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Fußballer der Woche

TLars Völker ist eine Institution und schießt die wichtigen Tore

Lars Völker vom FC Oste/Oldendorf ist der Fußballer der Woche.

Lars Völker vom FC Oste/Oldendorf ist der Fußballer der Woche. Foto: FuPa

Fußballerisch tanzt er auf allen Hochzeiten. Wegen der personellen Probleme hilft er immer wieder in der zweiten Mannschaft des FC O/O aus - und schießt die Siegtreffer.

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Von Jan Bröhan
Donnerstag, 19.03.2026, 13:09 Uhr

Estorf. Der 36-jährige Lars Völker ist beim FC Oste/Oldendorf eine Institution. Die Alten Herren, bei denen er seit einem Jahr spielt, haben eigentlich immer Vorrang, wie er sagt. Sein letztes Wochenende sah dann so aus: Für die zweite Mannschaft in der 1. Kreisklasse gespielt, ein U18-Spiel als Schiedsrichter geleitet, bei der ersten Mannschaft in der Bezirksliga ausgeholfen und zu guter Letzt als Co-Trainer der O/O-Frauen in der Landesliga einen Sieg gefeiert.

Zehn Mal lief Völker in dieser Saison schon für den Dritten der Kreisklasse auf. In den beiden vergangenen Spielen schoss er drei Tore, zudem jeweils den entscheidenden Siegtreffer. Gegen Freiburg/Oederquart das 1:0. Eine Woche zuvor in der 90. Minute das 3:2 gegen Titelaspirant Agathenburg/Dollern. „Da hatten wir 13 Mann - mit zwei Altherrenspieler und drei A-Junioren“, beschreibt Völker die angespannte Personaldecke.

Völker verabschiedete sich nach Abstieg

In der Saison 2023/24 spielte der Oldie noch für die erste Mannschaft. Mit anhaltenden Hackenproblemen quälte er sich durch die Saison, um im Abstiegskampf der Bezirksliga zu helfen. „Nach dem Abstieg war es dann ein guter Moment, um mich zu verabschieden“, sagt Völker. Die Mannschaft schaffte den Wiederaufstieg. „Es wäre schön, wenn sie die Klasse halten“, so Völker, der FC O/O ist derzeit Letzter.

Völker kurierte ein halbes Jahr lang seine Hacke, vor gut einem Jahr stieg er wieder in die Fußballschuhe. Eigentlich als Altherrenspieler. Eigentlich.

Der Stürmer erlebte nach seinem ersten Herrenjahr die Fusion des TuS Oldendorf und des FC Eintracht Oste mit. „Überragend“ war die erste Saison 2010/11. Völker schoss mehr als 30 Tore, der FC O/O marschierte ungeschlagen als Meister in die Bezirksliga und feierte den Kreispokalsieg.

Diese glorreiche Zeit ist Vergangenheit. Völker hilft aber auf allen Ebenen, dass beim FC O/O der Ball rollt - und schießt nebenbei die wichtigen Tore.

Was war Ihr schönstes Erlebnis auf dem Fußballplatz?

Das war schon diese eine Saison nach der Fusion.

Was war das schlimmste?

Die Abstiegssaison (2023/24), vor allem, weil ich mich jeden Tag mit den Hackenschmerzen rumgeschleppt habe.

Wer ist Ihr Vorbild?

Da würde ich meinen Vater nennen. Es war imponierend, mit welcher Motivation er seine Tierarztpraxis aufgebaut hat, und er hat mich beim Fußball immer begleitet.

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