Runter in die Bezirksliga: Malte Bösch findet neuen Verein
Malte Bösch trainierte vor dem Heeslinger SC jahrelang die SV Ahlerstedt/Ottendorf. Foto: FuPa (nomo)
Sein beschlossenes Trainer-Aus in Heeslingen kam überraschend, der nächste Karriereschritt des Ex-A/O-Coaches führt ihn zwei Ligen abwärts.
Heeslingen. Nur wenige Wochen, nachdem Malte Bösch beim Oberligisten Heeslinger SC etwas überraschend das Aus zum Saisonende mitgeteilt wurde, herrscht nun Klarheit über seine Zukunft: Der 35-Jährige wird zur Saison 2026/27 neuer Cheftrainer beim TSV Bardowick.
Für den ambitionierten Bezirksligisten, der momentan den dritten Tabellenplatz belegt, war Bösch der Topkandidat als Nachfolger für Kevin Panek. Panek verzichtete aus privaten und beruflichen Gründen auf eine Verlängerung seines Vertrags. „Die Entscheidung erfolgte im gegenseitigen Einvernehmen und mit großem Respekt für die geleistete Arbeit“, teilte der Verein mit.
„Mit Malte Bösch ist es uns gelungen, unseren absoluten Wunschkandidaten zu gewinnen. Er bringt trotz seines Alters einen bemerkenswerten Erfahrungsschatz mit und hat auf seinen bisherigen Stationen bewiesen, dass er sowohl Talente entwickeln als auch erfahrene Kader führen kann“, sagt Sportdirektor Roman Razza. „Dieses Profil passt ideal zu unserer Kaderstruktur und unseren sportlichen Zielsetzungen.“
Bösch sieht es genauso. „Mir war sofort klar, dass das Gesamtpaket aus ambitionierter Mannschaft und perfekt organisiertem Umfeld zu mir passt. Ich freue mich, ab Sommer hart an der Erfüllung unserer Ziele zu arbeiten.“
Die Nachricht vom Trainerwechsel kommt zu einem Zeitpunkt, an dem es sportlich ordentlich läuft. Unter Kevin Panek hat sich der TSV Bardowick in der Spitzengruppe festgebissen, rangiert aktuell auf dem dritten Tabellenplatz - acht Punkte hinter dem Aufstiegsplatz - und steht zudem im Halbfinale des Bezirkspokals.
Matern folgt auf Bösch
Anfang Januar wurde bekannt, dass Böschs Vertrag in Heeslingen von Vereinsseite nicht verlängert wurde. Der 35 Jahre alte Ex-A/O-Trainer war von dieser Entscheidung überrascht worden. „Ich war grundsätzlich davon ausgegangen, dass ich weitermache“, sagte Bösch dem TAGEBLATT.
Aus rein sportlicher Sicht habe die Trennung für ihn wenig Sinn ergeben. Die Heeslinger stehen in der Oberliga auf Platz sechs und meldeten sich am vergangenen Samstag mit einem 2:1-Auswärtssieg gegen die U23 von Eintracht Braunschweig nach der Winterpause zurück.
Der HSC betonte, mit Böschs Arbeit „super glücklich“ zu sein. Doch nachdem bekannt wurde, dass Co-Trainer Oliver Warnke ab Sommer nicht mehr zur Verfügung stehen wird, entschloss sich der Club, Böschs Vertrag nicht zu verlängern. Ein neues Trainerteam solle „neue Impulse“ vermitteln, sagte Teammanager Kevin Rehling.
Sein Nachfolger in Heeslingen ist bereits gefunden - ebenfalls im Landkreis Stade: Vom TuS Harsefeld kommt Trainer und Ex-Spieler Nico Matern.
Bösch bringt „fachliche Qualität“ mit
Mit einer Bilanz von 329 Spielen und über 500 gesammelten Punkten laut FuPa-Datenbank gehört Bösch zu den profiliertesten Trainern der Region. Besonders seine Zeit bei der SV Ahlerstedt/Ottendorf, die er bis in die Oberliga führte, unterstreicht das. Der TSV Bardowick sieht darin einen Erfolg, „der seine fachliche Qualität und seine Fähigkeit zur erfolgreichen Teamentwicklung unterstreicht“, heißt es in der Mitteilung. Nach dem Oberliga-Abstieg von A/O übernahm er den HSC zur Saison 2023/24 - diese Chance wollte er sich damals nicht entgehen lassen.
Neben Bösch setzt der TSV Bardowick auf Beständigkeit im Trainerteam. Marko Menke wird auch in der kommenden Saison als Torwarttrainer tätig sein, und auch Claus Göpfert bleibt dem Verein als externer Berater erhalten. Mit dem übrigen Trainerteam laufen dem Verein zufolge derzeit Gespräche über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit.
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