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Machbarkeitsstudie

TGesundheitscampus soll einen Platz im Herzen Fredenbecks bekommen

Fredenbecks Samtgemeindebürgermeister Matthias Hartlef (links) und Investor Matthias Uhding auf dem Grundstück der geplanten Immobilie an der Fredenbecker Hauptstraße.

Fredenbecks Samtgemeindebürgermeister Matthias Hartlef (links) und Investor Matthias Uhding auf dem Grundstück der geplanten Immobilie an der Fredenbecker Hauptstraße. Foto: Herrmann

Aus der Idee ohne Gebäude ist ein Bauprojekt geworden: Der Gesundheitscampus als Zentrum medizinischer Versorgung für Fredenbeck und Oldendorf hat seinen Platz gefunden.

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Von Miriam Fehlbus
Samstag, 11.04.2026, 15:50 Uhr

Fredenbeck. Auf das Ergebnis wurde mit Spannung gewartet: Die Machbarkeitsstudie für die Errichtung eines Regionalen Versorgungszentrums (RVZ) in der Samtgemeinde Fredenbeck und der Gemeinde Oldendorf ist positiv ausgefallen. Danach hat der Rat der Samtgemeinde Fredenbeck einstimmig die Weiterverfolgung des Projekts beschlossen. Auch die benachbarte Gemeinde Oldendorf signalisiert ihre Bereitschaft, das Vorhaben gemeinsam über Samtgemeindegrenzen hinweg voranzutreiben.

Versorgung für alle Generationen

„Das RVZ ist ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit unserer Region. Mit der Unterstützung der Gemeinde Oldendorf, den Gesundheitsdienstleistern und einem erfahrenen Partner an unserer Seite können wir die Versorgung für alle Generationen langfristig stärken – und das nicht nur medizinisch, sondern auch sozial und digital“, sagt Fredenbecks Samtgemeindebürgermeister Matthias Hartlef.

Gestartet als Gesundheitscampus Fredenbeck

Das Projekt, das in enger Zusammenarbeit mit einem Investor realisiert werden soll, soll nicht nur eine Antwort auf den drohenden Ärztemangel sein, sondern ein zukunftsweisendes Modell für die Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen.

Gestartet wurde das Projekt als Gesundheitscampus Fredenbeck, gefördert über das Programm Zukunftsräume Niedersachsen. Bürger und Fachleute sammelten in den vergangenen zwei Jahren Ideen, werteten aus und hatten immer den Pilotprojekt-Charakter im Hinterkopf. Das Besondere in Fredenbeck: Zuerst wurden die Rahmenbedingungen bewusst ohne Baupläne geprüft - auch wenn der Name Campus schon etwas vermuten ließ.

Grundstück in der Ortsmitte und mit Bushaltestelle

Die Wahl des Ortes für das nun immer wahrscheinlichere Bauprojekt eines Zentrums ist nicht zufällig. Das Grundstück liegt mitten im Ort, gegenüber von Raisa-Markt und Volksbank und genau an einer Bushaltestelle. Das RVZ soll hier moderne Arbeitsbedingungen für Mediziner bieten.

Ein RVZ ist ein multifunktionales Gesundheitszentrum, das verschiedene medizinische, therapeutische und pflegerische Angebote unter einem Dach vereint. Im Mittelpunkt steht ein hausärztliches Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) in kommunaler Trägerschaft, in dem Ärzte als Angestellte arbeiten – mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und ohne das Risiko einer eigenen Praxis. Das birgt allerdings auch finanzielle Risiken für die Kommunen.

Ein Meilenstein: Entscheidung über die Rechtsform

Um das Projekt zu realisieren, sei nun eine konsequente Weiterbearbeitung erforderlich, betont Matthias Hartlef. Grundlegend sind Rahmenentscheidungen über die Rechtsform, die konkrete Zusammensetzung der Akteure, die Anforderungen an die Entwurfsplanung einer Immobilie und die Finanzierung.

Im ersten Schritt nimmt die Samtgemeinde Gespräche mit der GWU Projektentwicklungs GmbH + Co. KG aus Stade auf, um eine rechtlich und wirtschaftlich tragfähige Partnerschaft zu erarbeiten. Geschäftsführer Matthias Uhding aus Fredenbeck sieht das RVZ als große Chance.

Neben der hausärztlichen Versorgung sollen weitere Gesundheitsdienstleister als Mieter das Angebot im RVZ ergänzen. Denkbar sind Therapiepraxen, eine Apotheke, Pflegeangebote oder Facharztpraxen.

Gleichzeitig sollen digitale Lösungen integriert werden, um die Versorgung effizienter zu gestalten. Zudem soll das RVZ durch gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und innovative Mobilitätskonzepte für alle leicht erreichbar sein.

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