T„Matchplan perfekt umgesetzt“ - Fredenbeck schlägt Lemgo-Nachwuchs
Pelle Fick erzielte vor allem in der Schlussphase einige wichtige Treffer. Foto: Jörg Struwe (Archiv)
Der VfL Fredenbeck ist personell geschwächt - und doch knackt die Rumpftruppe erstmals die 40-Tore-Marke. Einmal musste VfL-Coach Steinkamp sein Team jedoch wachrütteln.
Fredenbeck. Die Fredenbecker setzten sich gegen den Tabellennachbarn Team Handball Lippe II mit 41:35 (19:18) durch und verteidigten den siebten Tabellenplatz (26:26 Punkte). Beim Nachwuchs des Bundesligisten HSG Lemgo mussten die Gäste auf sechs Spieler verzichten, darunter mit Nils Schröder, Jesper Müller und Justin Rundt drei Akteure aus der ersten Sieben. Hinzu kamen die Ausfälle von Nick Heinsohn, Tarek Wafdi und Michel Sumfleth.
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Beide Mannschaften legten ihren Matchplan von Beginn an offen. Die Lemgoer versuchten, mit blitzschnellem Umschaltspiel über die Außen zum Erfolg zu kommen. Das gelang in der Anfangsphase des Spiels einige Male gegen zu langsame Fredenbecker. Die bauten ihr Angriffsspiel ruhig auf, brachten Lauro Strothmann oder Chris-Ole Brandt in zentrale Wurfpositionen - und die verwandelten sicher. Die defensiv eingestellte VfL-Abwehr verhinderte Lemgoer Durchbrüche.
Fredenbecker lassen sich nicht aus dem Konzept bringen
Vor 438 Zuschauern in Augustdorf (Kreis Lippe) entwickelte sich ein schnelles, torreiches und ausgeglichenes Spiel. Der VfL lag von Beginn an knapp in Führung, auch weil Rundt-Vertreter Niklas Itzen im Fredenbecker Kasten eine starke Leistung ablieferte und schon in den Anfangsminuten zwei Siebenmeter parierte. Auch von außen wurde wieder getroffen. Laurenz Reiners fand zu alter Stärke zurück.
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Nach 15 Minuten gelang es den Fredenbeckern, sich erstmals mit drei Toren etwas abzusetzen. Trotz einer kurzen Schwächephase im letzten Drittel der ersten Halbzeit ließ sich der VfL nicht aus dem Konzept bringen. Drei blitzsaubere Anspiele an den Kreis nutzte Michel Brassait zum Torerfolg. „Wir haben unseren Matchplan, das Lemgoer Abwehrzentrum anzugreifen, perfekt umgesetzt“, sagte VfL-Trainer Matthias Steinkamp nach dem Spiel. Der VfL ging mit einer 19:18-Führung in die Halbzeitpause.
Trainer Steinkamp angefressen - Auszeit
In den ersten Minuten der zweiten Hälfte setzten sich die Fredenbecker etwas ab (23:20, 37.) und brachten mit ruhigem Spielaufbau Sicherheit in ihr Spiel, hielten den Lemgoer Bundesliganachwuchs auf Abstand (32:28, 50.). Der versuchte mit immer offensiverer Abwehr noch eine Wende herbeizuführen.
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In der 54. Minute gab es Aufregung auf der Fredenbecker Bank: Der Angriff spielte eine Überzahlsituation nicht aus, suchte schnell und übermotiviert den Abschluss. Im Gegenzug verkürzten die Lemgoer nach schlafmütziger Abwehrarbeit auf 31:34. Sichtlich angefressen stürmte Steinkamp zum Kampfgericht, nahm eine Auszeit und faltete seine Männer zusammen.
Pelle Fick dreht in der Schlussphase auf
Gegen Lemgos Manndeckung setzte der Trainer nun den siebten Feldspieler ein und schuf Raum für Pelle Fick, der in den letzten vier Minuten drei Treffer beisteuerte. „Das war der Sargnagel für Lemgo“, sagte Steinkamp.
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Erstmals in dieser Saison erzielten die Fredenbecker mehr als 40 Tore und zeigten auch auswärts eine stabile und verbesserte Mannschaftsleistung.
VfL-Tore: Brandt 6, Brassait 6, de Vries 1, Backofen 2, Fick 6, Strothmann 7, Ritscher 1, Möller 1, Franke 3/2, Ploak 2/2, Reiners 6.
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