THitze, Überschläge, Revanche: Diese Fahrer holten die Titel am Estering
Spannende Rennen auf dem Buxtehuder Estering. Foto: ACN (nomo)
Der Sohn des Rennserienchefs fährt zum Titel und der deutsche Meister überschlägt sich. So lief das RallyX-Finale in Buxtehude.
Buxtehude. Bei Temperaturen um 30 Grad gab es heiße Rennen auf dem Estering. Beim Europa-Finale der Serie RallyX wurden die Meister in mehreren Klassen ermittelt, die im Oktober beim „Global Final“ in Portugal gegen die Besten aus der RallyX South und RallyX Americas antreten.
Während im vergangenen Jahr noch einige Fahrer aus der Region angetreten waren, gab es diesmal keine Lokalmatadoren. Die einzigen deutschen Vertreter waren René Münnich und Mandie August, die sonst mit ihren Seat Ibizas bei der Europameisterschaft vorne mitfahren. Bei der RallyX starteten beide in der Klasse der Supercars: Während August technische Probleme hatte, überzeugte Münnich mit ersten und zweiten Plätzen in den Finalläufen.
Finnischer Fahrer nimmt Revanche
In der Klasse Open2WD setzte sich der Finne Lucas Gabrielsson (Toyota Starlet) durch, der vor einem Jahr noch knapp das Nachsehen gegenüber dem Schweden Viktor Johansson (Mercedes 190 Evo Hybrid) hatte. Nun drehte Gabrielsson den Spieß um und feierte den Titel.

Rennaction in der Klasse Open 2WD. Foto: ACN (nomo)
Zwar dominierte Johansson die Rennen auf dem Estering, doch Gabrielsson hatte in diesem Jahr kein einziges Mal das Podium verpasst und hatte sich so einen beruhigenden Vorsprung aufgebaut. Die Revanche war gelungen.
Rallycross schreibt eigene Geschichten
In der FC2-Kategorie ereignete sich Kurioses: Der Schwede Andreas Eriksson, selbst langjähriger Rennfahrer und Manager der RallyX-Serie, hatte diese Klasse selbst ins Leben gerufen. Nun konnte sich ausgerechnet sein Sohn Oliver Eriksson den Titel im gemeinsam entwickelten Supercar sichern.
Großes Pech hingegen hatte der aktuelle Deutsche Rallycross-Meister Yorick Maeyninckx aus Belgien. Ein vorausfahrendes Fahrzeug verlor ein ganzes Rad, Maeyninckx konnte nicht mehr ausweichen und überschlug sich mit seinem Volvo 242. Der Wagen war völlig zerstört. Nach einer Untersuchung im Krankenhaus kehrte der Belgier am Abend zurück auf die Rennstrecke.
Meistertitel bei den Crosskarts
Den Titel bei den Crosskarts sicherte sich der Norweger Espen Isaksaetre, die Junior-Klasse entschied der Finne Iivaro Mannisto für sich. Meister der Supercar Lites wurde der Schwede Alexander Lindeqvist. Der deutsche Crosskart-Starter Pierre Szallies konnte im Kampf um die Podiumsplätze nicht mitmischen.
„Trotz der enormen Temperaturen hat alles gut funktioniert. Die Veranstaltung lief planmäßig ab und wir haben viele atemberaubende Qualifikationsläufe und Finals gesehen“, bilanzierte Marcus Brassat, Vorsitzender des Automobil Clubs Niederelbe. Der ACN veranstaltet die Rennen auf dem Estering.
„Obwohl zu Beginn der Veranstaltung noch alle Titel offen waren, blieben die Rennen absolut fair“, lobte Brassat. Den Zuschauern, die wegen der Hitze medizinische Hilfe benötigten, wünschte er gute Besserung. (bt)
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