TNach Abriss: Kirche plant neues Pfarrhaus in Harsefelds Mitte
Das Pfarrhaus in Harsefeld wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Foto: P. Meyer
1892 wurde das Pfarrhaus errichtet - jetzt wird es abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Gründe dafür sind der schlechte Zustand und eine Auflage der Landeskirche.
Harsefeld. Das Pfarrhaus der evangelischen Kirchengemeinde Harsefeld am Denkmalsweg 1 wird abgerissen. An gleicher Stelle soll bald schon ein Neubau entstehen. Bereits Anfang dieser Woche begann der Rückbau des geschichtsträchtigen Gebäudes durch die Firma Viebrockhaus - etwa vier Wochen werden diese Arbeiten in Anspruch nehmen.
Wohnung frei
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Besonderes Augenmerk werde dabei auf den Erhalt einiger wesentlicher Bauteile gelegt, erklärt Kirchenvorstandsvorsitzende Silke Jeske. Diese sollen im Neubau wiederverwendet werden. Erste Überlegungen für einen Neubau hat es bereits 2014 gegeben.

Die Bauarbeiten im Pfarrhaus haben kürzlich begonnen. Foto: P. Meyer
Der Gedanke beschäftigte den Kirchenvorstand über Jahre, war Thema in Sitzungen und Gemeindeveranstaltungen. Konkreter wurde die Planung für einen Neubau 2019, gedauert hat es dennoch einige weitere Jahre.
Pfarrhaus ist mehr als 100 Jahre alt
Notwendig wurde dieser Schritt nicht nur durch den schlechten Zustand des Gebäudes. „Nach 134 Jahren erfüllt das bisherige Pfarrhaus schon länger nicht mehr modernen Anforderungen an Gebäudetechnik, Barrierefreiheit oder Wohnkomfort“, so Silke Jeske. Zudem hat die Landeskirche den Kirchengemeinden auferlegt, den Gebäudebestand zu prüfen und Überhänge abzubauen.
Sanierung oder Neubau
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Gebäude sollen nachhaltiger und für die zukünftige Nutzung besser ausgestattet werden. Für Harsefeld bedeutete das eine Neuausrichtung, denn die Kirchengemeinde hat zu viele Flächen. Überlegungen, auch das gemeindeeigene Gemeindezentrum Am Bockelfeld und das Pfarrhaus an der Stettiner Straße einzubeziehen, seien vorerst aber zurückgestellt worden, so Jeske.
Pfarrbüro zieht während der Bauphase um
Unterstützung erhält die Kirchengemeinde aus der Nachbarschaft: Während der Bauphase zieht das Pfarrbüro vorübergehend in das ehemalige Schuhhaus Reese an der Marktstraße 4. Die Sprechzeiten bleiben unverändert.

Vorübergehend kommt das Pfarrbüro an der Marktstraße 4 unter. Foto: P. Meyer
Zahlreiche Ehrenamtliche packten beim Entrümpeln des Pfarrhauses an und halfen beim Transport von Übergangsmobiliar, das die Kreissparkasse Stade spontan zur Verfügung stellte. „Man merkt, dass die Gemeinde Lust auf das Projekt hat“, freut sich Pastorin Meriam Kalmbach. Pastor Jens Monsees unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens: „Ein moderner Neubau unterstützt uns bei der Weiterentwicklung und der zukunftsfähigen Gestaltung der Gemeinde.“ Etwaige Beeinträchtigungen und Baustellenverkehr in dieser Phase bittet die Kirchengemeinde zu entschuldigen.
Wie das neue Pfarrhaus aussehen wird und wann der Neubau fertiggestellt sein soll, lesen Sie zeitnah im TAGEBLATT und auf tageblatt.de.
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