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Förderantrag

TMehr Platz für Dorfgemeinschaften in Ottendorf und Kakerbeck

Das Feuerwehrhaus in Ottendorf rechts im Bild. Angrenzend ist das alte Schulgebäude zu sehen.

Das Feuerwehrhaus in Ottendorf rechts im Bild. Angrenzend ist das alte Schulgebäude zu sehen. Foto: P. Meyer

Das Dorfgemeinschaftshaus Ottendorf und das Schützenhaus Kakerbeck sind in die Jahre gekommen. Die Gemeinde will einen Antrag auf Fördermittel stellen. Was geplant ist.

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Von Pauline Meyer
Montag, 23.02.2026, 10:50 Uhr

Ahlerstedt. Undichte Dächer, Nässe im Keller und Gebäude, die seit Jahrzehnten kaum verändert wurden: in Ottendorf und Kakerbeck herrscht Handlungsbedarf in Sachen Räumlichkeiten für die Dorfgemeinschaft.

In der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Kultur und Sport der Gemeinde Ahlerstedt wurde jüngst ein Sachstandsbericht zu zwei zentralen Projekten der Dorferneuerung vorgestellt: dem Dorfgemeinschaftshaus in Ottendorf und dem Schützenhaus in Kakerbeck. Geplant ist, beide Projekte im September 2026 mit einem Förderantrag beim Amt für Regionale Landesentwicklung auf den Weg zu bringen.

Nässe im Keller: Alte Schule in schlechtem Zustand

Das Dorfgemeinschaftshaus Ottendorf, das frühere Schulgebäude aus der Zeit um 1910, befindet sich energetisch in einem sehr schlechten Zustand. „Die Dachpfannen sind undicht und der Keller ist feucht. Der allgemeine Zustand ist einfach schlecht“, erklärt Ahlerstedts Bürgermeister Uwe Arndt. Dabei wird das Gebäude intensiv genutzt: Der SV Blau-Weiß Ottendorf biete dort unter anderem Yogakurse und Mutter-Kind-Turnen an. „Da ist jeden Abend Betrieb“, betont Arndt.

Das ehemalige Ottendorfer Schulgebäude links im Bild: Hier finden regelmäßig Sportkurse statt, obwohl der Zustand des Gebäudes schlecht ist. Rechts befindet sich das Feuerwehrgerätehaus.

Das ehemalige Ottendorfer Schulgebäude links im Bild: Hier finden regelmäßig Sportkurse statt, obwohl der Zustand des Gebäudes schlecht ist. Rechts befindet sich das Feuerwehrgerätehaus. Foto: P. Meyer

Eine Arbeitsgruppe aus Ottendorf hat sich deshalb mit der Zukunft des Gebäudes befasst. Diskutiert wird sowohl eine umfassende Sanierung, als auch ein Teilabriss des alten Schulgebäudes mit anschließendem Neubau des Kellers. Turnhalle und Feuerwehrgerätehaus, das 1997 errichtet wurde, könnten dabei erhalten bleiben.

Perspektivisch könnten sich sogar zusätzliche Möglichkeiten ergeben: Die Ottendorfer Feuerwehr soll mittelfristig ein neues Gerätehaus an anderer Stelle erhalten. Der Erwerb eines Grundstücks läuft derzeit durch die Samtgemeinde Harsefeld. Die dann frei werdenden Räume könnten dann ebenfalls vom Verein oder der Dorfgemeinschaft genutzt werden.

Ziel sei es, die Optik des Gebäudes zu bewahren, während die Raumaufteilung im Inneren neu gedacht wird. Die Kosten für einen Teilabriss und Neubau werden derzeit auf rund 1,4 Millionen Euro geschätzt.

Schützenhaus wird Dorfgemeinschaftshaus

Auch in Kakerbeck besteht Handlungsbedarf. Das Schützenhaus ist energetisch veraltet, größere bauliche Maßnahmen wurden dort seit den 1970er-Jahren nicht mehr vorgenommen. Eine eigens gegründete Arbeitsgruppe hat sich mit der künftigen Nutzung beschäftigt. Geplant ist es, das Gebäude als Dorfgemeinschaftshaus zu öffnen. Räume sollen umgestaltet, der Luftgewehrstand angepasst und ein zusätzlicher Anbau realisiert werden.

Wichtig sei dabei vor allem ein ausreichend großer Veranstaltungsraum, in dem mehr als 100 Menschen Platz finden, erklärt Uwe Arndt; etwa für runde Geburtstage, Goldene Hochzeiten oder andere Veranstaltungen. Konkrete Kostenschätzungen liegen hier noch nicht vor, Bürgermeister Arndt rechnet jedoch mit einem Investitionsvolumen von 800.000 Euro.

Das Schützenhaus in Kakerbeck soll zum Dorfgemeinschaftshaus erweitert werden.

Das Schützenhaus in Kakerbeck soll zum Dorfgemeinschaftshaus erweitert werden. Foto: P. Meyer

Für beide Projekte sind nun Abstimmungsgespräche mit dem Amt für Regionale Landesentwicklung vorgesehen. Parallel soll ein Architekturbüro gefunden werden, um die Planung zu konkretisieren und eine Grundlage für mögliche Förderanträge zu schaffen. Fördermittel von jeweils 400.000 bis 500.000 Euro sind maximal möglich. Die Anträge müssten bis September beim Landesamt in Bremerhaven eingehen.

Letztlich müssen die politischen Gremien entscheiden, ob und in welcher Form die Anträge gestellt werden. Spätestens kurz vor den Sommerferien sollen die ausgearbeiteten Pläne dem Samtgemeinderat vorgestellt werden.

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