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Bauprojekt

TNeue Sporthalle: Agathenburg geht bei Fördergeldern leer aus - und jetzt?

Die alte Mehrzweckhalle in der Ortsmitte hat sich als beliebter Treffpunkt für die Agathenburger etabliert.

Die alte Mehrzweckhalle in der Ortsmitte hat sich als beliebter Treffpunkt für die Agathenburger etabliert. Foto: Buchmann

5,7 Millionen Euro plant die Gemeinde aktuell für eine neue Sporthalle ein. Nach der Förderabsage müssen die Architekten jetzt nachjustieren. Das kostet vor allem Zeit.

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Von Steffen Buchmann
22.06.2026, 12:50 Uhr

Agathenburg. Die Gemeinde Agathenburg muss bei den Plänen für eine neue Sporthalle einen weiteren Dämpfer hinnehmen. Agathenburg wird keine Förderung aus der sogenannten „Sportmilliarde“ erhalten, teilte der stellvertretende Gemeindedirektor Timo Kilian am Mittwochabend dem Gemeinderat mit.

Der Bundestag hatte jüngst für das Programm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ beschlossen, bis 2029 Fördergelder in Höhe von bis zu einer Milliarde Euro bereitzustellen. So sollen Kommunen Sportstätten „von besonderer regionaler und überregionaler Bedeutung“ erhalten und modernisieren.

Nachfrage übersteigt Fördermittel um Vielfaches

Erwartungsgemäß war die Nachfrage unter den Kommunen sehr hoch, etwas von der Förderung für ihre Projekte abzugreifen. Doch mit über 3600 Interessensbekundungen und über 7,5 Milliarden Euro an beantragten Gesamtfördergeldern dürfte selbst die Förderstelle des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) nicht gerechnet haben.

Mit diesem Entwurf für die neue Sporthalle haben die Architektenbüros B8 und KFA Bauplanung aus Hamburg 2023 den Architektenwettbewerb gewonnen. (Visualisierung)

Mit diesem Entwurf für die neue Sporthalle haben die Architektenbüros B8 und KFA Bauplanung aus Hamburg 2023 den Architektenwettbewerb gewonnen. (Visualisierung) Foto: Arbeitsgemeinschaft ARGE B8 KFA

„Unser förderfähig bewertetes Projekt kam daher leider einfach nicht zum Zuge“, teilt Kilian auf Nachfrage mit. Die Gemeinde Agathenburg hält jedoch weiterhin an der neuen Sporthalle fest. Im derzeitigen Haushalt stehen 2 Millionen Euro für den Neubau bereit, 2027 sind nochmals 3,7 Millionen Euro veranschlagt.

Alte Halle hat sich als Treffpunkt etabliert

Agathenburg plant seit Jahren, eine neue Mehrzweckhalle mitsamt weiterem Spielfeld am Ortseingang neben dem bestehenden Sportplatz zu bauen. Der Sportstandort in der Ortsmitte ist nicht mehr tragbar. Die Pläne einer Sanierung scheiterten damals im Normenkontrollverfahren. Zudem wäre eine Sanierung mit aufwendigen Gutachten ähnlich teuer gewesen wie ein Neubau - mit eingeschränktem Betrieb wegen Lärms und Nachbarschaft durch die Lage in der Ortsmitte.

Wie die alte Mehrzweckhalle weitergenutzt werden kann, ist noch offen. Der nahe gelegene, gemeindeeigene Kindergarten nutzt die Räume. Zudem hat sich die Halle für die Agathenburger als Treffpunkt im Ortskern etabliert. Bis zur Fertigstellung der neuen Sporthalle muss die alte Halle ohnehin noch für den Sportverein und andere Gruppen herhalten.

Neue Sporthalle voraussichtlich erst Ende 2028 fertig

Wie Kilian im Rat mitteilte, habe die Verwaltung die Architekten mit der Finalisierung der Pläne beauftragt. Es sei zudem eine neue Kostenberechnung notwendig, da aufgrund der abgesagten Fördermittel die Pläne noch mal angepasst werden müssten. Inwiefern sich die Kosten verändern, sei noch nicht absehbar. Kilian rechnet damit, dass sowohl die aktualisierten Pläne als auch die Kostenberechnung bis Mitte Juli vorliegen.

Der Gemeinderat wird voraussichtlich im August über die überarbeiteten Pläne der Sporthalle beraten, der Bauantrag soll bis spätestens Mitte September gestellt werden. „Das ist länger, als wir selbst geplant haben“, sagt Kilian. Als möglicher Baubeginn sei September 2027 denkbar, die Bauzeit soll bei etwa 14 Monaten liegen. Die neue Sporthalle wäre nach diesem Zeitplan also frühestens Ende 2028 fertig.

Auf die bereits im Haushalt eingeplanten Finanzmittel hat die fast einjährige Verzögerung beim Neubau keinen Einfluss. Die 5,7 Millionen Euro seien vorgemerkt und übertragbar, bestätigt der Horneburger Kämmerer Mirko Sturm auf Nachfrage.

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