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Kultur

TEin Schlossgespenst in Nottensdorf: Die Theatergruppe geht neue Wege

Mira Schröder und Alexa Aquimbag proben unter dem wachsamen Auge von Regisseurin Birthe Hoffmann.

Mira Schröder und Alexa Aquimbag proben unter dem wachsamen Auge von Regisseurin Birthe Hoffmann. Foto: Buchmann

Ende Februar heißt es in Nottensdorf wieder: Vorhang auf! Ein neues Stück und neue Gesichter warten auf die Zuschauer. Der Vorverkauf läuft dieses Jahr anders als üblich.

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Von Steffen Buchmann
Donnerstag, 08.01.2026, 14:50 Uhr

Nottensdorf. Die Theatergruppe Nottensdorf probt gerade fleißig im Dorfgemeinschaftshaus. Doch wer wieder eine übliche Bauernkomödie erwartet, dürfte Ende Februar überrascht werden: Mit „Das Gespenst von Canterville“ spielt die Truppe erstmals eine schaurig-lustige Komödie nach Oscar Wilde.

„Wir wollen die Leute mit etwas Neuem überraschen“, sagt Tanja Plaaß. Anfang November fand die erste Lesung statt, inzwischen sind auch Wandteile und Requisiten vom Dachboden fürs Proben auf die Bühne umgezogen. Für die Aufführung habe man sich ein paar besondere Spezialeffekte überlegt, auch eine rostige Ritterrüstung kommt zum Einsatz. „Mehr verraten wir jedoch noch nicht“, sagt Tanja Plaaß augenzwinkernd.

Worum geht es in dem Theaterstück?

Zur Geschichte: Nach den unheimlichen Ereignissen der Vergangenheit hat Lord Arthur (Sven Bürger) nun das Schloss der Cantervilles tatsächlich verkauft. Neuer Eigentümer ist Hiriam B. Otis (Klaus-Dieter Wittmann), der amerikanische Botschafter mit seiner „verhaltenskreativen“ Familie. So darf sich nun Familie Otis mit Sir Simon (Jörg Grothe), dem angeblichen Gespenst von Canterville, auseinandersetzen, das hier sein gruseliges Unwesen treiben soll.

Mira Schröder und Alexa Aquimbag beim Proben im Nottensdorfer Dorfgemeinschaftshaus.

Mira Schröder und Alexa Aquimbag beim Proben im Nottensdorfer Dorfgemeinschaftshaus. Foto: Buchmann

Allerhand Rätselhaftes, Übersinnliches, Lustiges und Phänomenales ruft schließlich Reverend Higgins (Ansgar Löhr) auf den Plan, ebenso wie die Geisterjägerinnen Donna und Doria (Tanja Schröder und Kerstin Domberg). Einzig Tochter Virginia Otis (Mira Schröder) hat Mitleid mit dem Gespenst. Sie glaubt nicht nur an seine Unschuld, sie ist auch die Einzige, die es erlösen könnte...

Neue Gesichter auf der Bühne

Unter Regisseurin Birthe Hoffmann proben derzeit 13 Darsteller auf der Bühne, darunter auch einige neue Gesichter. Tanja Schröder sprang vergangenes Jahr noch als Souffleuse ein, wenn jemand einen Texthänger hatte. Jetzt steht sie erstmals selbst auf der Bühne. Björn Lütje als Butler Benjamin gibt ebenso sein Debüt wie Lena Daweke als neue Schlossbesitzerin Mrs. Lucretia Otis.

Die 29-Jährige lebt seit kurzem in Beckdorf und bringt fünf Jahre Bühnenerfahrung vom Amateur-Theater Altona mit. „Ich wollte hier in der Region eine Gruppe finden, die örtlich besser zu erreichen ist“, sagt sie. Denn beruflich ist sie seit letztem Sommer in Stade als kaufmännische Mitarbeiterin in einem Bestattungsinstitut tätig. Lange Fahrten nach Hamburg seien daher inzwischen anstrengend - auch abhängig davon, ob wie lange man über die A7 braucht.

Lena Daweke bringt fünf Jahre Bühnenerfahrung aus Altona mit nach Nottensdorf.

Lena Daweke bringt fünf Jahre Bühnenerfahrung aus Altona mit nach Nottensdorf. Foto: Buchmann

Das Theater sei für sie eine schöne Kultur, die man weitergeben müsse. „Etwas wird greifbar, wenn man es auf der Bühne sieht“, sagt Lena Daweke. Dazu gehörten natürlich auch Fehler. Auf der Altonaer Bühne hat sie bisher Kindermärchen gespielt, deshalb freue sie sich auf ihre erste Komödie in Nottensdorf. Ihre Familie plane, zu den Aufführungen zu kommen, verrät sie.

Wichtige Änderung für den Kartenvorverkauf

Tanja Plaaß rechnet wieder mit vollen Sitzreihen ab der Premiere. Beim Vorverkauf der Eintrittskarten gibt es dieses Jahr eine Änderung: Er findet ausschließlich am 17. und 18. Januar von jeweils 14 bis 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus statt. Eine Onlinebestellung ist nicht möglich.

Den Verkauf übernehmen zudem Mitglieder der Theatergruppe, sagt Tanja Plaaß. Der bisherige Vorverkauf bei der Fleischerei Bartsch sei für die Mitarbeiter neben dem Tagesgeschäft nicht mehr möglich gewesen. Ab dem 20. Januar wird es jedoch Restkarten bei der Fleischerei zu kaufen geben sowie an der Tageskasse.

Aufführungen

Sonnabend, 28. Februar, um 19.30 Uhr (Premiere)

Sonntag, 1. März, 15.30 Uhr

Freitag, 6. März, um 19.30 Uhr

Sonnabend, 7. März, um 19.30 Uhr

Sonntag, 8. März, um 15.30 Uhr

Freitag, 13. März, um 19.30 Uhr

Sonnabend, 14. März, um 19.30 Uhr

Vor den Sonntagsaufführungen gibt es ab 14.30 Uhr Kaffee und Kuchen.

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