THammahs Grüne Scheune: Clubcharakter mit Leuchthimmel im Dachstuhl
Einweihung der Grünen Scheune in Hammah - ein Raum für Konzerte und Kultur und Feste. Foto: Klempow
Die Grüne Scheune in Hammah verdankt ihren Namen von jeher der Farbe ihrer Bretterfassade. Jetzt hat sie innen einen Lichthimmel - für die Clubatmosphäre.
Hammah. Die geladenen Gäste aus Politik und Gemeinde schauten nach oben unter den First. Leuchten baumeln in unterschiedlichen Höhen von der schwarzen Decke. Architekt Bernd Mügge und sein Team haben sich den Leuchthimmel abgeguckt, gab Mügge zu. Das ändert nichts am zurückhaltenden Charme der Beleuchtung.
Der symbolische Schlüssel des Architekten für den Bauherrn zur Einweihung der Grünen Scheune in Hammah. Foto: Klempow
Bürgermeister Stefan Holst zeigte sich anlässlich der Eröffnung erfreut ob des Ergebnisses. Sanierung und Umbau der Grünen Scheune sind als LEADER-Projekt finanziell gefördert worden. 350.000 Euro hat der Umbau gekostet, 195.000 Euro gab es aus dem LEADER-Förderprogramm.
Location statt Erntelager
Damit hat die Grüne Scheune nicht nur eine neue Hülle aus Dachziegeln und Holzfassade, sondern auch eine neue Aufgabe bekommen. In der Scheune neben dem Alten Rathaus wird nicht mehr wie einst die Ernte gelagert oder Maschinen untergestellt - jetzt steht der lichte Raum für Kulturelles und als kleine Location für Feste zur Verfügung.
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„Das passt gut in unsere neue Ortsmitte“, lobte Holst. Er sieht die kleine Kulturstätte als gelungene Ergänzung zum großen Dorfgemeinschaftshaus. Ohne Unterstützung durch das LEADER-Programm wäre es nicht gegangen, sagt Holst. Weitere Unterstützung kommt vom Land Niedersachsen. Das gibt 60.000 Euro für die Technik.
Fliesen und Akustikplatten fehlen noch
Vorzeigbar, aber nicht bis ins letzte Detail fertig präsentierte die Gemeinde Hammah ihre Grüne Scheune den geladenen Gästen, darunter Landrat, Gemeinderat, Vereinsvertreter, Landtags- und Bundestagsabgeordneter.
„Der Boden bekommt noch Fliesen“, so Architekt Bernd Mügge. Die blanken OSB-Platten-Wände erhalten eine zusätzliche Schicht aus Akustikplatten in Grau. Die Aufgabe war, beim Umbau den Scheunencharakter zu erhalten - und „einen Raum zu schaffen, der Stimmungen widerspiegelt und Zuhörer mitnimmt“, so Mügge.
Mobile Bühne und Sonnenterrasse
Ihm schwebt ein „Musikzimmer“ vor, er ist sich sicher: „Die Grüne Scheune wird als Kulturstätte ein Markenzeichen werden.“ Der „Leuchthimmel“ unter der dunklen Decke betone den Clubcharakter, sagte Mügge. Eine mobile Bühne gehört zur Ausstattung, die kann Platz machen, wenn die Tür zur Terrasse geöffnet wird. Direkt daneben gibt es einen Notausgang.
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So sehr sich die Grüne Scheune innen komplett gewandelt hat, so wurde bei der Sanierung darauf geachtet, dass das alte Gebäude sich weiterhin gut in die Ortsmitte und als nächster Nachbar des reetgedeckten Alten Rathauses einfügt.
Bretter mit hellem Grünton
Ein rotes Ziegeldach und eine neue Verschalung sorgen dafür, dass es keinen Bruch zum gewohnten Anblick gibt. Das neue Grün der Bretter ist heller gewählt als zuvor. „Moderner - in Anlehnung an einen verblichenen Grünton“, so Mügge.

Hammahs kleine Kulturstätte heißt auch künftig „Grüne Scheune“. Foto: Klempow
Buchungsanfragen für die Grüne Scheune gehen an die Gemeinde Hammah (gemeindehammah@oldendorf-himmelpforten.de). „Wir nehmen Termine ab Mitte September auf“, sagte Bürgermeister Stefan Holst.
Ortsansässige haben Vorrang. Gedacht ist der Raum für maximal 60 Menschen. Möchten Ortsansässige das Haus mieten, zahlen sie für einen ganzen Tag 200 Euro, alle anderen zahlen 300 Euro pro Tag. Ab 22 Uhr soll mit Rücksicht auf die Anwohner die Lautstärke von Musik so reduziert werden, dass sie außerhalb der Scheune kaum noch zu hören ist.
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