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Kunstmesse unter Druck

Kunst hinter Barrieren: Art Basel Paris schließt vorzeitig

Mit der Entscheidung vorzeitig zu schließen, kommen die Veranstalter den öffentlichen Behörden zuvor.

Mit der Entscheidung vorzeitig zu schließen, kommen die Veranstalter den öffentlichen Behörden zuvor. Foto: Sabine Glaubitz/dpa

Drinnen Kunst für Millionen, draußen Proteste: Die Kunstmesse Art Basel Paris beendet ihre diesjährige Ausgabe wegen angekündigter Demonstrationen früher. Dabei liefen die Verkäufe zum Auftakt gut.

Von dpa 22.10.2026, 13:45 Uhr
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Paris. Proteste und die Sorge vor neuen Ausschreitungen überschatten die Kunstmesse Art Basel Paris. Wie die Veranstalter mitteilten, endet die Messe im Grand Palais am Freitag bereits um 19.00 Uhr. Am Samstag und Sonntag bleibt sie geschlossen - damit endet sie nur einen Tag nach der Öffnung für das breite Publikum vorzeitig.

Als Grund nannten sie die für das Wochenende geplanten Proteste in Paris und die Sicherheit von Besuchern, Ausstellern, Partnern, Mitarbeitern und Kunstwerken.

Die Entscheidung sei nicht leichtfertig getroffen worden, hieß es in der Mitteilung. Die Veranstalter bedauerten zutiefst, das Publikum nicht wie geplant bis Sonntagabend empfangen zu können. Sie kamen damit einer möglichen Entscheidung öffentlicher Behörden zuvor.

Verunsicherte Sammler

Die Erinnerungen an die Verwüstungen bei den Protesten, die sich am vergangenen Wochenende unter anderem gegen die hohen Lebensmittelkosten richteten, sind noch frisch: Auch auf den Champs-Élysées wurden zahlreiche Geschäfte beschädigt. Nach den Ausschreitungen hatten die Behörden in Teilen der Innenstadt nächtliche Ausgangssperren verhängt.

Die Sicherheitsmaßnahmen rund um den Grand Palais waren bereits vor der Entscheidung verstärkt worden. Barrieren zum Schutz vor Fahrzeugangriffen und zusätzliches Sicherheitspersonal sollten das Messegelände rund um die Uhr sichern. 

Plünderungen und beschädigte Schaufenster verunsicherten Sammler und Galerien. Die Veranstalter bemühten sich offenbar, die Sorgen der Sammler und Galerien zu zerstreuen. Wie mehrere Medien berichteten, verwiesen sie in einem Schreiben an VIP-Gäste auf die verstärkten Sicherheitsvorkehrungen. 

Verkäufe in Millionenhöhe

Die Art Basel Paris zählt zu den bedeutenden internationalen Kunstmessen. Schon am ersten VIP-Tag am Dienstag wurden Werke für Millionenbeträge verkauft. 

Die Galerie David Zwirner meldete unter anderem den Verkauf eines Gemäldes von Gerhard Richter für 8,5 Millionen US-Dollar. Vier Gemälde von Robert Ryman wurden für 4 Millionen, 1,25 Millionen, 850.000 und 650.000 Dollar verkauft. Auch die Galerie Thaddaeus Ropac berichtete von zahlreichen Verkäufen, darunter Werke von Georg Baselitz und Lucio Fontana.

Plünderungen und beschädigte Schaufenster bei den vergangenen Protesten verunsicherten Sammler und Galerien.

Plünderungen und beschädigte Schaufenster bei den vergangenen Protesten verunsicherten Sammler und Galerien. Foto: Sabine Glaubitz/dpa

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