Ganztagsschule

TNeuer Caterer: So viel kostet zukünftig das Schulessen in Horneburg

Ein Mädchen beim Mittagessen.

Ab August übernimmt die Zitronengras GmbH das Schulcatering in der Samtgemeinde Horneburg (Symbolbild). Foto: Jens Kalaene/dpa

„Ungesund“, „nicht kindgerecht“: Das Schulessen in Horneburg hatte bei Eltern einen schlechten Ruf. Die Verwaltung schrieb die Schulverpflegung neu aus - und wurde jetzt fündig.

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Von Steffen Buchmann
11.07.2026, 05:50 Uhr

Horneburg. Nach den Sommerferien weht ein frischer Wind durch die Schulkantinen in der Samtgemeinde Horneburg. „Wir haben einen neuen Caterer gefunden“, teilt die Horneburger Verwaltungsmitarbeiterin Andrea Hunold dem TAGEBLATT mit.

Die Samtgemeinde hat einen Zwei-Jahres-Vertrag mit der Zitronengras GmbH aus Weyhe im Landkreis Diepholz geschlossen. Das Catering-Unternehmen gehört zum Mutterkonzern ABC Kochwerk GmbH in Bremen, die nach eigener Aussage 53 Schulen in Bremen und Niedersachsen täglich mit Mittagessen versorgt.

Verwaltung zufrieden mit Auswahl

„Die Schülerinnen und Schüler erwartet ein abwechslungsreicher, ausgewogener und kindgerechter Speiseplan mit täglich frisch zubereiteten Mahlzeiten“, sagt Jeannette Espargilière von ABC Kochwerk.

Das Unternehmen setzte sich laut Hunold gegen vier Mitbewerber durch. Die Samtgemeinde habe für die Ausschreibung eine Bewertungsmatrix mit verschiedenen Qualitätskriterien erstellt. „Wir sind sehr zufrieden mit der Auswahl“, resümiert Hunold.

Preisänderungen beim Mittagessen

Der neue Caterer versorgt zukünftig die drei Grundschulen in Horneburg, Bliedersdorf und Dollern, die Oberschule Horneburg sowie die Kita Dollern. Das Unternehmen rechne durchschnittlich mit etwa 350 Mittagessen pro Schultag. „Unsere Kapazitäten sind so ausgelegt, dass wir die erwartete Nachfrage zuverlässig und flexibel bedienen können“, sagt Espargilière.

Nach den Sommerferien gelten neue Preise. Während Kinder an den Grundschulen sowie der Kita zukünftig 4,40 Euro statt bisher 4,50 Euro pro Mittagessen zahlen, kostet es für Oberschüler mit 4,60 Euro pro Essen zehn Cent mehr. Dies liege an „der größeren Portionsgröße“, erklärt die Unternehmenssprecherin.

Caterer setzt auf Cook- & Chill-Verfahren

Der Caterer will täglich neben Fleisch- und Fischgerichten auch eine vollwertige vegetarische Alternative anbieten. „Selbstverständlich berücksichtigen wir zudem Allergien, Unverträglichkeiten sowie medizinische, kulturelle und religiöse Ernährungsvorgaben“, so die Unternehmenssprecherin.

Die Speisen bereitet das Unternehmen täglich in einer eigenen Küche vor und liefert sie im Cook- & Chill-Verfahren an die Schulen. Dabei werden die Mahlzeiten nach der Zubereitung schonend heruntergekühlt und erst kurz vor der Ausgabe vor Ort erwärmt.

Essen noch am selben Tag abbestellbar

Eltern bestellen das Mittagessen weiterhin über das etablierte GiroWeb-System. Hierbei überweisen sie vorab Geld an die Schule und bekommen es als Guthaben in ein Benutzerkonto angezeigt, über das sie per Webseite oder App das Mittagessen für ihre Kinder bestellen können.

Zuletzt hatten sich Eltern darüber beschwert, dass sie das Mittagessen etwa im Krankheitsfall nicht kurzfristig stornieren konnten. Damit soll ab August Schluss sein. „Eine Abbestellung ist am selben Tag bis 8 Uhr morgens möglich“, sagt Hunold. Die Stornierung erfolgt direkt über GiroWeb, das Geld für das Mittagessen wird dann zurückgebucht.

Mensa-Neubau: Schulwege ändern sich

Die Horneburger Grundschüler essen nach dem Sommer in drei Schichten in der bisherigen Mensa. Ein zweiter Fluchtweg und die Verlagerung der Essensausgabe ermöglichen laut Hunold neue Sitzplätze. Die Bauarbeiten für die neue Mensa sollen in den Sommerferien beginnen, die Bauzeit soll etwa ein Jahr betragen.

Durch den Neubau am Buswendeplatz müssen sich die Schüler auf einige Änderungen im Tagesablauf einstellen. In einem Infoschreiben weist die Verwaltung die Eltern darauf hin, ihre Kinder vorrangig zu Fuß zur Schule laufen zu lassen. Für nicht vermeidbare Autofahrten werden zwei Bring- und Abholbereiche in der Issendorfer Straße und Bahnhofstraße eingerichtet.

Weiterhin bittet die Verwaltung, die Fußwege zu nutzen sowie die Baustellenbereiche nicht zu betreten. Zudem sollen Eltern ausreichend Zeit für die An- und Abreise einplanen und die direkte Anfahrt zur Grundschule mit dem Pkw vermeiden.

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