TNeuer Geh- und Radweg zwischen Nottensdorf und Bliedersdorf fertig
Eine mobile Ampelanlage hilft Fußgängern und Radfahrern in Nottensdorf, die Straße zum neuen Verbindungsweg zu überqueren. Foto: Bisping
Die neue Grundschule in Bliedersdorf wurde schon vergangenes Jahr eröffnet. Jetzt ist auch der Geh- und Radweg endlich fertig. Es gibt noch mehr Neues auf dem Schulweg.
Bliedersdorf. Grundschüler aus Nottensdorf erwartete Mitte August nicht nur ein neues Schuljahr, sondern auch ein neuer Schulweg. Der knapp 1,5 Kilometer lange Geh- und Radweg verbindet die beiden Gemeinden Nottensdorf und Bliedersdorf. Seit dem 17. August ist die Straße offiziell wieder für den Verkehr freigegeben.
Für den Autoverkehr ist der Bliedersdorfer Weg seit dem 17. August wieder freigegeben. Foto: Buchmann
Bereits im August 2025 konnten Samtgemeinde, Schulleitung und Grundschüler die brandneue Grundschule Bliedersdorf-Nottensdorf, kurz Blino, einweihen. Der Schulweg sollte ursprünglich zeitgleich fertig werden. Doch zunächst verzögerte eine erneute Ausschreibung das Bauprojekt - die bisher eingereichten Angebote überstiegen das Finanzbudget der finanziell gebeutelten Kommune.
Glasfaserkabel verzögern Bauprojekt
Einen weiteren Zeitfresser verschuldete die Deutsche Glasfaser. Im Bereich des Schulweges lagen Glasfaserkabel, deren Verlauf jedoch nicht genau dokumentiert war, sagt Bauamtsleiter Roger Courtault. Die Bauarbeiter mussten daher entlang des Weges in mehreren Abschnitten aufwendig händisch ausschachten.
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Courtault zeigt sich mit dem jetzt fertiggestellten Verbindungsweg zufrieden. Insgesamt 1,65 Millionen Euro flossen in das Bauprojekt, gefördert mit 500.000 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm. Der Großteil des 2,5 Meter breiten Geh- und Radweges wurde neu gepflastert, die restlichen Abschnitte frisch asphaltiert. Ein Entwässerungsgraben trennt den Weg von der Fahrbahn.
Gerodete Bäume werden nicht neu gepflanzt
Der neue Weg ist nicht bloß Schulweg, sondern steht allen Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung. Für die Sicherheit aller hat die Kommune neue Straßenlaternen zur Beleuchtung aufgestellt.

Ein Großteil des Geh- und Radweges von Nottensdorf aus ist gepflastert, eine Mulde sorgt für die Entwässerung. Foto: Buchmann
Das Besondere: Die Laternen sind mit Bewegungsmeldern ausgestattet, so dass sie sich beim Näherkommen einschalten und nach einer gewissen Zeit wieder erlöschen. „Das spart Energie und ist besser verträglich für Insekten“, erklärt Courtault.
Für Autofahrer gilt entlang der Verbindungsstraße künftig Tempo 30. Ein Grund seien die Straßenschäden im Asphalt, sagt Courtault. Eine Sanierung der Fahrbahn sei aktuell nicht geplant.
Um die Maßnahme naturverträglich zu gestalten, wurde der Weg in einigen Bereichen um Bäume und Sträucher herum schmaler gebaut. Im Januar 2025 ließ die Gemeinde rund 20 Bäume fällen, um etwa Platz für die notwendige Verbreitung sowie den Entwässerungsgraben zu schaffen.
Damals kündigte die Verwaltung an, mindestens 48 neue Bäume pflanzen zu lassen (wir berichteten). Dieser Plan ist jetzt vom Tisch. Die Neupflanzungen seien kein Bestandteil der erneuten Ausschreibung gewesen, sagt Courtault auf Nachfrage. Der Hauptgrund: Bedenken wegen des landwirtschaftlichen Lastverkehrs.
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