TEngelschoff: Beziehungschaos und eine vermeintliche Leiche im Schrank
Britta Nagel (links) spielte die misstrauische Frau Halt schon vor 23 Jahren. Jetzt steht sie gemeinsam mit Sarah Koppelmann und Dirk Hagenah auf der Theaterbühne in Engelschoff. Foto: Klempow
Im Schrank hängen einige Krawatten. Aber nicht nur. Um den Schrank, seinen Inhalt und das Chaos drumherum geht es demnächst auf der Bühne in Engelschoff.
Engelschoff. Lucas Jark hat ein bemerkenswertes Talent. Die Schranktür öffnet sich - und trotz des begrenzten Platzes im Schrank hängt er immer wieder anders an der Garderobenstange. Er mimt im neuen Stück des Tanzkreises Engelschoff einen jungen Mann in der Bredouille.
Eine vermeintliche Leiche im Schrank
Das Stück heißt „De Liek in‘t Schapp“. Und Lucas spielt eben diese Leiche. Zumindest muss der junge Mann so tun als ob. Damit hat das Stück auch bei vermeintlicher Bewegungslosigkeit einen echten Running Gag.
„Vor 23 Jahren haben wir das Stück schon mal gespielt“, sagt Kirsten Stüven-Diercks. Sie führt Regie. Eigentlich sollte es für die kommenden Aufführungen ein anderes Stück werden, aber die Besetzungsliste erforderte Improvisation. Nun spielt Britta Nagel die misstrauische „öllere Frau“, die mit ihrem Mann (gespielt von Dirk Hagenah) ins Atelier von Fotograf Johann Bloedt kommt.
Rendezvous mit chaotischem Verlauf
Die beiden betreten die Bühne, als aus dem Rendezvous des Fotografen schon längst ein Tohuwabohu mit eifersüchtigem Ehemann, undurchsichtigen Manövern und vielen Verwechslungen geworden ist. Britta Nagel lacht. „Vor 23 Jahren habe ich die gleiche Rolle gespielt. Das ist ein richtiger Besen“, sagt sie. Vermutlich war ihr Timing damals schon so gut.
Die erfahrene Theatertruppe des Tanzkreises hat ohnehin Improvisationstalent. Nachwuchs gibt es genug. Allerdings sind es vor allem junge Männer, die sich fürs plattdeutsche Theater melden. Tim Lünser ist einer von ihnen. Der Himmelpfortener spielt zum ersten Mal mit.
Improvisation auch bei der Oberkommissarin
Für die Auftritte der Overkommissarin Heimann aber fehlte noch eine Darstellerin. Kein Problem für Jakob Diercks, der mit Verve die Haare seiner blonden Perücke nach hinten wirft und sehr überzeugend in die Rolle der Overkommissarin schlüpft. Ob sie am Ende die vermeintliche Leiche aus dem Schrank befreit?
Premiere feiert „De Liek in‘t Schapp“ am Freitag, 27. März, um 20 Uhr im Danz- un Klönhus Engelschoff (Dorfstraße 41 b). Weitere Aufführungen gibt es am Samstag, 28. März (14 Uhr), Sonntag, 29. März (14 Uhr) und am Freitag, 10. April um 20 Uhr. Die Aufführung am Karfreitag ist bereits ausverkauft. Im Vorverkauf kosten die Karten für die Abendvorstellungen 8 Euro (Abendkasse zehn Euro), für die Nachmittagsvorstellung mit Kaffee und Kuchen jeweils 18 Euro (Kinder unter 14 Jahre fünf Euro). Die Karten gibt es nur bei Buch + Papier Peschel in Himmelpforten.
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Das Ensemble mit weißem Hemd und Krawatte. Letzere spielen eine gewichtige Rolle im Stück "De Liek in't Schapp". Foto: Tanzkreis Engelschoff