TNeu im Vorstand: Kerstin Gerß setzt auf Vielfalt bei Viebrockhaus
Viebrockhaus heißt Kerstin Gerß als neue Personalvorständin willkommmen. Foto: Viebrockhaus
Die Viebrockhaus AG beruft Kerstin Gerß zur Personalvorständin. Sie ist damit die erste Frau im Vorstand in der Geschichte des Harsefelder Familienunternehmens.
Harsefeld. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im Personalwesen übernimmt sie künftig die strategische Verantwortung für das HR-Ressort. Das verkündet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Kerstin Gerß folgt auf Wolfgang Werner, der nach 30 Jahren im Unternehmen - davon 25 Jahre als Geschäftsführer und Vorstand - zum 1. Juli das Rentenalter erreicht. Dem Unternehmen bleibe er jedoch verbunden. „Wir freuen uns sehr, dass Wolfgang Werner das Unternehmen auch weiterhin mit seiner Erfahrung begleitet“, erklären Dirk und Lars Viebrock.
Sie denkt strategisch
„Mit Kerstin Gerß gewinnen wir eine erfahrene und zugleich strategisch denkende Persönlichkeit für den Vorstand. Wir freuen uns sehr, sie in dieser neuen Rolle willkommen zu heißen und gemeinsam die Zukunft von Viebrockhaus weiter zu gestalten“, führen die Brüder weiter aus. „Dass erstmals eine Frau in den Vorstand berufen wird, ist für uns ein besonderer Schritt und zugleich Ausdruck einer Haltung, die seit jeher Teil unserer Unternehmenskultur ist.“
Kerstin Gerß blickt auf mehr als 30 Jahre Berufserfahrung im Personalmanagement zurück. Nach ihrer Ausbildung zur Steuerfachwirtin spezialisierte sie sich kontinuierlich auf den Bereich Human Ressources und verbindet heute fundiertes arbeits- und steuerrechtliches Wissen mit moderner strategischer Personalarbeit.
Sie setzt auf die Mitarbeitenden
„Mein Anspruch ist es, Teams und Unternehmen zukunftssicher aufzustellen - durch eine Personalarbeit, die operative Stärke und strategische Entwicklung zusammenführt“, beschreibt Kerstin Gerß ihren Führungsansatz.
In ihrer Antrittsrede betonte die neue Personalvorständin die besondere Unternehmenskultur von Viebrockhaus. Das Unternehmen sei „mehr als ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen“, sondern ein Familienunternehmen, das von „Haltung, Verlässlichkeit und einem tiefen Verständnis“ dafür geprägt sei, dass nachhaltiger Erfolg nur gemeinsam mit den Mitarbeitenden entstehe.
Viebrockhaus: Tradition der Chancengleichheit
Die Berufung von Kerstin Gerß stehe zugleich in einer langen Tradition gelebter Chancengleichheit bei Viebrockhaus, heißt es in der Pressemitteilung. Bereits in der Vergangenheit wurden Frauen in die Geschäftsführung berufen und prägten damit die Entwicklung des Unternehmens maßgeblich.
Unternehmensgründer Gustav Viebrock ermöglichte bereits vor gut 40 Jahren Mitarbeiterinnen, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren, indem er ihnen die Arbeit nach Hause brachte, damit sie ihre Kinder betreuen konnten.
Diese Haltung sei über Jahrzehnte weitergeführt worden - lange vor „Homeoffice“ oder digitalen Arbeitsmodellen. Gerß kündigte an, den Fokus ihrer Vorstandsarbeit auf Zusammenarbeit, Vielfalt und generationenübergreifendes Verständnis zu legen. Unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Denkweisen seien entscheidende Faktoren für Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens.
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