TMarktbummel an der Oldendorfer Kirche: Urkunden und ein Lebkuchenherz
Der Oldendorfer Herbstmarkt im Schatten der Kirche - für nur einen Tag wird die Hauptstraße zur Marktmeile. Foto: Klempow
Ein Tag Herbstmarkt, immer mittwochs in Oldendorf. Zwischen Losbude, Crêpes und Currywurst ging es am Vormittag um Zusammenhalt, Glückwünsche und ein süßes Dankeschön.
Oldendorf. Die Schausteller kommen nur für diesen einen Tag nach Oldendorf. Auch, wenn sie wissen, dass der große Andrang sich auf ein paar Stunden beschränken wird. „Das hat Tradition, das muss auch so bleiben“, sagt David Bode, Vorsitzender des Bezirksverbands der Schausteller und Marktkaufleute. „Hier zu sein ist wie ein Nachhausekommen“, sagte Bode am Mittwochvormittag zur Markteröffnung mit geladenen Gästen.
Schaustellerbetrieb Bode ist seit 40 Jahren dabei
Wie eng die Schausteller mit dem Markt verbunden sind, machte Oldendorfs Bürgermeister Johann Schlichtmann deutlich: Er überreichte bei der feierlichen Markteröffnung Bode eine Urkunde und dankte somit für 40 Jahre „beständiger Teilnahme“ am Herbstmarkt Oldendorf.
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Der Herbstmarkt in Corona-Zeiten wird sowohl der Gemeinde als auch den Schaustellern in Erinnerung bleiben. Sie hatten gemeinsam alles daran gesetzt, den Markt mit allen Auflagen und Einschränkungen doch zu veranstalten. Dass sie es geschafft haben, sorgt seither für noch mehr Zusammenhalt.
Schausteller danken mit einem Lebkuchenherz
Der fand auch Ausdruck in dem großen Lebkuchenherz, das David Bode und sein Kollege Lars Luttkau im Namen der Schausteller an Marktvogt Georg Hellwege überreichten. „Für unseren Marktvogt Georg, Dankeschön für Jahrzehnte lange Treue und Verbundenheit! Deine Schausteller“ ist in Zuckerguss-Schrift zu lesen. Für Georg Hellwege ein bewegender Moment und der richtige Zeitpunkt, um den diesjährigen Herbstmarkt zu eröffnen: „ Dat is nu‘ so wiet, ik mok den Markt nu‘ open.“

Marktvogt Georg Hellwege mit dem großen Lebkuchenherz als Dankeschön. Foto: Klempow
Die Markteröffnung in diesem Jahr war vor allem auch für Johann Schlichtmann eine besondere. Er hatte nicht wieder kandidiert und scheidet nun aus dem Amt. Zur Eröffnungsrunde kamen geladene Gäste - wie immer aus der Nachbar-Samtgemeinde Lamstedt, aus den umliegenden Orten und Vertreter verbundener Institutionen. Eine Institution ist auch der Landgasthof Heins.

Bürgermeister Johann Schlichtmann gratuliert Wirtin Heimtraut Judel vom Landgasthof Heins zum 25-jährigen Betriebsjubiläum und dankt David Bode vom gleichnamigen Schaustellerbetrieb für 40 Jahre Mitgestaltung des Herbstmarkts Oldendorf. Foto: Klempow
Den Gastronomen Heimtraut und Johann Judel gratulierte Schlichtmann zum 25-jährigen Betriebsjubiläum in Oldendorf mit einer Urkunde.
„Oldendorf ist ein blühender Ort“
Schlichtmann blickte kurz auf die Ratsarbeit zurück, bevor die Gäste über den Markt und zum Wurstanbiss am Imbiss bummelten. Oldendorf sei ein blühender Ort. „Was getan werden musste, haben wir gemacht.“ Neue Bauplätze sind bereits in Planung, der dritte Bauabschnitt an der Ortsdurchfahrt läuft.
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Auf den neuen Rat warteten ab November weitere Aufgaben, zum Beispiel das „brisante“ Thema der Ortsmitte. Leidenschaftlich fiel Schlichtmanns Ankündigung aus, dass das Grundgesetz und die niedersächsische Verfassung für ihn die oberste Prämisse seien: „Ich werde dafür kämpfen, dass daran nicht gerüttelt wird.“
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