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TNach Grönland: Will Trump jetzt auch Bremerhaven und Bremen kaufen?

USA, Washington: Donald Trump, designierter Präsident der USA.

USA, Washington: Donald Trump, designierter Präsident der USA. Foto: Alex Brandon

Donald Trump fantasiert über den Kauf Grönlands, von Kanada als „51. Bundesstaat“. Das ist grotesk - genau wie eine Landkarte, auf der plötzlich Bremerhaven und Bremen auftauchen.

Von Jens Gehrke 09.01.2025, 05:00 Uhr

Bremerhaven. Der künftige US-Präsident Donald Trump sagt immer wieder Sätze, die nahelegen, er wolle das Territorium der USA vergrößern. Wie unter anderem dpa berichtete, spottete Trump zuletzt im Zollstreit, dass Kanada der 51. Bundesstaat der USA werden könne. Trump machte ebenfalls deutlich, dass er Grönland von Dänemark abkaufen wolle, außerdem hatte er gegenüber Panama gedroht, den Panama-Kanal wieder an sich zu reißen.

Trumps Aussagen feuern Nutzer an, Karten zu entwerfen

Fest steht, Trumps Aussagen feuern zahlreiche Nutzer in den sozialen Medien an, Karten der Vereinigten Staaten in neuen Grenzen zu erstellen. Diese Karten stellen die Großmachtfantasien Trumps bildlich dar. All das fasste „Spiegel Online“ in einem Artikel zusammen. Dort wurde prominent eine Karte aus sozialen Medien eingebettet, die nun Tausende Leserinnen und Leser in Deutschland gesehen haben dürften. Demnach sollen zum 250. Geburtstag der USA im Jahr 2026 neben den genannten Bereichen Grönland, Kanada und einer vermeintlichen Panama-Kanal-Zone auch das Bundesland Bremen zu den USA gehören. Abgekürzt werden Bremen und Bremerhaven als P.O.B. - Port of Bremen.

Die Karte ist zweifelhafter Herkunft, vermutlich KI-generiert. Sie tauchte vorher etwa beim Online-Forum Reddit auf, der Spiegel bettete die Karte ein über den rechtsgerichteten X-Account „End Wokeness“.

Bremerhaven ist US-amerikanische Besatzungszone gewesen

Bremen und Bremerhaven sind ab 1945, nach dem Zweiten Weltkrieg, US-amerikanische Besatzungszone gewesen. Sie wurden als „Port of Bremen“ von den US-Amerikanern bezeichnet, hier waren die wichtigen „ports of embarkation“ für die US-Armee, die GIs waren allgegenwärtig. Bereits 1947 wurde Bremen allerdings offiziell wieder die Selbstverwaltung zugesprochen. 1949 wurde dann die Bundesrepublik Deutschland neu gegründet. Die US-Amerikaner blieben bis 1993. Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) betonte jüngst noch das gute Verhältnis der Stadt zu den USA und die Bedeutung des Hafens für die US-Armee.

Für Trump würde es auch eine persönliche Beziehung geben: Donald Trumps Urgroßvater Friedrich wanderte 1885 über Bremerhaven aus. Friedrich Trump war seinerzeit 16 Jahre alt, ein gelernter Friseur aus Kallstadt in Rheinland-Pfalz. Er sollte noch mehrmals die Passage über Bremerhaven in seinem Leben nehmen. Gründe gibt es also viele, warum der „Port of Bremen“ auf einmal auf so einer Fantasiekarte auftauchte - und dort als US-amerikanisch eingefärbt wurde. Klar ist, auch wenn es viele Verbindungen zwischen den USA und dem Bundesland Bremen zu geben scheint. Die Landkarte ist Fantasie - zum Glück.

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