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Handball 3. Liga

TNiklas Itzen hält Fredenbecker Sieg fest - VfL bangt um Rückraumshooter

Erleichterung in der Geestlandhalle: VfL-Torhüter Niklas Itzen feiert den Sieg.

Erleichterung in der Geestlandhalle: VfL-Torhüter Niklas Itzen feiert den Sieg. Foto: Potreck

Die knapp 900 Fans in Fredenbeck sahen eine Partie, die alles bot, was Handball ausmacht: Kampf, Tempo, Dramatik und Finesse. Doch es gab auch einen Schreckmoment.

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Von Wilhelm Thiele
13.09.2026, 13:50 Uhr

Fredenbeck. Die Wiedergutmachung ist gelungen. Der VfL Fredenbeck setzte sich gegen die MT Melsungen II nach großem Kampf mit 29:28 (15:14) durch. Knapp 900 Fans applaudierten in den letzten Minuten stehend.

Der Spielbeginn gehörte dem VfL Fredenbeck (7:4, 10.), der weiter ohne die langzeitverletzten Rückraumspieler sowie Torwart Justin Rundt auskommen musste. Ab Mitte der ersten Halbzeit kamen die Melsunger besser ins Spiel (10:10, 20.).

Beide Mannschaften spielten hohes Tempo und mit viel Körpereinsatz. Keine Mannschaft konnte sich absetzen. Die Chancenverwertung des Fredenbecker Angriffs war verbessert. Der Rückraum setzte die Melsunger Abwehr gehörig unter Druck. Die 15:14-Führung zur Halbzeitpause entsprach dem Spielverlauf.

Auf den Schock folgt die stärkste Phase

Eine Schrecksekunde zu Beginn der zweiten Hälfte: Jonas Gerkens hämmerte den Ball zur 16:14-Führung ins Melsunger Tor. Dabei verletzte er sich ohne Einwirkung des Gegners am Oberschenkel und musste vom Feld. Eine mehrwöchige Pause ist zu befürchten.

Die Mannschaft ließ sich jedoch von diesem Rückschlag nicht aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil: Es folgte die stärkste Phase des VfL. In der Abwehr wurde weiterhin konsequent und schnörkellos mit großem Einsatz gearbeitet. „Die Abwehr ist zurzeit unsere Überlebensgarantie“, sagte Coach Matthias Steinkamp.

Fredenbeck beginnt zu zaubern

Im Angriff übernahmen die Verbliebenen Verantwortung. Beim 22:18 (39.) durch Nick Heinsohn führten die Fredenbecker erstmals mit vier Toren und hielten diesen Vorsprung bis zum 27:23 (51.). Zeitweise wurde sogar gezaubert. Noah Schwenke gelang der erste Treffer in einem Pflichtspiel (20:17, 36.). Der Kempa-Trick von Marten Franke auf Pelle Fick zum 24:20 (45.) war allein das Eintrittsgeld wert. Niklas Itzen, der zwischenzeitlich Teo Mestrovic im Fredenbecker Tor abgelöst hatte, sicherte den Fredenbecker Vorsprung ab.

Doch wie bei der Niederlage gegen den Wilhelmshavener HV versäumte es der VfL, den Sack zuzumachen. In einer dramatischen Schlussphase holten die Melsunger Tor um Tor auf, glichen zum 28:28 (57.) aus. Michel Brassait warf den VfL zum 29:28 zweieinhalb Minuten vor Spielende wieder in Führung. Die Nervenschlacht begann.

Am Ende stehen die Torhüter im Mittelpunkt

Keiner Mannschaft gelang ein weiterer Treffer. 21 Sekunden vor Abpfiff nahm VfL-Coach Steinkamp seine letzte Auszeit. Die Fans hatten sich längst applaudierend von ihren Plätzen erhoben. Das Spiel sollte durch einen Kempa beendet werden, so die Absprache. Marten Franke legte auf, aber Melsungens Keeper kaufte Timo Backofen den Wurf ab. Den folgenden finalen Melsunger Torwurf machte Niklas Itzen drei Sekunden vor Abpfiff spektakulär unschädlich. Der Fredenbecker Sieg war in trockenen Tüchern.

„Ich bin stolz auf meine Abwehr“, sagte Steinkamp. Kritik übte er daran, dass die Führung in der zweiten Halbzeit noch aus der Hand gegeben wurde. „Da muss ich von meinen Führungsspielern mehr erwarten.“

Die Statistik

VfL Fredenbeck: Mestrovic, Itzen; Sumfleth 1, Gerkens 4, Brassait 4, Schwenke 1, Backofen, Fick 4, D. Müller 2, Ritscher, Möller, Franke 2, Polak 5, Reiners 4, Heinsohn 2

Siebenmeter: VfL 6/5 – MTM 5/3

Zeitstrafen: VfL 1 – MTM 2

Zuschauer: 870

Nächstes Spiel: TSG Bielefeld – VfL Fredenbeck (Sa., 19. September, 19 Uhr)

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