TKinderbereich erweitert: So viel Platz hat Harsefelds Bücherei jetzt
Durch die Erweiterung bietet die Friedrich-Huth-Bücherei nun mehr Platz für Kinder. Foto: P. Meyer
Mehr Platz, ein eigenes Bad und ein Veranstaltungsraum: Die Friedrich-Huth-Bücherei hat ihren Kinderbereich erweitert. Der Umbau brachte auch Überraschungen mit sich.
Harsefeld. „Es war ein Sommer voller Arbeit“, sagt Almut vom Lehn. Bei der offiziellen Feierstunde zur Eröffnung des neuen Kinderbereichs der Friedrich-Huth-Bücherei blickt die Leiterin auf die vergangenen Monate zurück.
T Mehr Platz für Kinder: Harsefelds Bücherei wird erweitert
T Friedrich-Huth-Bücherei in Harsefeld: Umbau startet bald
Aus einer freigewordenen Wohnung im ersten Obergeschoss ist zusätzlicher Platz für die jüngsten Bücherei-Besucher entstanden. Rund 78 Quadratmeter sind zum bisherigen Kinderbereich hinzugekommen.
Veranstaltungsraum schafft neue Möglichkeiten
Fünf Wochen dauerte der eigentliche Umbau. „Und einen Tag“, ergänzt Almut vom Lehn. Denn der Montag vor der Wiedereröffnung war noch einmal für den Feinschliff durch das Team reserviert: Regale und Medien mussten zurück in die Räume, alles wurde eingeräumt und für die Besucher hergerichtet.

Samtgemeindebürgermeisterin Ute Kück und Büchereileiterin Almut vom Lehn. Foto: P. Meyer
Besonders der Spielebereich war in den vergangenen Jahren an seine Grenzen gestoßen. Nach der Erweiterung gibt es hier nun mehr Raum für Bücher, Spiele und Kinder. Ein zusätzlicher Veranstaltungsraum, ein Büro, eine Küche und ein Bad gehören ebenfalls zum erweiterten Bereich.

Der Umbau des Kinderbereichs dauerte fünf Wochen. Foto: Almut vom Lehn
Ein paar kleinere Möbel fehlen hier zwar noch, ansonsten ist der Umbau aber abgeschlossen. „Ich bin sehr glücklich, dass wir nun genug Platz für alle unsere Besucher haben“, sagt Almut vom Lehn. Ihren Dank richtet sie an die Politik, die beteiligten Handwerker und ihr Team, das sich besonders über den neuen Veranstaltungsraum freut.
Dieser lässt sich abdunkeln und das Licht kann gedimmt werden. Damit gibt es künftig einen eigenen Raum für Angebote wie das Bilderbuchkino, das bisher im offenen Bereich an der Treppe stattfand. Doch wenn dort vorgelesen, gebastelt oder gesungen wurde, war das nicht nur für die teilnehmenden Kinder zu hören.

Ein offener Raum: 78 Quadratmeter hat die Bücherei dazugewonnen. Foto: P. Meyer
Auch andere Besucher bekamen den Lärm mit. Das soll sich nun ändern. Veranstaltungen können räumlich vom übrigen Büchereibetrieb getrennt werden. Gleichzeitig eröffnet der zusätzliche Raum Möglichkeiten für neue Angebote.

Der neue Veranstaltungsraum kann auch für Bilderbuchkino genutzt werden. Foto: P. Meyer
Für die kleinsten ist nun auch das neue zusätzliche Badezimmer ausgelegt. Neben einem normalen Waschbecken gibt es auch ein Kinderwaschbecken und einen Wickeltisch. Außerdem wurde ein Velux-Fenster eingebaut, für das zunächst die Genehmigung der Denkmalschutzbehörde notwendig war. Eine Brandschutztür musste im Zuge des Umbaus geschaffen werden.
Bröselnder Boden: Altes Gebäude mit kleinen Problemen
Ganz ohne Überraschungen verlief die Arbeit in dem alten Gebäude nicht. Das Haus stammt aus dem 18. Jahrhundert und machte das den Handwerkern an der einen oder anderen Stelle deutlich.

Jetzt gibt es im ersten Geschoss ein neues Bad mit Tageslicht, Kinderwaschbecken sowie einem Wickeltisch. Foto: P. Meyer
Für den Wickeltisch musste eine Lösung unter dem Schrägdach gefunden werden. Der unebene Boden im Bad konnte zudem nicht gefliest werden und wurde stattdessen mit Vinylboden versehen. Ein früherer Wasserschaden im jetzigen Büro sorgte für zusätzliche Arbeit: Eine Stelle war dort zwar bereits ausgebessert worden, doch rundherum bröselte der Boden und musste ebenfalls erneuert werden.

Packte selbst mit an: Almut vom Lehn mit dem Vorschlaghammer. Foto: Almut vom Lehn
„So ist das eben bei einem alten Haus“, sagt Almut vom Lehn. Sie nahm die zusätzlichen Herausforderungen mit Humor.
Insgesamt kostete die Erweiterung etwa 110.000 Euro. „Der Dank geht auch an die Politik. Man darf nicht vergessen, dass es eine freiwillige Aufgabe ist“, betonte Samtgemeindebürgermeisterin Ute Kück bei der Feierstunde. Zugleich freue sie sich, dass mit der Erweiterung auch etwas für die jüngsten Bürgerinnen und Bürger getan wurde.

Chaos im ersten Stock: für den Umbau mussten alle Medien aus dem hinteren Bereich geräumt werden. Foto: Almut vom Lehn
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