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Fußball-Regionalliga

TGleich wieder Oldenburg: D/A will mit Erfolgsdruck noch druckvoller sein

Die verletzt ausgewechselten Nico von der Reith (links) und Jannes Elfers (hinten rechts) bejubeln den Pokalsieg in Oldenburg. Im Ligaspiel gegen den VfB werden sie fehlen.

Die verletzt ausgewechselten Nico von der Reith (links) und Jannes Elfers (hinten rechts) bejubeln den Pokalsieg in Oldenburg. Im Ligaspiel gegen den VfB werden sie fehlen. Foto: Struwe

Der Pokaltriumph in Oldenburg hat auch Spuren hinterlassen. Wenn D/A den VfB nun am Freitag empfängt, fehlen Leistungsträger. Der Trainer erwartet dennoch eine Steigerung.

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Von Jan Bröhan
Mittwoch, 08.04.2026, 23:03 Uhr

Drochtersen. Jannes Elfers war rechtzeitig zum Pokalfight in Oldenburg fit geworden. Seine Mentalität ist gerade in solchen Spielen wichtig. Aber schon nach gut 20 Minuten musste er mit weit ausgestrecktem Bein einen Zweikampf bestreiten und zog sich bei dem Foul wieder eine muskuläre Verletzung zu.

Kapitän Nico von der Reith fiel dann kurz nach dem Seitenwechsel aus, nachdem er bei einem Klärungsversuch einen Ausfallschritt machte. „Dabei zog es richtig in den Oberschenkel“, sagt Trainer Oliver Ioannou. Bei beiden steht am Donnerstag die MRT-Untersuchung an. Beide wurden durch Matti Cebulla (für Elfers) und Nikola Serra (für von der Reith) bestens ersetzt.

Die beiden Leistungsträger werden aber im jetzigen Heimspiel gegen den VfB Oldenburg, Freitagabend ab 19.30 Uhr, fehlen. Ein „sehr dickes Fragezeichen“, so Ioannou, steht auch hinter einem Einsatz von Jorik Wulff, der sich seit Wochen mit Leistenproblemen herumschlägt. Maurits Nagel war in dieser Woche krank.

Derselbe Gegner innerhalb sechs Tagen - Nachteil oder Vorteil?

„Es ist auf jeden Fall gut, dass wir nach einem so emotionalen Spiel gleich wieder einen so starken Gegner haben“, sagt Ioannou, „da weiß jeder, dass er wieder das Maximum herausholen muss.“

Positive Erfahrung hat D/A mit einer solchen Konstellation in dieser Saison auch schon gemacht. Im zweiten Ligaspiel besiegten die Drochterser Kickers Emden, nur fünf Tage später schossen sie Emden auswärts mit 5:0 aus dem Niedersachsenpokal. „Wir wissen also, dass wir Topteams in kürzester Zeit schlagen können“, sagt Ioannou.

Heimspiel ist etwas anderes als Pokalspiel auswärts

Im Halbfinale brauchte D/A eine gute Viertelstunde, um in die Partie zu finden. Der VfB, angepeitscht von seinen Fans, machte Druck. „Ich habe dem Team aufgezeigt, dass wir für ihre Chancen verantwortlich waren“, sagt Ioannou.

Dennis Rosin trifft in Oldenburg zum 3:0. D/A will im Heimspiel gegen den VfB noch dominanter auftreten.

Dennis Rosin trifft in Oldenburg zum 3:0. D/A will im Heimspiel gegen den VfB noch dominanter auftreten. Foto: Struwe

Das müsse die Mannschaft abstellen. „Wir müssen alle Phasen des Spiels beherrschen“, so die Idealvorstellung des Trainers. Ioannou erwartet, dass der Tabellenzweite „zuhause wieder druckvoller spielt“. D/A hat mit 13 Siegen aus 14 Heimspielen eine beeindruckende Bilanz.

„Wir wollen uns ein Stück weit besser präsentieren als im Pokalspiel“, sagt Ioannou. Der VfB Oldenburg werde auch im Kehdinger Stadion mit der Selbstverständlichkeit einer Topmannschaft auftreten und versuchen, sein „straightes Spiel durchzuziehen“. Mit kleinen Anpassungen rechnet Ioannou - dass sie D/A etwas mehr den Ball überlassen, dass sie mehr lange Bälle einstreuen könnten.

Balanceakt im Endspurt des Titelrennens

D/A muss am Freitagabend den VfB Oldenburg besiegen, um auf Tabellenführer SV Meppen (spielt am Samstag bei HSC Hannover) weiter Druck aufzubauen. Die Drochterser müssen alle Körner auf dem Platz lassen.

Die Physio- und Athletikabteilung ist derweil „voll ausgelastet“. Ioannou weiß um die Notwendigkeit der idealen Belastungssteuerung.

Seine Hoffnung ist auch, dass die Drochterser zwischen dem jetzigen Freitag und dem darauffolgenden Spiel bei Hannover 96 II am Samstag, 18. April, wieder Spieler fit bekommen. Dann folgt sogleich eine Englische Woche.

Und für D/A zählen im Kampf um die Meisterschaft nur noch Siege.

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