnungen erinnern.
So läuft das Programm ab
Die Rotary Clubs Stade und Stade-Elbmarschen suchen jedes Jahr Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren, die Lust auf ein Auslandsjahr haben. Jede Stader Familie, die ein Kind ins Ausland schickt, nimmt im Gegenzug einen Austauschschüler aus dem Ausland auf. Am 19. August laden die Clubs interessierte Schüler und Familien aus Stade zu einem Zoom-Treffen ein. Den Link dazu gibt es nach Anmeldung per Mail an einjahrimausland@myrotary.de.
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