Zähl Pixel
Erneuerbare Energie

TGemeinderat macht in Großenwörden den Weg für Agri-PV-Projekt frei

Drei Meter hohe beidseitige Agri-PV-Module ermöglichen weiterhin die landwirtschaftliche Nutzung.

Drei Meter hohe beidseitige Agri-PV-Module ermöglichen weiterhin die landwirtschaftliche Nutzung. Foto: Next2Sun

Gut 150 Leute kamen zur Info-Veranstaltung zum Thema Agri-PV. Jetzt soll ein B-Plan aufgestellt werden. Außerdem will sich Großenwörden am Kunstrasenplatz beteiligen.

author
Von Susanne Helfferich
Montag, 18.05.2026, 06:00 Uhr

Großenwörden. Die Gemeinde Großenwörden will den Weg für die Nutzung von Agri-PV bereiten. Während der jüngsten Ratssitzung haben die Mitglieder die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 11 „Agri-PV-Großenwörden“ beschlossen.

„Damit sind alle Behörden damit beauftragt, ihre Tätigkeit aufzunehmen“, verkündete Bürgermeister Martin Doerksen. Auch die Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten habe den Auftrag, den betroffenen Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern.

Ende Januar hatte das Unternehmen Next2Sun beantragt, ein entsprechendes Bebauungsplanverfahren einzuleiten und begleitend die Änderung des Flächennutzungsplanes der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten zu veranlassen.

So sollen die planerischen Voraussetzungen für die Errichtung einer Agri-PV-Anlage im Außenbereich der Gemeinde geschaffen werden. „Alle beteiligten Behörden sind nun beauftragt, entsprechende Tätigkeiten aufzunehmen“, erklärte Bürgermeister Martin Doerksen.

Bürgermeister: Die Mehrheit wünscht sich Agri-PV

Mitte April hatten zwei Mitarbeiter des noch jungen Unternehmens Next2Sun im Großenwördener Hof ihre Pläne vor rund 150 Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Am Ende gab es zwar keine Abstimmung, aber Bürgermeister Martin Doerksen ist sich sicher: 80 Prozent der Anwesenden seien für die Umsetzung von Agri-PV.

Einzelheiten zu Agri-PV-Parks sowie der vorläufige Anlagenplan sind einer Projektvorstellung sind im Ratsinformationssystem der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten zu finden (siehe unten). Aus den Plänen sind auch mögliche monetäre Vorteile für die Gemeinde, wie Gewerbesteuer, EEG-Beteiligung und Bürgerbeteiligung, zu entnehmen.

Die Kosten der Bauleitplanung würden auf der Grundlage von städtebaulichen Verträgen voll umfänglich vom Vorhabenträger übernommen, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Noch nicht final abgestimmt sei, welches Planungsbüro die Bebauungs- und Flächennutzungsplanung fachlich bearbeitet.

Großenwörden beteiligt sich an Kunstrasenplatz

Ein weiteres Thema der Ratssitzung war der geplante Kunstrasenplatz in Oldendorf. Der soll vereinsübergreifend genutzt und durch die entsprechenden Kommunen anteilig finanziert werden.

Der Gemeinderat stimmte geschlossen dafür, sich mit einem ermittelten Eigenanteil an dem Projekt zu beteiligen und befürwortet die Stellung eines Förderantrages.

Beteiligt sind die Sportvereine SV Burweg, TSV Großenwörden, SuSV Heinbockel, MTV Himmelpforten und FC Oste/Oldendorf. Die Samtgemeinde unterstütze entsprechende kommunale Verfahren im Rahmen der erlassenen Sportstättenförderrichtlinie mit maximal 60.000 Euro pro Jahr, heißt es in der Beratungsvorlage.

Umsetzung frühestens 2027

Wie berichtet könnte der vorhandene B-Platz im Rudolf-Pöpke-Stadion Oldendorf zum Kunstrasenplatz umgebaut werden. Die Kosten werden auf rund 800.000 Euro geschätzt. Eine neue Flutlichtanlage könnte durch die Umnutzung vermieden werden.

Der jeweilige Anteil der beteiligten Kommunen ist abhängig von den Nutzungsanteilen des Vereins. Der erforderliche Großenwördener Eigenanteil in Höhe von 35.000 Euro bis 38.000 Euro wäre im Haushaltsplan 2027 einzustellen. Eine Umsetzung erfolgt frühestens im Jahre 2027 - und auch nur, wenn Zuschüsse fließen.

Wer sich für die Präsentation zu Agri-PV interessiert, findet diese im Ratsinformationssystem unter www.oldendorf-himmelpforten.de

Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

T Kunstrasenplatz: Räte haben entschieden

Fünf Vereine planen gemeinsam einen Kunstrasenplatz in Oldendorf. Bei der Finanzierung des 800.000-Euro-Projektes sind sie auf die Gemeinden angewiesen. Drei haben nun entschieden.