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Fußball-Bundesliga

Musiala glaubt an DFB-Comeback im März: Nicht an Fuß denken

Jamal Musiala (r) in Aktion gegen Eintracht Frankfurt.

Jamal Musiala (r) in Aktion gegen Eintracht Frankfurt. Foto: Harry Langer/dpa

Jamal Musiala kommt nach seiner schweren Verletzung langsam wieder in den Spielrhythmus. Die WM im Sommer ist ein großes Ziel. Die DFB-Rückkehr soll schnellstmöglich erfolgen.

Von dpa Sonntag, 22.02.2026, 05:15 Uhr

München. In Zauberform ist Jamal Musiala noch nicht wieder. Aber der 22-Jährige hält es nach den ersten, vorsichtig dosierten Comeback-Einsätzen beim FC Bayern München für absolut realistisch, dass er nach seiner schweren Beinverletzung schon bei den ersten Länderspielen im WM-Jahr wieder zum Kader der Fußball-Nationalmannschaft zählen wird. 

„Ich glaube schon“, antwortete der 22 Jahre alte Offensivspieler nach seinem Startelf-Einsatz beim 3:2 (2:0) der Bayern gegen Eintracht Frankfurt auf eine entsprechende Frage. Es war sein 100. Ligasieg. Er ist der erste Spieler der Bundesliga-Geschichte, der diese Marke vor dem 23. Geburtstag erreicht hat. 

100. Ligasieg vor dem 23. Geburtstag

Die Weltmeisterschaft in diesem Sommer sei ein klares Ziel von ihm, sagte der 40-malige Nationalspieler. Bundestrainer Julian Nagelsmann plant auch fest mit dem Bayern-Profi für das Turnier in Amerika. Den ersten DFB-Kader im WM-Jahr wird Nagelsmann am 19. März in Frankfurt am Main bekanntgeben. 

Am 27. März spielt Deutschland in Basel gegen die Schweiz. Drei Tage später geht es in Stuttgart gegen Ghana. Musialas letzte Länderspieleinsätze gegen Italien in der Nations League würden dann genau ein Jahr zurückliegen. 

„Mein Fokus liegt jetzt erstmal auf dem Spiel in Dortmund und den Spielen danach“, sagte Musiala. Er hatte sich im vergangenen Sommer bei der Club-WM in den USA beim Viertelfinal-Aus gegen Paris Saint-Germain bei einem schweren Zusammenprall mit Torwart Gianluigi Donnarumma einen Bruch des Wadenbeins und eine Verrenkung des Sprunggelenks zugezogen. 

Das sagen Kompany und Eberl

Die Bilder der Verletzung schaue er sich nicht mehr an. „Auf keinen Fall“, sagte Musiala. Sein aktueller Plan lautet, Schritt für Schritt wieder in Rhythmus zu kommen, um zum Ende der Saison - und damit auch bei der WM - in Bestform zu sein. „Ich wünschte, dass alles schneller geht“, sagte Musiala. Aber der Tag, an dem er wieder bei 100 Prozent sei, der werde kommen.

Trainer Vincent Kompany baut ihn beim FC Bayern behutsam auf. „Er bleibt für mich noch in einer Zone, in der ich ihm diesen Druck nicht geben will, dass er schon leistungstragend sein muss. Wir sind schon froh, wo er steht“, sagte Kompany. 

Sportvorstand Max Eberl sieht einen Musiala im Training und in den Spielen, der brenne. „Jede Minute tut ihm gut. Jede Woche tut ihm gut. Er ist für uns ein Unterschiedsspieler. Das soll er in der Saison werden - und dann im besten Fall ab dem Sommer auch für den DFB.“

„Muss in den Rhythmus reinkommen“

Gegen Frankfurt war es Musialas achter Pflichtspieleinsatz nach der langen Pause. Viele Aktionen sehen schon wieder rund aus, bisweilen fehlt im Dribbling oder beim Abschluss noch ein Tick. Ein Comeback-Tor hat er aber schon beim 2:1 in der Champions League gegen die PSV Eindhoven erzielt. 

„Ich muss wieder in den Rhythmus reinkommen. Ich bin viel gerannt, hatte gute Aktionen“, sagte Musiala nach den 78 Minuten, die er gegen Frankfurt bekam: „Mein Mindset ist einfach, Spiel für Spiel Fortschritte zu machen - und nicht an den Fuß denken.“

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