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TFeuerwehrhaus Brest: Muster-Entwurf ist der Politik zu teuer

Der bevorzugte Entwurf der Feuerwehren: Eine Visualisierung der Variante „Feuerwehr überarbeitet“.

Der bevorzugte Entwurf der Feuerwehren: Eine Visualisierung der Variante „Feuerwehr überarbeitet“. Foto: Frenzel und Frenzel

Brest bekommt ein neues Feuerwehrhaus. Der Entwurf sollte eigentlich auch als Muster für andere Gemeinden dienen. Doch mit 2,4 Millionen Euro ist das dem Rat zu teuer.

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Von Pauline Meyer
08.10.2026, 14:30 Uhr

Brest. Das geplante Feuerwehrgerätehaus in Brest soll gebaut werden - allerdings günstiger als bislang gedacht. Anders als vorgesehen soll der Entwurf des Architekturbüros Frenzel und Frenzel auch nicht als Muster-Entwurf für andere Gemeinden fungieren. Der Samtgemeindeausschuss hat sich in dieser Woche dafür ausgesprochen, den erstellten Entwurf noch einmal überarbeiten zu lassen: Maximal zwei Millionen Euro soll das Gebäude kosten. Damit geht die Politik einen etwas anderen Weg als in der vergangenen Woche im Bauausschuss empfohlen.

Dort hatten die Ausschussmitglieder angesichts der veranschlagten Kosten von fast 2,4 Millionen Euro vorgeschlagen, das Vorhaben zunächst zurück in den Feuerwehrausschuss zu geben. Gemeinsam mit der Feuerwehr-Unfallkasse sollte geprüft werden, wo Einsparungen möglich sind. Der Samtgemeindeausschuss folgte dieser Empfehlung nun nicht vollständig. Stattdessen setzten sich Feuerwehr, Politik, Verwaltung und Architekten zusammen, um den bestehenden Entwurf direkt zu überarbeiten.

Arkaden gestrichen: Entwurf soll günstiger werden

Einige Möglichkeiten, die Kosten zu senken, wurden dabei bereits ausgemacht. So könnten weniger Spinde vorgesehen und der Schulungsraum kleiner geplant werden. Die Behindertentoiletten könnten in das Damen-WC integriert werden. Auch die Materialauswahl könnte zur Kostensenkung beitragen und die im bisherigen Entwurf vorgesehenen Arkaden, also überdachte Bereiche am Gebäude, sollen ebenfalls entfallen.

So könnte das Feuerwehrhaus in Brest aussehen: Der Entwurf „Variante B“.

So könnte das Feuerwehrhaus in Brest aussehen: Der Entwurf „Variante B“. Foto: Frenzel und Frenzel

Am grundlegenden Bedarf der Feuerwehr soll dabei nicht gerüttelt werden, betont Samtgemeindebürgermeisterin Ute Kück. Besonders wichtig seien die zwei Stellplätze des Typs 2, auf die die Feuerwehr großen Wert gelegt hatte. Damit soll berücksichtigt werden, dass künftige Fahrzeuge der Ortswehren möglicherweise größer ausfallen könnten. Die Planung soll zudem weiterhin so angelegt sein, dass das Gebäude bei künftigem Bedarf erweitert werden kann.

„Überdimensioniert“: Bauausschuss war für einen Kostendeckel

Dass überhaupt über Einsparungen gesprochen wird, liegt vor allem an den Kosten des bisherigen Entwurfs. In der Bauausschusssitzung hatte Gerhard Fitschen (Bürgerliste) das Gebäude als „überdimensioniert“ bezeichnet. Das Geld, das hier ausgegeben werde, könne später an anderer Stelle fehlen.

Auch Uwe Arndt (FWG) hatte sich dafür ausgesprochen, die Kosten zu reduzieren. „Ziel muss es sein, alle vier Gerätehäuser zu finanzieren, ohne, dass uns das Geld auf halbem Weg ausgeht“, sagte er. Gemeint sind Brest, Ahrensmoor, Ottendorf und Kakerbeck, die im Bedarfsplan weit oben auf der Liste für neue Feuerwehrgerätehäuser stehen.

„Die Wirtschaftlichkeit wurde während der Planung bedacht“, hatte Kück im Bauausschuss die Vorarbeit von Feuerwehr, Bauamt und Architekturbüro verteidigt. Gleichzeitig verwies sie darauf, wie viel Zeit und Mühe bereits in die Planung geflossen seien und dass eine Umsetzung dränge.

Kurze Wege: Bedarf der Feuerwehr im Fokus

Ursprünglich ging es bei dem Projekt um mehr als nur ein Feuerwehrhaus für Brest. Der Neubau sollte als Muster für künftige Feuerwehrgerätehäuser in der Samtgemeinde dienen. Die Idee dahinter: Ein wiederverwendbarer Entwurf könnte bei weiteren Bauprojekten Zeit und Planungskosten sparen.

Dafür hatte das Architekturbüro Frenzel und Frenzel mehrere Varianten entwickelt, die Architektin Sonja Borchers im Bauausschuss vorgestellt hatte. Zuvor hatten sich Feuerwehr, Verwaltung und Architekten intensiv mit den Anforderungen auseinandergesetzt.

„Es gab relativ klare Anforderungen an das Gebäude“, erklärte Borchers. Die Wege der Feuerwehrleute sollten möglichst kurz sein. Pkw-Stellplätze waren deshalb direkt am Gerätehaus vorgesehen, die Umkleideräume sollten unmittelbar an die Fahrzeughalle grenzen.

Idee eines Musterentwurfs ist erstmal vom Tisch

Von der Idee eines Musterentwurfs nimmt die Samtgemeinde nun allerdings Abstand. Der Grund ist vor allem die zeitliche Dringlichkeit. Brest soll möglichst schnell vorankommen, gleichzeitig steht auch in Ahrensmoor ein neues Feuerwehrgerätehaus an. Statt zunächst einen allgemein nutzbaren Mustergrundriss fertigzustellen, sollen nun die beiden konkreten Projekte vorangetrieben werden.

„Auch wenn ich mir einen Mustergrundrirss gewünscht hätte, Brest hat Priorität“, sagt Ute Kück angesichts der Dringlichkeit, den Neubau auf den Weg zu bringen. Direkt nach Brest soll Ahrensmoor folgen. Allerdings fehlt hier noch ein passendes Grundstück, weshalb der dafür notwendige Grunderwerb noch in diesem Jahr im Haushalt berücksichtigt werden soll.

Der Kostenrahmen für den Entwurf des Brester Feuerwehrgerätehauses ist mit maximal zwei Millionen Euro gesetzt. Nun soll der bestehende Entwurf entsprechend angepasst werden, ohne die für die Feuerwehr wichtigen Anforderungen aus dem Blick zu verlieren.

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