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TEx-Harsefeld-Coach: Das will Nico Matern mit seinem neuen Club erreichen

Der gebürtige Buxtehuder Nico Matern hat den Heeslinger SC zu dieser Saison übernommen.

Der gebürtige Buxtehuder Nico Matern hat den Heeslinger SC zu dieser Saison übernommen. Foto: Demmer

Der Druck ist groß: Nico Matern wechselte vor dieser Saison vom Harsefeld zum ambitionierten Oberligisten Heeslingen. Was sind seine Ziele? Der Buxtehuder im Interview.

Von Siegbert Demmer 03.07.2026, 17:05 Uhr

Heeslingen. Beim Heeslinger SC hat die heiße Vorbereitungsphase begonnen. Am Freitag trifft die Elf von Nico Matern (33) im Halbfinale der Elsdorfer Pokalwochen um 19.30 Uhr auf den Hemelinger SC.Zuvor traf die „Zevener Zeitung“ den neuen Trainer zum Gespräch.

Mit welchem ersten Eindruck bist du in die Mannschaft gekommen und wo siehst du die größten Stärken des aktuellen Teams?

Der erste Eindruck ist positiv. Die Jungs haben mich sehr gut aufgenommen. Die ersten Trainingstage dienten in erster Linie dem Kennenlernen. Die taktischen Aspekte folgen in den nächsten Wochen, sodass wir bis Mitte Juli hoffentlich top vorbereitet sind.

Du kennst bereits einige Spieler aus deiner eigenen aktiven Zeit als Spieler. Wie ist das neue Trainer-Spieler-Verhältnis?

Sehr positiv. Natürlich ist da ein gewisser Grad von ‚das ist ja noch mein Teamkollege‘, aber ich glaube, dass die zwei Jahre Abstand ganz guttaten, denn es muss schon eine gewisse Hierarchie vorhanden sein und die ist sie definitiv.

Hast du schon Vorstellungen davon, mit welchem System du in der neuen Saison spielen willst?

Ich habe eine Vorstellung davon, wie wir spielen wollen. Allerdings hängt die Umsetzung davon ab, welches Spielermaterial wir zum Saisonbeginn zur Verfügung haben. Natürlich ist es am Ende so, wie es jeder Trainer haben möchte: viel Ballbesitz und ein intensives Spiel. Wir wollen viel pressen, wir wollen hoch pressen, wollen laufstark und ekelig zu bespielen sein. Wir wollen, dass die Mannschaften, die nach Heeslingen kommen, wissen, dass es wenig Spaß macht, gegen den HSC zu spielen, denn da geht es richtig zur Sache.

Wollt ihr lieber Tore erzielen oder Tore verhindern?

Erst einmal Tore verhindern.

Welche Schwerpunkte setzt du in den nächsten Wochen der Vorbereitung – eher Fitness, taktische Abläufe oder Teambuilding?

Ehrlich gesagt, auf alle drei Punkte. Das Allerwichtigste ist erst einmal, dass die Spieler fit genug sind, 90 Minuten Vollgas zu geben. Dementsprechend ist der Fitnessaspekt ein Schwerpunkt der Vorbereitung. An zweiter Stelle kommen dann die taktischen Abläufe, die sich aber fast schon automatisch mit der Matchfitness ergeben. Dann folgt das Thema Teambuilding, das insbesondere während des Trainingslagers im Mittelpunkt stehen wird.

Es gab zum Saisonende einige Abgänge, aber auch drei Neuzugänge. Wie stellt sich die aktuelle Kadersituation aus deiner Sicht dar?

Fakt ist, wir würden gerne noch etwas in personeller Hinsicht machen, aber es muss natürlich auch passen. Andererseits ist bis zum 31. August noch reichlich Zeit. Es bieten sich beinahe täglich Spieler an, und wir müssen einfach schauen, ob es passen könnte. Wenn wir uns im offensiven Bereich noch verstärken könnten, wäre das schon großartig, aber wie gesagt: Es muss halt auch passen.

Eine Reihe von Oberligamannschaften hat sich zur neuen Saison enorm verstärkt. Wie schätzt du die Perspektive des Heeslinger SC ein?

Ich glaube, die Liga ist in diesem Jahr sehr, sehr stark. Ich denke da nur an Vereine wie Wilhelmshaven, Rehden, Hildesheim oder den LSK. Nicht zu vergessen, Lohne als Absteiger. Da kommt mit Sicherheit einiges auf uns zu. Aber wir werden von Spiel zu Spiel schauen und unsere Aufgaben möglichst positiv gestalten.

Gibt es bereits Saisonziele für die neue Spielzeit?

Darauf haben wir uns bislang noch nicht festgelegt. Einig sind wir uns aber alle, dass wir in dieser Saison im Pokalwettbewerb eindeutig mehr erreichen wollen als in den zurückliegenden Jahren.

Wie schätzt du die 1:5-Niederlage aus dem ersten Testspiel gegen Süderelbe ein?

Wir waren vor der Partie erst zwei Tage gemeinsam in der Vorbereitung. Darum ist mir das Ergebnis relativ egal, vor allem auch weil Süderelbe schon drei Wochen Vorbereitung hinter sich hatte. Es waren außerdem 35 Grad Celsius und unser Kader war nicht vollständig, da noch viele Spieler im Urlaub waren. Es war nur wichtig, dass sich die Jungs bewegen und niemand verletzt. Von daher ist das Ergebnis absolut irrelevant.

Was habt ihr euch für das Spiel gegen die Mannschaft aus Hemelingen, gegen die ihr am Freitagabend in Elsdorf antreten werdet, vorgenommen?

Gegen Hemelingen sieht es dann schon ein bisschen anders aus. Klar, es ist auch ein Testspiel, aber – und das habe ich den Jungs auch gesagt – es hat mehr Wettkampfcharakter, weil es auch die Elsdorfer Pokalwochen sind, die fast unser Heimturnier sind. Wir wollen definitiv ins Finale einziehen. Aber nichtsdestotrotz sind auch am Freitag noch einige Spieler im Urlaub, deshalb gucken wir, was passiert. Aber es geht mir in allererster Linie darum, dass wir das, was wir jetzt unter der Woche trainieren, also bestimmte Grundprinzipien und Abläufe, auf den Platz bringen. Man soll sehen, dass wir den nächsten Schritt in der Entwicklung gemacht haben.

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