TNach dem Schock: Kommt die Oberschule in Buxtehude doch früher?
Das Bild zeigt die Hauptschule am Schulzentrum Süd. Zusammen mit der Realschule soll sie in einer Oberschule aufgehen. Zentraler Schwerpunkt einer Oberschule ist die Vorbereitung auf das Berufsleben. Foto: Wisser
Der Buxtehuder Schulausschuss bringt gute Nachrichten für die Haupt- und Realschule. Und Neues gibt es zum Masterplan Grundschulen.
Buxtehude. Im Mai noch wollte die Stadt Buxtehude die Gründung der geplanten Oberschule in das Jahr 2028 verschieben. Die Schulleiterinnen der betroffenen Schulen am Schulzentrum Süd hielten das für schädlich. Von einem Schock war die Rede. Denn Hauptschule und Realschule wollen zusammen möglichst schnell in einer Oberschule aufgehen. Kritik wegen der Verzögerung erntete die Stadtverwaltung auch von Politikern.
Mittlerweile denkt die Stadtverwaltung anders darüber. Eine Kehrtwende im Zeitplan zur Einführung der Oberschule verkündete Fachbereichsleiterin Gaby Wehrens am Dienstagabend im Schulausschuss.
Antrag zur Oberschule nimmt Fahrt auf
Die Verwaltung werde so vorgehen, bis Ende Oktober die Voraussetzungen für einen Start im Schuljahr 2027/2028 zu schaffen, sagte Gaby Wehrens. Der 31. Oktober ist der Stichtag, einen entsprechenden Antrag beim zuständigen Regionalen Landesamt für Schule und Bildung zu stellen. Beantragen will die Stadt Buxtehude eine Oberschule mit gymnasialem Zweig.
Offenbar gelten Bedenken anderer weiterführender Schulen in Buxtehude nicht mehr als Hindernis zur Einführung einer neuen Schulform in Buxtehude. Die Verschiebung im Zeitplan um ein Jahr hatte die Verwaltung auch damit begründet. Die Auswirkungen einer Oberschule auf die vorhandenen Gymnasien und die Integrierte Gesamtschule sollten geprüft werden.
Schulkrise
T Schock in Buxtehude: Oberschule soll später kommen
Zeit gewinnen wollte die Stadtverwaltung auch für eine Elternbefragung. Diese soll deutlich machen, welche weiterführenden Schulen die Eltern der Viertklässler bevorzugen.
Mittlerweile sollen sogar deutlich mehr Eltern befragt werden, als ursprünglich vorgesehen: Alle Eltern der Klassen 1 bis 4 werden dazu aufgerufen. Das Landesamt für Schule und Bildung habe das so empfohlen, sagte Wehrens. „Und das werden wir jetzt tun.“
Darum werden Eltern online befragt
Ausschließlich online werde die Elternbefragung ablaufen. Auf diese Weise gewinne die Stadtverwaltung Zeit im Vergleich zu Fragebögen, die gedruckt, verschickt und ausgewertet werden müssten.
Eine möglicherweise niedrige Beteiligung sei kein Grund, der die Gründung der Oberschule vereiteln könnte. Das jedenfalls ließ die Stadtverwaltung den Schulausschuss wissen.
Elternbefragung: Nur in deutscher Sprache?
Ob die Elternbefragung nur in deutscher Sprache durchgeführt werde, wollte Elternvertreter Marc Höper wissen. Die Antwort blieb vorerst offen. Genaueres zur Elternbefragung gäbe es nach den Sommerferien, sagte Fachgruppenleiterin Claudia Blaß.
Ein Jahr mehr Zeit wollte ursprünglich die Stadtverwaltung auch haben, um die Schülerzahlenprognose zu berücksichtigen. Nun sagte Fachbereichsleiterin Gaby Wehrens im Schulausschuss: „Die Schülerzahlenprognose haben wir Ende Juni.“
Wie sicher ist der gymnasiale Zweig?
Die beabsichtigte Gründung einer Oberschule in Buxtehude hat also wieder Fahrt aufgenommen. Ob sofort mit gymnasialem Zweig, das scheint offenbar noch nicht endgültig geklärt.
Ob der Antrag zur Gründung der Oberschule gestellt und über den gymnasialen Zweig später entschieden werden könne, wollte Schulausschussmitglied Arnhild Biesenbach (CDU) wissen. Es gebe Alternativideen, antwortete Gaby Wehrens. „Das werden wir später sagen.“
Neues zum Masterplan Grundschulen
Bisher sollten die Standorte Hedendorf und Neukloster aus dem Masterplan Grundschulen ausgeklammert werden. Nun sieht der Beschlussvorschlag eine Ergänzung vor. Demnach soll die Stadtverwaltung die „organisatorische Zusammenlegung“ der Schulstandorte Hedendorf und Neukloster vorantreiben.
Gemeint ist damit eine Reform der Schulleitung. „Dadurch soll es eine Schulleitung für beide Standorte geben“, erklärte Schulausschussmitglied Nick Freudenthal (SPD) auf Nachfrage dem TAGEBLATT. Hintergrund: In Neukloster muss der Schulleiterposten neu besetzt werden. Bisher zuständig in Hedendorf ist die Schulleitung der Grundschule Altkloster - das soll sich ändern.
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