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Handball

TItzen hält Punkt fest: VfL Fredenbeck holt Remis gegen Bissendorf

Der Fredenbeck Torhüter Niklas Itzen begann für den erkrankten Justin Rundt.

Der Fredenbeck Torhüter Niklas Itzen begann für den erkrankten Justin Rundt. Foto: Jörg Struwe (Archiv)

Ohne drei Stammkräfte, mit Roter Karte und zahlreichen Zeitstrafen: Der VfL Fredenbeck holt ein 35:35 in Bissendorf, doch richtig zufrieden ist der Trainer damit nicht.

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Von Wilhelm Thiele
Sonntag, 25.01.2026, 13:00 Uhr

Fredenbeck. 35:35 (16:17) endete das Auswärtsspiel der Drittliga-Handballer des VfL Fredenbeck beim TV Bissendorf-Holte. Mit 16:20 Punkten verteidigt der VfL Fredenbeck den siebten Tabellenplatz in der 3. Liga Nord-West.

„Ohne Drei“ traten die Fredenbecker gegen Bissendorf-Holte an. Justin Rundt, der etatmäßige erste Torwart, sowie Jakob Ritscher fehlten erkrankt, ebenso der langzeitverletzte Mannschaftskapitän Pelle Fick. Im Tor begann Niklas Itzen.

Es entwickelte sich bald ein offener Schlagabtausch. Fredenbeck versuchte, mit schnellem Tempospiel zum Erfolg zu kommen, vergab aber von Beginn an zahlreiche Chancen. Die Fredenbecker Abwehr ließ dem Bissendorfer Angriff zu viel Raum, agierte zu passiv.

VfL-Trainer hadert mit den Schiedsrichtern

Das Schiedsrichter-Duo verteilte schnell - auf beiden Seiten - Zeitstrafen. Spielfluss und ein ansehnliches Spiel konnten sich so nur schwer entwickeln. „Meine Jungs wussten nicht mehr, was erlaubt war und was nicht“, so Trainer Matthias Steinkamp.

Keine Mannschaft konnte sich absetzen. Die Führung wechselte häufig (5:4, 10.; 9:7, 15.; 12:12, 20.). Niklas Itzen erwischte keinen guten Tag. Beim 7:9 aus Fredenbecker Sicht brachte Trainer Steinkamp Torhüter Arsenij Kotenko ins Spiel, der sich mit einer Parade gut einführte.

Der VfL Fredenbeck hatte Mitte der ersten Hälfte seine bis dahin stärkste Phase. Michel Brassait gelang beim 10:11 (18.) die erste Fredenbecker Führung. Im Mittelpunkt des Spiels stand in Angriff wie Abwehr einmal mehr Nils Schröder. Als der bereits in der 22. Minute seine zweite Zeitstrafe kassierte, kam Jesper Müller nach sechsmonatiger Verletzungspause zu seinem Saisondebüt und überzeugte vorne wie hinten mit Einsatz und Wurfkraft.

Der VfL bestimmte jetzt das Spiel. Einzig eine weiterhin mangelhafte Chancenverwertung verhinderte eine klarere Führung. Zur Pause lag der VfL mit 17:16 vorne.

Trainer Steinkamp setzt auf siebten Feldspieler

In der zweiten Halbzeit hatten die Bissendorfer den besseren Start. Die in der ersten Hälfte erspielte Fredenbecker Dominanz ging durch weitere Zeitstrafen - mit Schlusspfiff standen acht Zweiminuten und eine Rote Karte für Timo Backofen zu Buche - sowie ausgelassene Großchancen wieder verloren.

Beim 18:21 (38.) aus Fredenbecker Sicht nahm Coach Steinkamp seine zweite Auszeit und stellte auf den siebten Feldspieler um. Nick Heinsohn bekam als zweiter Debütant des Spiels seinen Einsatz und bedankte sich sofort mit einem Treffer zum 20:22 (39.) nach schönem Anspiel von Marten Franke. Niklas Itzen kehrte für Kotenko zurück ins Tor (40.).

Der VfL kam jetzt wieder besser ins Spiel. Jesper Müller und Nils Schröder bestimmten das Spiel der Fredenbecker. Mit Tempospiel und einfachen Toren glichen die Gäste aus und gingen beim 33:32 erstmals in der zweiten Halbzeit in Führung.

„Die Mannschaft kann mehr als heute geboten“

Aufregung gab es dann in der Schlussphase: Beim Stand von 35:35, den Ausgleich hatte Nils Schröder mit seinem sechsten Treffer erzielt, bekamen die Bissendorfer 15 Sekunden vor dem Ende einen Siebenmeter zugesprochen. Doch Niklas Itzen parierte den Aufsetzer ins linke Toreck.

Im Gegenzug ging Fredenbecks Coach ins Risiko, brachte den siebten Feldspieler. Doch Marten Frankes Wurf ging vier Sekunden vor Schluss gegen den Innenpfosten und raus.

Es blieb beim Unentschieden - für die Fredenbecker angesichts des Spielverlaufs ein glücklicher Punkt, insgesamt aber angesichts der gezeigten Leistungen gegen einen limitierten Gegner eher ein verlorener Punkt. „Die Mannschaft kann mehr als heute geboten“, sagte Trainer Steinkamp.

Im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn VfL Eintracht Hagen II am kommenden Sonnabend, 31. Januar, 19.30 Uhr, sind aus Sicht des Trainers zwei Punkte Pflicht. „Da haben wir noch etwas offen“, so Steinkamp: die Revanche für die im Hinspiel erlittene Niederlage.

VfL-Tore: Brassait 4, de Vries 1, Backofen 2, Müller 5, Strothmann 4, Möller 5/2, Franke 2, Polak 5/3, Schröder 6, Heinsohn 1.

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