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Sanierung oder Neubau

THarsefelds Oberschule: Politik will alternativen Standort sichern

Die Selma-Lagerlöf-Oberschule in Harsefeld ist in die Jahre gekommen.

Die Selma-Lagerlöf-Oberschule in Harsefeld ist in die Jahre gekommen. Foto: P. Meyer

Wie Harsefeld mit der sanierungsbedürftigen Oberschule umgehen sollte, spaltete die Meinungen im Bauausschuss. Auch zur Grund- und Oberschule Ahlerstedt gab es Neuigkeiten.

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Von Pauline Meyer
Sonntag, 01.03.2026, 12:45 Uhr

Harsefeld. Derzeit hat die Samtgemeinde Harsefeld mehrere Großprojekte in Sachen Schulbau vor der Brust: Der künftigen Grund- und Oberschule (GOBS) in Ahlerstedt etwa steht ein Teilabriss bevor und die Grundschule Bargstedt erhält einen rund 11 Millionen Euro teuren Neubau.

Schulgebäude stammt aus den 1970er Jahren

Auch die Selma-Lagerlöf-Oberschule hat die besten Tage hinter sich. Die Gruppe CDU/Bürgerliche hatte daher einen Antrag im Bau-Ausschuss gestellt, in dem es um mögliche Standorte und Nutzungskonzepte für einen künftig notwendigen Neubau der Schule prüfen zu lassen.

„Wir stecken viel Geld in das Gebäude“, erklärt Melanie Mohnen (CDU) am Dienstag im Ausschuss. Die Fenster würden schlecht schließen, das Objekt aus den 1970er Jahren sei mittlerweile einfach alt.

Die Bauverwaltung stützte diesen Eindruck vorab: Zwar sei die Rohbausubstanz noch in Ordnung, doch Fassade sowie technische Anlagen seien sanierungsbedürftig. „Wir müssen jetzt anfangen zu planen“, betont Mohnen. Realisiert werde ohnehin später.

Früh oder spät? Meinungen driften auseinander

„Wir glauben, dass wir mit einer Wirtschaftlichkeitsprüfung in 2026 viel zu früh dran wären“, sagt Jan Boris Ingerowski von der FWG. Und auch 2027, wie von der Verwaltung anvisiert, sehe die FWG als verfrüht an. Für eine mögliche Ausschreibung brauche man ohnehin ein frisches Gutachten und die sei nicht absehbar.

„Wir haben noch viele andere Schulprojekte auf dem Zettel.“ Ähnlich sieht das die SPD. „Aus der Vergangenheit haben wir gelernt, dass ein Neubau oft effizienter ist, als eine Sanierung“, so Ulrich Rathjens (SPD). Angesichts der anderen Großprojekte solle man die Verwaltung in diesem Jahr damit nicht überfordern, sondern das Projekt verschieben.

Die Selma-Lagerlöf-Oberschule stammt aus den 1970er Jahren.

Die Selma-Lagerlöf-Oberschule stammt aus den 1970er Jahren. Foto: P. Meyer

Nach auseinanderdriftenden Meinungen und Diskussion im Ausschuss modifizierte Melanie Mohnen den Antrag der Gruppe CDU/Bürgerliche. In Gesprächen mit dem Flecken sollen nun zumindest alternative Standorte gefunden werden.

„Nicht, dass man eine gute Chance vertut“, so Mohnen. Falls eine Prüfung ergeben würde, dass die Schule abgerissen werden müsste, hätte man im kommenden Jahr immerhin schon ein mögliches Grundstück in der Hinterhand, ergänzt Eckard Jens (Bürgerliche). Falls es dann doch nicht gebraucht würde, könnte es anders verwendet werden.

Die Größe eines alternativen Grundstücks könne man für eine erste Suche „grob abschätzen“, bestätigt Jörg Reikat, zuständig für Hochbau. Samtgemeindebürgermeisterin Ute Kück legte zudem den zeitlichen Raum einer Standortsuche auf Ende Juni fest.

Das sei wichtig, da die Haushaltsberatungen für 2027 ab September bereits laufen. Den modifizierten Antrag der Gruppe CDU/Bürgerliche, mit dem Ziel der Suche eines alternativen Standortes bis Ende Juni, stimmten alle Ausschussmitglieder zu.

Schule Ahlerstedt voraussichtlich 2028 fertig

Positive Nachrichten gab es auch für die GOBS Ahlerstedt. Nachdem die Baugenehmigung des Landkreises für die Teilabriss-, An- und Umbaumaßnahmen bereits Ende 2025 erteilt worden war, nimmt das Vorhaben weiter Fahrt auf.

Wie Ute Kück berichtete, seien bereits einige Aufträge vergeben worden. Anfang März soll es dann ein Kick-Off-Gespräch mit Schulen, Verwaltung, Kämmerer und Baufirma geben. Dann soll auch die Containerfrage, ausgerichtet nach Schülerzahl, beantwortet werden.

So soll die neue Grund- und Oberschule in Ahlerstedt aussehen.

So soll die neue Grund- und Oberschule in Ahlerstedt aussehen. Foto: Architekturbüro Dr. Peter

Voraussichtlich soll die Baumaßnahme im Sommer 2028 beendet sein. „Das ist nach jetzigem Stand unser Ziel“, betont Ute Kück, die diese Prognose nur unter Vorbehalt äußerte.

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