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Fußball-Regionalliga

TKicken, wo andere Urlaub machen: So lebt sich D/A-Neuzugang „Scheppi“ ein

Christopher Schepp kam vom Drittligisten TSV Havelse zur SV Drochtersen/Assel.

Christopher Schepp kam vom Drittligisten TSV Havelse zur SV Drochtersen/Assel. Foto: Berlin

Christopher Schepp ist neu bei D/A, kennt die meisten nur als Gegner oder gar nicht. Was macht er also? Das Einleben beginnt mit einem Anruf bei den Eltern.

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Von Daniel Berlin
17.07.2026, 05:50 Uhr

Drochtersen. D/A-Neuzugang Christopher Schepp inspiziert den Strand auf Krautsand. Die Elbe, den Deich. Der 26-Jährige geht gern spazieren. Er mag das Ländliche. Er stammt selbst aus der Nähe von Lohne und ist am Dümmer See groß geworden. Am Tag der Vertragsunterzeichnung bei der Spielvereinigung Drochtersen/Assel griff Schepp erst mal zum Telefon.

„Ich habe gleich meinen Eltern erzählt, dass ich an einem Ort Fußball spiele, an dem andere Menschen Urlaub buchen“, sagt die neue Offensivkraft des Fußball-Regionalligisten. „Ein Privileg.“ D/A-Sportdirektor Sören Behrmann hatte ihm alles gezeigt. Die Insel, die Beachbar am Strand, das Kehdinger Stadion, die Trainingsorte.

Kicken, wo andere Urlaub machen

Dieses Urlaubsfeeling soll „aber nicht so viel Gewicht haben“, schiebt Schepp schnell hinterher. Es sei „eine schöne Nebensache“. Aber er ist zum Fußballspielen hier. „Ich wusste gleich, man kann hier in Ruhe arbeiten und hat alles, um etwas zu erreichen“, sagt Schepp. Der Verein hat längst Meisterschaft und Aufstieg in die 3. Liga als Ziel ausgerufen.

Trainingslager bei D/A: Christopher Schepp nimmt einen Schluck aus der Wasserflasche.

Trainingslager bei D/A: Christopher Schepp nimmt einen Schluck aus der Wasserflasche. Foto: Berlin

Christopher Schepp spielte für den TSV Havelse, für RW Oberhausen, den SV Meppen, Arminia Bielefeld, Lohne und Verl. Er erzielte in 98 Regionalligaspielen 37 Tore und traf in 19 Drittligaspielen 4 Mal. Er ist herumgekommen. Schepp knipste im Meppen-Trikot schon gegen D/A. Auswärts in Drochtersen habe nie eine Mannschaft gern gespielt, sagt er. „Ich bin froh, dass ich mit D/A jetzt Heimspiele habe.“ Doch wie funktioniert das Kennenlernen?

Neun neue Spieler treffen auf Urgesteine und Fußballer, die die Strukturen längst verinnerlicht haben. Die einen wissen, wie D/A tickt, die anderen wissen es nur vom Hörensagen. „Beim ersten Training war da schon eine gewisse Anspannung“, sagt Schepp.

Mit Co-Kapitän Giwah auf einem Zimmer

Vor dem ersten Training war Schepp früh auf dem Sportplatz. Einer der Ersten. Er hat „kurz Hallo gesagt“ und sich dann umgezogen. Einige Spieler kannte er aus direkten Duellen. Mit denen ergeben sich schnell Gesprächsthemen. Aber er betont, dass D/A ein „super Haufen“ sei, „super Charaktere“ habe. „Das macht es einem leicht“, sagt Schepp. Wie findet einer wie er jetzt seinen Platz? Seine Rolle?

„Hierarchien ergeben sich. Das pendelt sich ein“, sagt Schepp. Er gehe da entspannt ran. Authentisch sein und Leistung zeigen. Klingt einfach. Drochtersens Co-Kapitän Liam Giwah schläft während des fünftägigen Trainingslagers gerade mit Schepp auf einem Zimmer. „Ein angenehmer Zimmerpartner“, sagt Giwah. „Scheppi“ füge sich ein.

Gefühlvolles am Freitagabend

Bei Kennenlernspielen kommen sich die Neuzugänge und die Alteingesessenen näher. Die Fußballer sollen sich gegenseitig charakterisieren. Luca Menke vom VfB Lübeck, ebenfalls neu bei D/A, charakterisierte Schepp als Kreativspieler mit Mentalität und Energie. Die beiden kennen sich nur von wenigen Trainingseinheiten. „Er hat mich schon gut eingeordnet“, sagt Schepp.

Als finaler Eisbrecher könnte dann das Ritual dienen, bei dem Neuzugänge zum Einstand ein Lied singen. Am Freitagabend ist es für Schepp soweit. Was er singt, verrät er nicht. Aber wahrscheinlich etwas mit Gefühl. „Augen zu und durch. Mal schauen, in welcher Stimmung ich bin“, sagt Schepp.

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