TFredenbeck gehen die Spieler aus: Trainer Steinkamp improvisiert
Jetzt hat sich beim VfL Fredenbeck auch noch Spielmacher Marten Franke verletzt. Foto: Potreck
Personell kriecht der VfL Fredenbeck in der 3. Liga auf dem Zahnfleisch. Die Verletztenliste ist lang. Ausgerechnet jetzt kommt der Spitzenreiter.
Fredenbeck. Nach zwei Auswärtsniederlagen erwarten die Drittliga-Handballer des VfL Fredenbeck nun den ungeschlagenen Tabellenführer TuS Spenge (Samstag, 3. Oktober, 19.30 Uhr) in der Geestlandhalle.
T „Nie aufgegeben“: Fredenbecker Flügelspieler in Torlaune
Mit 4:6 Punkten rangieren die Fredenbecker derzeit auf dem 11. Tabellenplatz. „Wir sind klarer Außenseiter,“ sagt Fredenbecks Coach Matthias Steinkamp. Die Mannschaft werde sich vor heimischem Publikum kämpferisch präsentieren und die Punkte keinesfalls herschenken. Die Außenseiterrolle könne auch befreiend wirken. Er, Steinkamp, sei jetzt als Trainer gefordert. Welche Spielabläufe passen zum verbleibenden Kader?
Die Verletzungsmisere
Eine nicht abreißende Serie von Verletzungen hat die Mannschaft seit Saisonstart gebeutelt. Nach dem Spiel am letzten Sonnabend waren erneut Ausfälle zu beklagen. Marten Franke fällt mit einem Muskelfaserriss für wahrscheinlich zwei Spieltage aus, Nick Heinsohn klagt über eine Handverletzung. Sein Einsatz ist ungewiss.
T Fredenbeck legt los: Hohe Erwartungen bei Fans und dem Trainer
Nicht nur für die Spieler, die noch zum Einsatz kommen können, auch für Matthias Steinkamp ist die Situation herausfordernd. „Da hilft kein Jammern. Ich nehme die Situation an, so wie sie ist.“ Und die zwingt ihn zu unkonventionellen Lösungen. So kamen gegen Eintracht Hildesheim zwei gelernte Außen, Tarek Wafdi und Michel Sumfleth, im Rückraum zum Einsatz. Auch im Mittelblock leisteten zuletzt Danny Müller und Nick Heinsohn Hervorragendes.
Junge Wilde im Vormarsch
Die derzeitige Verletzungssituation hat für den Trainer auch Positives, sie wirke als Katalysator der Entwicklung der Spieler aus der zweiten Reihe. „Wenn jetzt auch unsere jungen Spieler in der 3. Liga konkurrenzfähig sind, haben wir vieles richtig gemacht.“
Sumfleths Rollenwechsel vom Backup auf der Außenposition zum Spiellenker auf Rückraum Mitte, aber auch die Kaltschnäuzigkeit eines Tarek Wafdi auf der rechten Angriffsseite sind dafür aktuelle Beispiele. Sumfleth und Wafdi hätten ihre Rollen hundertprozentig angenommen und freuten sich zu zeigen, was sie können, so der Trainer. „Die sind happy.“
Fredenbeck und die Geduld
Etwas Luft haben sich Trainer und Mannschaft durch die kurzfristige Verpflichtung von Chris-Ole Brandt und Jonas Gerkens Rückkehr nach Verletzungspause verschafft. Für Fredenbecks Langzeitverletze Jesper Müller, Nils Schröder, Ben Lewermann und Malte Hagedorn schreitet der Genesungsprozess voran. Geduld sei aber weiterhin zwingend erforderlich.
Steinkamp hofft für Müller, Schröder und Hagedorn auf eine Rückkehr ins Mannschaftstraining in gut vier Wochen. „Dann brauchen sie aber noch einige Wochen der Vorbereitung.“ Bei Lewermann wird eine CT-Untersuchung in der nächsten Woche Klarheit schaffen. Steinkamps Hoffnung: der Einstieg in das Aufbautraining im Oktober.
Optimistischer Trainer
Trotz des schwierigen Starts in die Saison denkt Steinkamp positiv. Mit der Abwehr sei er sehr zufrieden. Auch in der Breite habe sich die Mannschaft entwickelt. Es fehlten derzeit im Angriff die Alternativen. Das ändere sich mit der Rückkehr der Verletzten. „Spätestens für die Rückrunde bin ich sehr optimistisch“.
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