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Dorferneuerung

TPläne für Oersdorf: So könnte die neue Ortsmitte aussehen

Blick vom Trafohäuschen auf die Feuerwehr - dazwischen könnte ein Dorfplatz für Oersdorf entstehen.

Blick vom Trafohäuschen auf die Feuerwehr - dazwischen könnte ein Dorfplatz für Oersdorf entstehen. Foto: P. Meyer

Um eine Förderung zu beantragen, wurden jetzt erste Pläne für eine Dorfmitte in Oersdorf vorgestellt. Die veranschlagten Kosten bringen Ratsmitglieder zum Schlucken.

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Von Pauline Meyer
23.09.2026, 05:55 Uhr

Ahlerstedt. In einem Halbkreis, ausgehend von der Feuerwehr, könnte sich künftig die neue Ortsmitte von Oersdorf erstrecken. Kunst, Sitzmöglichkeiten und ein Wasserlauf sollen den geplanten Platz - und damit den Ort - attraktiver machen.

Den Entwurf dafür stellte jüngst Landschaftsarchitekt Dipl.-Ing. Hans-Dieter Windler dem Bauausschuss der Gemeinde Ahlerstedt vor. Dieser entschied jetzt darüber, ob für die Maßnahme ein Förderantrag beim Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) gestellt werden soll. Dafür bleibt der Gemeinde nur Zeit bis Ende des Monats.

Ideen für die Ortsmitte kamen von Oersdorfern

Viel Zeit und Mühe sei in die Planungen der Arbeitsgruppe geflossen, erklärt Ahlerstedts Bürgermeister Uwe Arndt zu Beginn des Tagesordnungspunktes „Dorfmitte“. Das Ergebnis dessen ließe sich sehen.

„Die Idee war es, einen Platz in Form eines Halbkreises anzulegen“, so Landschaftsarchitekt Windler. Als geeignet wurde die Straße Brinkkrog befunden, in der sowohl Feuerwehr, als auch das Dorf- und Schulmuseum liegen. Für eine Ortsmitte könnten Teile der zulaufenden Straße Im Dorfe sowie die Grünflächen dazwischen genutzt werden.

Hier - zwischen Feuerwehr und Schulmuseum - soll der zukünftige Dorfplatz in Oersdorf entstehen.

Hier - zwischen Feuerwehr und Schulmuseum - soll der zukünftige Dorfplatz in Oersdorf entstehen. Foto: P. Meyer

Der Entwurfsplan sieht eine optische Einfassung der Dorfmitte durch verschiedene Pflasterungen vor der Feuerwehr vor. Wünsche der Arbeitsgruppe waren zudem ein Unterstand mit Gründach sowie Bänke und Tische zum Verweilen und Fahrradlehnbügel. Ebenso sollte das Thema Wasser aufgegriffen werden: Eine Handschwengelpumpe mit Wasserlauf vor dem Trafo-Häuschen wäre ein passender Vorschlag des Landschaftsarchitekten.

Dort solle zudem ein großer, markanter Baum gepflanzt werden - Hecken würden die Halbkreisform optisch unterstreichen. Vor dem Dorf- und Schulmuseum könnte eine Rundbank aus Klinker als Treffpunkt für Jugendliche fungieren.

So könnte die neue Dorfmitte in Oersdorf aussehen. Der Entwurfsplan von Landschaftsarchitekt Hans-Dieter Windler sieht einen Platz in Halbkreisform vor.

So könnte die neue Dorfmitte in Oersdorf aussehen. Der Entwurfsplan von Landschaftsarchitekt Hans-Dieter Windler sieht einen Platz in Halbkreisform vor. Foto: Geformte Natur/ H.-D. Windler

Zudem könnten, für die optische Aufwertung und um zu verhindern, dass Autos über die Flächen fahren, Holz- und Kunstfiguren aufgestellt werden, so Windler. Motive sollten den Charakter des Dorfes unterstreichen.

„Teuer und aufwändig“: 210.000 Euro Kosten

Die Kosten der reinen Baumaßnahme würden sich auf rund 210.000 Euro belaufen. Etwaige Teilflächen, die die Gemeinde gegebenenfalls noch erwerben müsste, sind da nicht eingerechnet. Sie seien allerdings nur geringfügig, so Uwe Arndt.

Ein Preis, bei dem einige der Ratsmitglieder schlucken mussten. „Wir wollen eine neue Ortsmitte schaffen, allerdings ist dieser Vorschlag zu teuer und zu aufwändig“, so Lüder Pott von der CDU.

Torsten Meier von der FWG betont: „Der Entwurf sieht gut aus und dass soziale Dorfentwicklung Geld kostet, war uns klar.“ Dem Einreichen des Projektes beim ArL wolle seine Partei daher zustimmen.

Den Ort lebendig halten

Wieso das Schaffen einer neuen Ortsmitte für Oersdorf so wichtig wäre, betont Uwe Arndt: „Wir müssen soziale Treffpunkte schaffen, damit die Orte lebendig bleiben.“ Angesichts der sich verändernden Altersstrukturen auf dem Land müsse die Gemeinde Dörfer wie Oersdorf vor allem für junge Leute attraktiv halten. Die Bürgerinnen und Bürger bräuchten die Möglichkeit, sich zu treffen - insbesondere, da es immer weniger Dorfkneipen gebe, die diese Funktion früher erfüllten.

Hier - zwischen Feuerwehr und Schulmuseum - soll der zukünftige Dorfplatz in Oersdorf entstehen.

Hier - zwischen Feuerwehr und Schulmuseum - soll der zukünftige Dorfplatz in Oersdorf entstehen. Foto: P. Meyer

Mit einer Gegenstimme entschied der Rat, dass ein Förderantrag beim ArL für das Projekt Dorfmitte in Oersdorf gestellt wird. Bis zum 30. September hat die Gemeinde dafür noch Zeit, denn nur noch bis 2028 ist sie Teil des Dorferneuerungsprogramms. Und da im kommenden Jahr andere Förderungsanträge - etwa für das Schützenhaus Kakerbeck - gestellt werden sollen, wolle man die Möglichkeit nicht verstreichen lassen.

Ob das Projekt in der vorgestellten Form auch umgesetzt wird, darüber wird erst entschieden, sobald die Summe möglicher Fördergelder feststeht.

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