TReaktivierung: Das plant die EVB entlang der Strecke
Ab 2028 sollen zwischen Bremervörde und Stade wieder Personenzüge im Stundentakt verkehren. Foto: EVB
Ab 2028 will die EVB wieder Personen zwischen Bremervörde und Stade befördern. Was dafür in Orten wie Fredenbeck und Mulsum geplant ist, stellt die EVB nächste Woche vor.
Fredenbeck, Stade. Zwischen Bremervörde und Stade sollen ab Dezember 2028 wieder regelmäßig Personenzüge im Stundentakt fahren. Die Verbindung soll künftig als Regionalbahnlinie 34 verkehren. Die Reaktivierung der knapp 30 Kilometer langen Strecke ist aufgrund ihres guten Zustands und des hohen Fahrgastpotenzials geplant.
Welche Anpassungen bis zum Fahrplanwechsel 2028/29 notwendig sind, darüber informiert die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (EVB) am Mittwoch, 1. Juli, von 18 bis 20 Uhr bei einer Infoveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus Deinste, Loher Weg 5.
Barrierefreiheit und neue Bahnsteige
Still stand die Strecke nie: Neben dem Moorexpress, der saisonal zwischen Stade und Bremen fährt, wird sie täglich von Güterzügen und für Zubringerfahrten zur EVB-eigenen Werkstatt in Bremervörde genutzt. Ziel der Reaktivierung sei es, den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen und die Region besser an Stade und darüber hinaus anzubinden, teilt die EVB mit.
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Die Bahn soll künftig in Bremervörde, Hesedorf, Mulsum-Essel, Fredenbeck, Deinste, Hagen, Riensförde und Stade halten. In Riensförde entsteht ein neuer Haltepunkt direkt am Bildungscampus.
Dafür sind Anpassungen nötig. Nicht nur die Strecke selbst muss ertüchtigt werden - mit neuer Signaltechnik, erneuertem Oberbau und gesicherten Bahnübergängen. Auch an den Haltepunkten sind Neuerungen geplant: In Orten wie Deinste, Fredenbeck oder Mulsum-Essel sollen Bahnsteige modernisiert oder neu gebaut werden. Zudem müssen barrierefreie Zugänge für mobilitätseingeschränkte Personen geschaffen werden. Geplant sind außerdem Fahrgastinformationssysteme und Wetterschutzhäuschen.

Ab 2028 soll nicht mehr nur der Moorexpress (links) zwischen Bremervörde und Stade verkehren. Foto: EVB
Die Bahnhofsumfelder sollen besser mit Bus, Fahrrad und Auto verknüpft werden, etwa durch Park+Ride- und Bike+Ride-Angebote. Die Gestaltung dieser Bereiche liegt allerdings in der Verantwortung der Gemeinden. Im Bahnhof Stade muss Infrastruktur der Deutschen Bahn angepasst werden.
Fast 22 Millionen Euro für SPNV-Maßnahmen
Seit dem Startschuss im Juni 2023 hat das Infrastruktur-Team der EVB die Planungen gemeinsam mit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) und DB InfraGO vorangetrieben. Die LNVG bestellt und finanziert das künftige Angebot im Schienenpersonennahverkehr.

Ab 2028 sollen zwischen Bremervörde und Stade wieder Personenzüge im Stundentakt verkehren. Foto: EVB/Sabrina Adeline Nagel
Eine 2022 erstellte Machbarkeitsstudie hatte für die Strecke Bremervörde-Stade einen deutlich positiven Nutzen-Kosten-Indikator ergeben. Die EVB hat nach eigenen Angaben kürzlich einen Förderantrag beim Land eingereicht. Dieser bildet die Grundlage für einen anschließenden Antrag auf Bundesförderung.
Fast 22 Milllionen Euro sind für Maßnahmen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) vorgesehen. Auch die Unterlagen für die Planfeststellung seien bereits eingereicht worden, erklärte Christoph Grimm, Geschäftsführer Produktion und Markt sowie Sprecher der EVB-Geschäftsführung.
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Landrat Kai Seefried bezeichnete die Wiederbelebung der Bahnverbindung als „Meilenstein“ für die Region. Gerade für die Kommunen entlang der Strecke sei die Entwicklung eine große Chance.
So soll es weitergehen
Als nächster Schritt ist eine erneute standardisierte Bewertung zur Überprüfung des Maßnahmenerfolgs vorgesehen. Sie soll bis Juni 2027 abgeschlossen sein. Eine Finanzierungszusage des Bundes könnte - bei erfolgreichem Abschluss der vorherigen Schritte und ausreichenden Mitteln - im Januar 2028 vorliegen. Die Bauarbeiten unter Regie der EVB Infrastruktur sollen ab März 2028 beginnen und bis November 2028 abgeschlossen werden.
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