TSchmucke Häuschen und Problem-Böden: Was Horneburg 2026 auf dem Zettel hat
Das Handwerksmuseum war zum Neujahrsempfang gut besucht. Foto: Buchmann
Die Projektliste im Flecken für 2026 ist lang. Die Burginsel oder der Wohnmobilstellplatz sollen bald fertig werden. Bei anderen Vorhaben ist hingegen Geduld gefragt.
Horneburg. „Wir haben uns verdammt viel vorgenommen“: Mit diesem Satz traf Horneburgs Fleckenbürgermeister Jörk Philippsen beim Neujahrsempfang den Nagel auf den Kopf. Denn nach einem arbeitsreichen Vorjahr stehen auch 2026 etliche Projekte auf dem Programm.
In einer Holzhütte können sich hungrige Besucher gegrillte Bratwürste holen. Foto: Buchmann
Gut 100 Einwohner waren am Freitagabend in das Handwerksmuseum gekommen, um bei Sekt und Bratwurst das neue Jahr zu begrüßen. Philippsen machte den Anfang mit einer Rückschau sowie einem Ausblick.
Flecken Horneburg
T Umzingelt von Baustellen: Um die Grundschule Horneburg wird fleißig gebaut
So soll am 12. Juni endlich die Burginsel im Horneburger Schlosspark eröffnet werden. Rund 555.000 Euro investierte der Flecken in die historische Anlage, zwei Drittel der Kosten konnten mit Hilfe der Städtebauförderung gedeckt werden.
Zweite Brücke zur Burginsel kommt bald
Die Burginsel ist zwar bereits begehbar, aus Kostengründen fehlte bisher jedoch eine zweite Brücke. Diese dient als zweiter Fluchtweg für Veranstaltungen. Im Handwerksmuseum konnten Interessierte durch eine Virtual-Reality-Brille bereits einen Gang durch die historische Burg wagen. Auf der Burginsel soll dies zukünftig per Smartphone über QR-Codes möglich sein.

Fleckenbürgermeister Jörk Philippsen bedankt sich bei den Organisatoren des Empfangs wie Eveline Bansemer vom Förderverein Horneburg. Foto: Buchmann
Als das Wort „Wohnmobilstellplatz“ beim Empfang fiel, ging ein Raunen durch die Menge. „Es war eine schöne Idee - und es ist immer noch eine schöne Idee“, sagt Philippsen.
Ganztagsbetreuung
T Zu wenige Kinder, zu teuer: Horneburger Hort steht vor dem Aus
Denn schön lange träumen die Horneburger von einer touristisch attraktiven „Kleinen Hafencity“ mit wassernahen Wohnhäusern, einer Promenade mit Bootsanleger sowie Kanuverleih und einem Wohnmobilstellplatz.
Wohnmobilstellplatz soll im Frühjahr eröffnen
Den Zeitplan, den Stellplatz zum Saisonbeginn 2025 einzuweihen, konnte der Flecken nicht halten. „Wenn man etwas anfängt, stößt man auf gewisse Hindernisse“, spielt Samtgemeindebürgermeister und Gemeindedirektor Knut Willenbockel auf die Altlasten im Untergrund an.

Samtgemeindebürgermeister und Horneburger Gemeindedirektor Knut Willenbockel begrüßt die Gäste. Foto: Buchmann
Unter dem ehemaligen Betriebsgelände in der Hafenstraße waren Bauarbeiter vergangenen Sommer auf Altlasten gestoßen, die nicht nur den Weiterbau verzögern, sondern auch teuer entsorgt werden müssen. Fast 500.000 Euro musste der Flecken bisher in das Projekt investieren, knapp 199.000 Euro davon können mit Fördergeldern gedeckt werden.
Baustelle in Herrmannstraße auf letzten Metern
Eine gute Nachricht: Das sanierte Hafenkontor ist inzwischen fertig. „Ein schmuckes Häuschen“, findet Philippsen. Wenn es wieder frostfrei ist, sollen die Arbeiten am Stellplatz abgeschlossen werden. Anvisiert sei eine Eröffnung im Frühjahr, so Philippsen.

Gut 100 Besucher kamen am Freitagabend zum Empfang in das Handwerksmuseum. Foto: Buchmann
Etliche Projekte im Flecken sind derweil auf der Zielgeraden. Das Grundstück der alten Feuerwache sei verkauft, sagt Philippsen. Der Bebauungsplan soll im Laufe des Jahres erstellt werden. Auch die langjährige Sanierung der Herrmannstraße sei auf den letzten Metern. „Wir müssen zur Feier eigentlich ein Fass aufmachen“, sagt Philippsen. In puncto Straßenreparaturen sieht er den Flecken „auf dem richtigen Weg“.
Was Flecken und Samtgemeinde 2026 angehen wollen
Die Projektliste für 2026 ist lang: Das Baugebiet nördlich der Otto-Balzer-Straße soll vorangetrieben werden, der Spielplatz in den Kalkwiesen soll zum Wasserspielplatz umgebaut werden.
Dazu kommen Sanierungsarbeiten in der Schanzenstraße sowie im Hornbostelweg. Im Quartier Horneburg-West plant die Verwaltung, Fahrradstraßen auszuschildern, erklärt Bauamtsleiter Roger Courtault. Und auch die Weiternutzung des Güterschuppens soll geklärt werden.

Bauamtsleiter Roger Courtault berichtet über das Projekt Fahrradstraße. Foto: Buchmann
„Oberste Priorität“ hat für Willenbockel derweil die sanierungsbedürftige Grundschule Horneburg, die neben einer Mensa mitsamt neuer Heizungsanlage auch einen neu gestalteten Schulhof bekommt. Das geplante Feuerwehrgerätehaus in Dollern steht ebenfalls auf der Liste.
Der Verbindungsweg zur Grundschule BliNo kommt derweil nur beschwerlich voran. Probleme macht mal wieder der Untergrund. Denn die Leitungspläne des Breitbandnetzes der Deutschen Glasfaser stimmen nicht, was die Erdarbeiten kompliziert und teuer macht, so Willenbockel.
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.