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Drittliga-Handball

T„Nie aufgegeben“: Fredenbecker Flügelspieler in Torlaune

Der Slowake Daniel Polak ist Fredenbecks bester Werfer in Hildesheim.

Der Slowake Daniel Polak ist Fredenbecks bester Werfer in Hildesheim. Foto: Potreck

Der VfL Fredenbeck und Hildesheim leisten sich ein Handball-Duell in der 3. Liga mit vielen Fehlern und vergebenen Chancen. Überzeugend treten die Außenspieler auf.

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Von Wilhelm Thiele
28.09.2026, 12:25 Uhr

Fredenbeck. Der VfL Fredenbeck verliert in der 3. Liga sein Auswärtsspiel beim HC Eintracht Hildesheim knapp mit 30:31 (15:17) und rangiert nun mit 4:6-Punkten auf dem elften Tabellenplatz.

Es war von Beginn an kein Handballspiel fürs Auge oder schwache Nerven. Der HC Eintracht Hildesheim operierte, wie auch in den vorherigen Spielen, mit einer offensiven 3:2:1-Deckung. Die Fredenbecker schien das zu überraschen. Ballverluste und technische Fehler waren die Folge.

Das erste VfL-Tor fällt nach sieben Minuten

Nach sechs Minuten führte die Heimmannschaft mit 4:0, bevor Laurenz Reiners nach knapp sieben Minuten vom Kreis zum ersten Fredenbecker Tor traf. Beim 5:1 in der 8. Minute nahm ein sichtlich angefasster Fredenbecker Coach Matthias Steinkamp seine erste Auszeit.

Die fruchtete. Fredenbecks Angriffe liefen nun flüssiger, die Außen wurden konsequenter eingesetzt. Und sie trafen. Über die gesamte Spielzeit erzielten Laurenz Reiners, Tarek Wafdi, Jan Möller und Daniel Polak zusammen mit den fünf von Polak souverän verwandelten Siebenmetern 22 der 30 Fredenbecker Tore.

Als in der 14. Minute Justin Rundt für Teo Mestrovic ins Tor wechselte, kam auch in die Abwehr mehr Sicherheit. Die Fredenbecker verkürzten kontinuierlich und in der 17. Minute (7:9) war der Anschluss hergestellt. Es entwickelte sich ein offenes Spiel. Beim VfL Fredenbeck bekam Tarek Wafdi auf Rechtsaußen das Vertrauen von Trainer Matthias Steinkamp und enttäuschte mit fünf eiskalt erzielten Treffern nicht. Auch Michel Sumfleth bekam Spielzeit und vertrat engagiert Marten Franke als Spielregisseur, der sich eine Muskelverletzung am Oberschenkel zuzog.

Chris-Ole Brandt mit Tor beim Comeback

Beide Mannschaften leisteten sich technische Fehler. So blieb es mit 15:17 bei der knappen Hildesheimer Führung zur Halbzeit.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit brauchte der VfL wieder Anlauf, um ins Spiel zu kommen. Die Hildesheimer zogen auf 20:15 davon.

Wieder nahm Fredenbecks Coach eine Auszeit. Chris-Ole Brandt bekam sein Comeback und erzielte beim 20:17 (36. Min.) seinen ersten Treffer - neben drei Toren von Pelle Fick den einzigen eines Fredenbecker Rückraumspielers in diesem Spiel. Das fehlerreiche Hildesheimer Spiel setzte sich fort, ohne dass der VfL dies nutzen und verkürzen konnte (20:24, 45.). Coach Steinkamp bemängelte nach dem Spiel die zahlreichen „Kinderfehler“ seiner Männer und die vergebenen Chancen im Überzahlspiel.

Neue Taktik lässt Fredenbeck hoffen

Der Trainer setzte nun auf den siebten Feldspieler. Teo Mestrovic wechselte ins Tor zurück. Mit Erfolg. Der VfL kämpfte sich heran. Beim 25:26 (50. Min.) war der Anschluss geschafft. Ein Fredenbecker Erfolg schien wieder möglich. So auch beim 28:29 (55. Min) in Hildesheimer Unterzahl. Doch die Chancen blieben ungenutzt. Schließlich auch beim Spielstand von 30:31 in der Schlussminute. Für einen Freiwurf von der Neunmeterlinie kam Noah Schwenke aufs Feld. Doch der Hildesheimer Torwart parierte, die Fredenbecker Niederlage war besiegelt.

Fredenbecks Coach Matthias Steinkamp fasste es nach Abpfiff so zusammen: „Ein Spiel der vergebenen Möglichkeiten.“ Trotz der im Ergebnis verschenkten Punkte blieb der Coach positiv. „Die Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt und sich nie aufgegeben.“ Er erbittet Geduld und hofft auf die Rückkehr der langzeitverletzten Spieler.

Die Statistik des Spiels

  • VfL Fredenbeck: Rundt, Mestrovic; Sumfleth 1, Brassait 3, Schwenke, Backofen, Brandt 1, Fick 3, Wafdi 5, Ritscher, Möller 3, Franke, Polak 8/5, Reiners 6, Heinsohn.
  • Siebenmeter: VfL 5/5 - HCH 6/6.
  • Zeitstrafen: VfL 2 - HCH 5.
  • Zuschauer: 843.
  • Nächstes Spiel: VfL Fredenbeck - TuS Spenge (Samstag. 3. Oktober, 19.30 Uhr).

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