T„Feine Kerle“: Fredenbecker verabschieden sich mit Sieg von eigenen Fans
Der Verein hätte ihn gern behalten: Zum Abschied gibt es eine kleine Bierdusche für Lauro Strothmann. Foto: Struwe
Nach dem Abpfiff des letzten Fredenbecker Heimspiels wird es emotional. Zeit für Verabschiedungen. Einen Spieler vermissen sie in der Geestlandhalle bald besonders.
Fredenbeck. Der VfL Fredenbeck bleibt zu Hause eine Macht. Vor annähernd 1000 begeisterten Fans schlagen die Fredenbecker den TSV Anderten am Samstagabend im letzten Heimspiel der Saison mit 34:31 (17:14) und rücken auf den sechsten Tabellenplatz (30:28 Punkte) vor.
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„Tschüss sagen gehört dazu.“ Lars Müller, Geschäftsführer der Fredenbecker Handballer, hatte es anfangs schwer, sich nach dem Spiel Gehör zu verschaffen. Fast alle Fans waren in der Halle geblieben, feierten die Mannschaft, aber auch Trainer Matthias Steinkamp und seinen Stab für die erfolgreichste Saison seit nunmehr zehn Jahren.
Drei Reservisten kompensieren die Ausfälle
Neben Lars Müller und dem Vereinsvorsitzenden Jörg Wichern hatten sich Mannschaft und Trainerstab aufgestellt, als Müller erneut anhob, um die Spieler zu ehren und die zu verabschieden, die zum Saisonende den Verein verlassen werden.
Torwart Arsenij Kotenko wechselt zum Regionalligisten SV Beckdorf. Jelmer de Vries kehrt in die Niederlande zurück. Die sportliche Zukunft von Chris-Ole Brandt ist unbekannt. Müller bescheinigte allen großen Einsatz für den Verein.

Bestritt sein letztes Heimspiel in der Geestlandhalle: Chris-Ole Brandt erzielte fünf Tore. Foto: Struwe
„Das sind alles feine Kerle, alle haben sich reingehängt“, sagt Müller. Kotenko, Brandt und de Vries sammelten wenige Spielanteile. Früh hatte der Verein die Trennung beschlossen. Aber gerade in den vergangenen Wochen, in denen der VfL Fredenbeck viele verletzungsbedingte Ausfälle verkraften musste, haben die Spieler funktioniert.
Bierdusche nach dem letzten Heimspiel
Ausführlicher ging Müller auf den Weggang von Lauro Strothmann ein, der sich im Laufe der Saison durch seine Leistungen in Abwehr wie Angriff zu einem zentralen Spieler der Mannschaft entwickelt habe. „Lauro hat uns schon frühzeitig signalisiert, dass er in seine Heimat zurückkehren wollte. Wir hätten ihn gerne hierbehalten“, so Müller.
Aber alle Bemühungen des Vereins blieben erfolglos. Müller gibt die Hoffnung trotzdem nicht auf, dass Strothmann eines Tages den Weg zurück nach Fredenbeck findet. Die Mannschaft quittierte diese Sätze mit Beifall und einer Bierdusche für Strothmann.
So lief das Spiel gegen Anderten
Handball gespielt wurde vorher auch. Der TSV Anderten erwies sich als der erwartet schwere Gegner. Zunächst aber trumpfte der VfL auf. Die Hannoveraner, sichtlich irritiert von der lautstarken Kulisse, verstolperten ihre ersten Angriffe.
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Fredenbecks Keeper Niklas Itzen war hellwach und parierte Hannoveraner Torwürfe. Nach gerade einmal sechs Minuten führten die Fredenbecker mit 5:1. Der Trainer des TSV Anderten nahm seine erste Auszeit.
Die Gäste versuchten nun, mit Tempo mehr Druck auf die Abwehr des VfL auszuüben. Mit Erfolg. Der TSV Anderten verkürzte auf 7:6 (10. Min.) und blieb nun für die weitere Spielzeit in Schlagdistanz zum VfL. Der ließ sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen.
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Angeführt von Torwart Niklas Itzen traf der VfL aus allen Angriffspositionen gegen sich mit großem Einsatz wehrende Hannoveraner. Beim Halbzeitstand von 17:15 war nichts entschieden. Itzen zeigte seine beste Saisonleistung.
Zwei Außenspieler überzeugen im letzten Heimspiel
Zu Beginn der zweiten Halbzeit versuchte der TSV Anderten, mit viel Emotionen und einer giftigen Abwehr das Blatt zu wenden. „Das war ein unangenehmer Gegner, die wollten bis zum Abpfiff gewinnen“, analysierte Trainer Steinkamp nach dem Spiel. Dafür leisteten sie sich aber zu viele Fehler.

Niklas Itzen zeigte gegen den TSV Anderten seine beste Saisonleistung. Foto: Struwe
Die Fredenbecker Außenspieler Laurenz Reiners und Timo Backofen, beide spielten fast durch, wurden im Angriff gesucht und nutzten ihre Chancen konsequent aus. Die Bank applaudierte. Der VfL Fredenbeck führte in der 40. Minute mit 25:18. Eine erneute Auszeit der Hannoveraner brachte keine Wende mehr.
Rote Karte gegen Lauro Strothmann
Die Fredenbecker ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Auch eine Rote Karte gegen Lauro Strothmann (45. Min.), er traf bei einer Abwehraktion seinen Gegenspieler im Gesicht, konnten der TSV Anderten nicht für sich nutzen. Die Fredenbecker zogen ihr Spiel durch, hielten ihren Gegner auf Distanz und gewannen souverän das letzte Heimspiel der Saison mit 34:31.
„Danke für Eure Unterstützung.“ Hinter einem blau-weißen Banner mit dieser Aufschrift versammelte sich das gesamte Team nach dem Schlusspfiff. Mit Getränken zogen die Spieler persönlich durch die Fanreihen und bedankten sich für die Unterstützung in den 15 Heimspielen der Saison.
Tore: Brandt 5, Brassait 3, de Vries 3, Backofen 7, Fick 6, Strothmann 5, Reiners 5.
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