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Buxtehuder Bürgermeisterwahl

TKlimaschutz und AfD: Ultsch attackiert Mewes – Buxtehuder Kandidatin wehrt sich

Clemens Ultsch (Die Linke) bekam in der ersten Runde der Bürgermeisterwahl 14,01 Prozent der Stimmen.

Clemens Ultsch (Die Linke) bekam in der ersten Runde der Bürgermeisterwahl 14,01 Prozent der Stimmen. Foto: Sulzyc

Kurz vor der Bürgermeisterwahl in Buxtehude eskaliert der Streit: Der ausgeschiedene Linken-Kandidat Clemens Ultsch attackiert Katharina Mewes scharf. Sie wehrt sich.

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Von Karsten Wisser
23.09.2026, 17:15 Uhr

Buxtehude. Kurz vor Ende des Bürgermeisterwahlkampfs in Buxtehude entbrennt ein Streit zwischen dem ausgeschiedenen Kandidaten der Linkspartei, Clemens Ultsch, und der Bürgermeisterkandidatin Katharina Mewes von der Buxtehuder Bürgergemeinschaft/Freie Wählergemeinschaft (BBG/FWG).

Ultsch spricht sich klar gegen Mewes aus. „Nach diesem Abend halte ich Katharina Mewes für nicht mehr wählbar“, erklärt der Buxtehuder Ratsherr und Kreisvorsitzende der Linken nach dem Bürgermeister-Talk. Am Dienstag legt er mit einer ausführlichen Stellungnahme nach.

Was Clemens Ultsch Katharina Mewes vorwirft

Seine Kritik äußert Ultsch als Privatperson und ehemaliger Mitbewerber um das Bürgermeisteramt, betont er. Die Linke in Buxtehude hatte sich nach einem Treffen am Sonnabend weder für noch gegen einen der beiden Kandidaten ausgesprochen. Eine ausdrückliche Distanzierung blieb aus.

Ultsch stellt ebenfalls klar, dass seine Äußerungen gegen Mewes nicht als Wahlempfehlung für den Kandidaten Dessel zu verstehen seien. Ultsch wirft Mewes mangelnde Führungserfahrung vor. Und: „Sie hat alle linken und grünen Themen abgeräumt“, kritisiert er.

Besonders stößt ihm auf, dass Mewes die Strategie „Buxtehude klimaneutral 2035“ infrage stellt, weil ihr die Ziele zu ehrgeizig erscheinen. „Ich frage mich: Ab wann wird Klimaschutz so bequem, dass man ihn gar nicht mehr betreibt?“, so Ultsch.

Fehlende Distanzierung zur AfD

Ein weiterer Vorwurf: Mewes grenze sich nicht klar genug von der AfD ab. „Wie könnte ich noch in den Spiegel schauen, wenn ich die Nähe der Merz-CDU zu AfD-Positionen kritisiere, aber Mewes’ fehlende Distanzierung unkommentiert lasse?“, fragt Ultsch. Für ihn sei das eine rote Linie, die er niemals überschreiten könne.

Katharina Mewes weist die Vorwürfe zurück. „Ich werde die Akzeptanz für den Klimaschutz und Umweltschutz nicht gefährden, indem ich unrealistische Versprechen mache“, erklärt sie dem TAGEBLATT. Symbolpolitik, wie sie Ultsch offenbar fordere, zerstöre das Vertrauen der Menschen in die Politik. Mewes wird bei ihrer Kandidatur vom Buxtehuder Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt.

Auch die Kritik zur AfD lässt sie nicht gelten. Als Bürgermeisterin sei sie zur parteipolitischen Neutralität verpflichtet, betont Mewes.

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