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THeute schon vertippt? Jeder Journalist hat so ein Horror-Wort

Quizfrage: Wie heißt die Bürgermeisterin der Stadt Buxtehude? Katja Oldendorf-Schmidt oder Katja Oldenburg-Schmidt?

Quizfrage: Wie heißt die Bürgermeisterin der Stadt Buxtehude? Katja Oldendorf-Schmidt oder Katja Oldenburg-Schmidt? Foto: Wisser

Buchstabendreher können peinlich werden. Fast jeder TAGEBLATT-Redakteur steht mit einem Wort auf Kriegsfuß.

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Von Daniel Berlin
Sonntag, 08.02.2026, 17:16 Uhr

Landkreis. Wenn die Schützensaison beginnt, müssen Lokaljournalisten höllisch aufpassen. Dieses schöne Verb „schießen“ hat es nämlich in sich. Ein kleiner Buchstabendreher – und schon ist das Geschrei groß. Entweder, es sorgt für Hohngelächter oder für mächtig Ärger. Alles schon gehabt.

Jeder Journalist hat dieses eine Wort, bei dem er sich im ersten Anlauf immer verschreibt. Die Klassiker sind „Muslum“ statt „Mulsum“, „Wochende“ ohne zweites „en“ oder die Buxtehuder Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt in Oldendorf zu verorten. Ein ehemaliger TAGEBLATT-Kollege schämt sich heute für seine „Wirtschaftswaisen“. Kennen Sie solche Bolzen aus eigener Erfahrung, dann schreiben Sie doch eine Mail an berlin@tageblatt.de.

Balu der Bär in der Polizeimeldung

Der Kollege Battmer denkt womöglich an das Dschungelbuch, wenn er in der Dachzeile eines Polizeiberichts mal wieder „Balulicht“ statt „Blaulicht“ schreibt. Volontär und Hobby-Neurologe Thies Meyer sucht den Fehler in seinem System in der Trägheit der Synapsen. Klar weiß Meyer, dass es „parallel“ heißt und nicht „paralell“ oder „Adresse“ statt „Addresse“. Aber die Finger sind halt schneller. Der typische Doppelkonsonantenfehler.

Einen hochtrabenden Fachbegriff gibt es für den „Fasutball“ von Daniel Berlin nicht. Der Sportreporter probierte es mit Strafarbeit. Unter dem Motto: Schreib 100-mal an die Tafel… Faustball, Faustball, Fasutball, Faustball. Zum Glück gebe es „Rechtschriebprogramme“, meint Lena Stehr in einer Mail zum Thema. Die Kollegin kämpft aber mit noch ganz anderen Problemen.

Jasper Gooßen japst natürlich nicht

Schon 100-mal geschrieben – und dennoch müssen Herr Duden oder Dr. Google bei „Equipment“ oder „Akquise“ jedes Mal aufs Neue herhalten. Welche ist noch mal die richtige Schreibweise? Sportkollege Jan Bröhan würde sein Wort „Chronologistenpflicht“ dort nicht finden. Es ist allein seine Schöpfung. Aber wenigstens ist Bröhan bei Namen sattelfest. Andere nicht.

Als Jasper Gooßen noch bei D/A spielte, killte die Korrektur in den Texten von Daniel Berlin zum Glück den „Japser“. Dem Stürmer fehlte es natürlich nicht an Kondition. Im Gegenteil. Aber Redakteur Björn Vasel hob die Qualität der Verschreiber bei Vornamen auf ein deutlich höheres Niveau. Da bekommt der journalistische Grundsatz „No games with names“ (keine Spielchen mit Namen) eine völlig neue Bedeutung.

Vasels Missgeschick bei einem Artikel über AfD-Mann Helmut Wiegers vor einigen Jahren könnte als Freudsche Fehlleistung durchgehen. Er machte aus Helmut Adolf. Wiegers hat es gemerkt und sich natürlich beschwert. Vasel hat ihm eine Korrektur im Blatt angeboten. Wollte der AfD-Mann nicht.

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